Baltrusch ist schon 5097 Kilometer von Schwerte entfernt

Way to Huyen

Es ist heiß, Dieselgeruch liegt in der Luft. Löchrige, staubige Straßen sausen unter Lothar Baltrusch und seinem Motorrad hinweg. 5097 Kilometer trennen ihn bereits von Schwerte - auf seinem Weg zu Huyen, seinem Patenkind in Vietnam.

SCHWERTE

31.05.2013, 17:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

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Lothar Baltrusch: Reise nach Vietnam

Rund 15.000 Kilometer mit dem Motorrad zurücklegen - das ist das Ziel von Lothar Baltrusch. Er fährt von Schwerte aus nach Vietnam. Zu Thi Thao Huyen, seinem Patenkind. Seine Reise in Bildern.
31.05.2013
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Am 17. Mai ging es los: Lothar Baltrusch ist mit seinem Motorrad-Kollegen und einigen Fans von Zuhause aufgebrochen.© Foto: Bernd Paulitschke
Von Schwerte aus über das Baltikum durch Russland über China nach Vietnam - macht rund 15.000 Kilometer. Mit dabei: die Schwerter Fahne.© Foto: Bernd Paulitschke
"Weites Land - nur Andreas und ich", berichtet Lothar Baltrusch. Zusammen mit Andreas Hülsmann durchquert er Russland.© Foto: Lothar Baltrusch
Lothar Baltrusch ist leidenschaftlicher Motorradfahrer.© Foto: Bernd Paulitschke
Schwerte on Tour im Westen Russlands - über 5000 Kilometer Staub und Dreck hat Lothar Baltrusch mittlerweile hinter sich.© Foto: Lothar Baltrusch
Auch wenn es bereits 22 Uhr ist, hat die Dämmerung noch nicht eingesetzt: Lothar Baltrusch sitzt zusammen mit Maxim auf einer Holzbank, isst Hühnchen und trinkt Bier, das der Russe gerne teilt.© Foto: Lothar Baltrusch
"Mein Zimmer... muuuahhh schon komisch", beschreibt Lothar die Schlafmöglichkeit über der Autowaschanlage. Aber immerhin besser als das zuerst in Auge gefasste Hotel.© Foto: Lothar Baltrusch
Der größte Süßwassersee der Welt: Die Reiseroute von Lothar Baltrusch und Andreas Hülsmann auf dem Weg in die Mongolei führte am Baikalsee entlang.© Foto: Andreas Hülsmann
Unendliche Weiten erleben Lothar Baltrusch und Andreas Hülsmann derzeit in der Mongolei.© Foto: Lothar Baltrusch
Ein Reiter hat die Deutschen erspäht. Neugierig kommt er näher und sucht den Kontakt zu den Reisenden.© Foto: Lothar Baltrusch
Ein Reiter hat die Deutschen erspäht. Neugierig kommt er näher und sucht den Kontakt zu den Reisenden.© Foto: Lothar Baltrusch
Ein Reiter hat die Deutschen erspäht. Neugierig kommt er näher und sucht den Kontakt zu den Reisenden.© Foto: Lothar Baltrusch
Eine Nacht in der mongolischen Steppe.© Foto: Lothar Baltrusch
Zwischenstopp in der Mongolei: In Ulaan Baatar hat die Hilfsorganisation World Vision, die auch von Lothar Baltrusch unterstützt wird, eine mobile Praxis eingerichtet. So können Menschen, die auf einer Müllhalde vor den Toren der Hauptstadt wohnen, versorgt werden. Der Schwerter hat sich das Projekt angeschaut.© Foto: Baltrusch
Lothar Baltrusch hat in der Mongolei ein paar Tage "die Seele baumeln lassen" und sich mit den Menschen vor Ort ausgetauscht. Dann ging es für ihn weiter nach China.© Foto: Baltrusch
Am Grenzübergang zwischen der Mongolei und China wurde Lothar Baltrusch freundlich empfangen. Die Zöllner wollten sogar Fotos machen. Zwei Drittel auf des Weges nach Vietnam hat der Schwerter bereits hinter sich.© Foto: Baltrusch
Da noch wichtige Zoll-Dokumente fehlen, muss Baltrusch in Erenhot - direkt hinter der Grenze zu China - eine Zwangspause einlegen. Die nutzt er, um sich die Stadt und deren Einwohner anzuschauen.© Foto: Baltrusch
Auf den Straßen Chinas hat Baltrusch auch Kontakt mit der Polizei - aber sie wollen nur ein Foto, keine Sorge.© Foto: Lothar Baltrusch
Nicht nur Morgengrau: Abgase und Co verhindern die Sicht. An der chinesischen Mauer sind Baltrusch und Hülsmann vorbei gefahren, ohne sie gesehen zu haben.© Foto: Lothar Baltrusch
Auf dem Weg nach Xian ging es immer wieder durch kleine dreckige Dörfer. Da war ein Kaffee in einem modernen KFC-Schnellrestaurant eine willkommene Abwechslung.© Foto: Lothar Baltrusch
Schließlich knackten die beiden Motorradfahrer die 11.000 Kilometer-Marke und machten in Xian Station - berühmt für die Armee aus Terrakotta-Soldaten.© Foto: Lothar Baltrusch
Auf dem Weg nach Chengdu traf Lothar Baltrusch eine Radfahrerin, die bereits 400 Kilometer hinter sich hatte.© Foto: Baltrusch
Zwischen Xiang und Chenggu hält ein Panda seinen Mittagschlaf. Da die Tiere sehr selten geworden sind, war es trotzdem ein großer Moment für Lothar Baltrusch.© Foto: Baltrusch
Mit der Familie unterwegs - auf einem (!) Motorrad. Gesehen auf dem Weg nach Muchuan.© Foto: Baltrusch
Andreas Hülsmann (l.) und Lothar Baltrusch haben einen guten Reiseführer an ihrer Seite - beziehungsweise auf diesem Bild in ihrer Mitte: Chu.© Foto: Baltrusch
Chu gibt sich größte Mühe, den Reisenden die heimische Küche schmackhaft zu machen.© Foto: Baltrusch
Denn die scheitern schon beim Lesen der Speisekarte - das unten rechts heißt wohl Reis.© Foto: Baltrusch
"Die chinesische Küche ist nicht wie die in Schwerte, beim Chinamann", erklärt Lothar Baltrusch.© Foto: Baltrusch
Von selbst gemachten Nudelstreifen, Innereien vom Huhn und Hähnchen in Honig und Pfeffer ...© Foto: Baltrusch
... bis hin zu Rindfleisch in einem Sud von Chili und Eselfleisch in einer Pfefferminzsoße - die Küche ist vielfältig.© Foto: Baltrusch
Endlich die rote Fahne mit dem gelben Stern in Sichtweite: Lothar Baltrusch hat Vietnam erreicht.© Foto: Baltrusch
Und an der Grenze zu ihrem Zielland müssen die Reisenden etwas länger Station machen: Erneut fehlen Einreise-Unterlagen.© Foto: Baltrusch
In Hai Duong hat Lothar Baltrusch ein Heim für blinde Kinder besucht - und mit ihnen musiziert.© Foto: Baltrusch
60 blinde Kinder im Alter zwischen 4 und 17 Jahren leben hier.© Foto: Baltrusch
Endlich am Ziel: Lothar Baltrusch aus Schwerte hat die 15.000 Kilometer auf dem Motorrad hinter sich gebracht und ist bei seinem Patenkind Huyen in Vietnam angekommen.© Foto: Andreas Hülsmann
Die zwei haben sich viel zu erzählen. "Sie ist wie ein scheues Reh. Zerbrechlich in ihrem Wesen, zierlich in ihrer Anmutung und dennoch ein Teenager wie viele auf der Welt", so Baltrusch.© Foto: Andreas Hülsmann
Regelmäßig unterstützt Lothar Baltrusch sein Patenkind finanziell. Doch nun hat er einiges an Spenden im Gepäck - für das Projekt, in dem Huyen lebt.© Foto: Hülsmann
In Huyens Schule gibt es auch einen Computerraum.© Foto: Andreas Hülsmann
Das ist Huyens Schulklasse.© Foto: Andreas Hülsmann
Nach knapp zehn Wochen Reise ist Lothar Baltrusch wieder in Schwerte angekommen. Laut des Tachos seines Motorrades waren es genau 16.001 Kilometer.© Foto: Bernd Paulitschke
Als er sein Patenkind das erste Mal von Angesicht zu Angesicht gesehen hat, war es ein "toller Moment". Viele bleibende Eindrücke hat Lothar Baltrusch von seiner Reise mitgenommen. Das Projekt "Way to Huyen" soll bestehen bleiben.© Foto: Bernd Paulitschke
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„May I help you?“, die Frage kommt überraschend vom 28-jährigen Maxim, den die beiden auf der Straße treffen. Der junge Russe organisiert eine Bleibe in einer Autowaschanlage. 25 Euro die Nacht, ohne Frühstück. Besser als das Hotel - Lothar und Andreas nehmen das Angebot an.

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Lothar Baltrusch: Reise nach Vietnam

Rund 15.000 Kilometer mit dem Motorrad zurücklegen - das ist das Ziel von Lothar Baltrusch. Er fährt von Schwerte aus nach Vietnam. Zu Thi Thao Huyen, seinem Patenkind. Seine Reise in Bildern.
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Am 17. Mai ging es los: Lothar Baltrusch ist mit seinem Motorrad-Kollegen und einigen Fans von Zuhause aufgebrochen.© Foto: Bernd Paulitschke
Von Schwerte aus über das Baltikum durch Russland über China nach Vietnam - macht rund 15.000 Kilometer. Mit dabei: die Schwerter Fahne.© Foto: Bernd Paulitschke
"Weites Land - nur Andreas und ich", berichtet Lothar Baltrusch. Zusammen mit Andreas Hülsmann durchquert er Russland.© Foto: Lothar Baltrusch
Lothar Baltrusch ist leidenschaftlicher Motorradfahrer.© Foto: Bernd Paulitschke
Schwerte on Tour im Westen Russlands - über 5000 Kilometer Staub und Dreck hat Lothar Baltrusch mittlerweile hinter sich.© Foto: Lothar Baltrusch
Auch wenn es bereits 22 Uhr ist, hat die Dämmerung noch nicht eingesetzt: Lothar Baltrusch sitzt zusammen mit Maxim auf einer Holzbank, isst Hühnchen und trinkt Bier, das der Russe gerne teilt.© Foto: Lothar Baltrusch
"Mein Zimmer... muuuahhh schon komisch", beschreibt Lothar die Schlafmöglichkeit über der Autowaschanlage. Aber immerhin besser als das zuerst in Auge gefasste Hotel.© Foto: Lothar Baltrusch
Der größte Süßwassersee der Welt: Die Reiseroute von Lothar Baltrusch und Andreas Hülsmann auf dem Weg in die Mongolei führte am Baikalsee entlang.© Foto: Andreas Hülsmann
Unendliche Weiten erleben Lothar Baltrusch und Andreas Hülsmann derzeit in der Mongolei.© Foto: Lothar Baltrusch
Ein Reiter hat die Deutschen erspäht. Neugierig kommt er näher und sucht den Kontakt zu den Reisenden.© Foto: Lothar Baltrusch
Ein Reiter hat die Deutschen erspäht. Neugierig kommt er näher und sucht den Kontakt zu den Reisenden.© Foto: Lothar Baltrusch
Ein Reiter hat die Deutschen erspäht. Neugierig kommt er näher und sucht den Kontakt zu den Reisenden.© Foto: Lothar Baltrusch
Eine Nacht in der mongolischen Steppe.© Foto: Lothar Baltrusch
Zwischenstopp in der Mongolei: In Ulaan Baatar hat die Hilfsorganisation World Vision, die auch von Lothar Baltrusch unterstützt wird, eine mobile Praxis eingerichtet. So können Menschen, die auf einer Müllhalde vor den Toren der Hauptstadt wohnen, versorgt werden. Der Schwerter hat sich das Projekt angeschaut.© Foto: Baltrusch
Lothar Baltrusch hat in der Mongolei ein paar Tage "die Seele baumeln lassen" und sich mit den Menschen vor Ort ausgetauscht. Dann ging es für ihn weiter nach China.© Foto: Baltrusch
Am Grenzübergang zwischen der Mongolei und China wurde Lothar Baltrusch freundlich empfangen. Die Zöllner wollten sogar Fotos machen. Zwei Drittel auf des Weges nach Vietnam hat der Schwerter bereits hinter sich.© Foto: Baltrusch
Da noch wichtige Zoll-Dokumente fehlen, muss Baltrusch in Erenhot - direkt hinter der Grenze zu China - eine Zwangspause einlegen. Die nutzt er, um sich die Stadt und deren Einwohner anzuschauen.© Foto: Baltrusch
Auf den Straßen Chinas hat Baltrusch auch Kontakt mit der Polizei - aber sie wollen nur ein Foto, keine Sorge.© Foto: Lothar Baltrusch
Nicht nur Morgengrau: Abgase und Co verhindern die Sicht. An der chinesischen Mauer sind Baltrusch und Hülsmann vorbei gefahren, ohne sie gesehen zu haben.© Foto: Lothar Baltrusch
Auf dem Weg nach Xian ging es immer wieder durch kleine dreckige Dörfer. Da war ein Kaffee in einem modernen KFC-Schnellrestaurant eine willkommene Abwechslung.© Foto: Lothar Baltrusch
Schließlich knackten die beiden Motorradfahrer die 11.000 Kilometer-Marke und machten in Xian Station - berühmt für die Armee aus Terrakotta-Soldaten.© Foto: Lothar Baltrusch
Auf dem Weg nach Chengdu traf Lothar Baltrusch eine Radfahrerin, die bereits 400 Kilometer hinter sich hatte.© Foto: Baltrusch
Zwischen Xiang und Chenggu hält ein Panda seinen Mittagschlaf. Da die Tiere sehr selten geworden sind, war es trotzdem ein großer Moment für Lothar Baltrusch.© Foto: Baltrusch
Mit der Familie unterwegs - auf einem (!) Motorrad. Gesehen auf dem Weg nach Muchuan.© Foto: Baltrusch
Andreas Hülsmann (l.) und Lothar Baltrusch haben einen guten Reiseführer an ihrer Seite - beziehungsweise auf diesem Bild in ihrer Mitte: Chu.© Foto: Baltrusch
Chu gibt sich größte Mühe, den Reisenden die heimische Küche schmackhaft zu machen.© Foto: Baltrusch
Denn die scheitern schon beim Lesen der Speisekarte - das unten rechts heißt wohl Reis.© Foto: Baltrusch
"Die chinesische Küche ist nicht wie die in Schwerte, beim Chinamann", erklärt Lothar Baltrusch.© Foto: Baltrusch
Von selbst gemachten Nudelstreifen, Innereien vom Huhn und Hähnchen in Honig und Pfeffer ...© Foto: Baltrusch
... bis hin zu Rindfleisch in einem Sud von Chili und Eselfleisch in einer Pfefferminzsoße - die Küche ist vielfältig.© Foto: Baltrusch
Endlich die rote Fahne mit dem gelben Stern in Sichtweite: Lothar Baltrusch hat Vietnam erreicht.© Foto: Baltrusch
Und an der Grenze zu ihrem Zielland müssen die Reisenden etwas länger Station machen: Erneut fehlen Einreise-Unterlagen.© Foto: Baltrusch
In Hai Duong hat Lothar Baltrusch ein Heim für blinde Kinder besucht - und mit ihnen musiziert.© Foto: Baltrusch
60 blinde Kinder im Alter zwischen 4 und 17 Jahren leben hier.© Foto: Baltrusch
Endlich am Ziel: Lothar Baltrusch aus Schwerte hat die 15.000 Kilometer auf dem Motorrad hinter sich gebracht und ist bei seinem Patenkind Huyen in Vietnam angekommen.© Foto: Andreas Hülsmann
Die zwei haben sich viel zu erzählen. "Sie ist wie ein scheues Reh. Zerbrechlich in ihrem Wesen, zierlich in ihrer Anmutung und dennoch ein Teenager wie viele auf der Welt", so Baltrusch.© Foto: Andreas Hülsmann
Regelmäßig unterstützt Lothar Baltrusch sein Patenkind finanziell. Doch nun hat er einiges an Spenden im Gepäck - für das Projekt, in dem Huyen lebt.© Foto: Hülsmann
In Huyens Schule gibt es auch einen Computerraum.© Foto: Andreas Hülsmann
Das ist Huyens Schulklasse.© Foto: Andreas Hülsmann
Nach knapp zehn Wochen Reise ist Lothar Baltrusch wieder in Schwerte angekommen. Laut des Tachos seines Motorrades waren es genau 16.001 Kilometer.© Foto: Bernd Paulitschke
Als er sein Patenkind das erste Mal von Angesicht zu Angesicht gesehen hat, war es ein "toller Moment". Viele bleibende Eindrücke hat Lothar Baltrusch von seiner Reise mitgenommen. Das Projekt "Way to Huyen" soll bestehen bleiben.© Foto: Bernd Paulitschke
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Auch kommt Maxim nicht mit leeren Händen wieder zu den beiden zurück, sondern teilt Bier, Hähnchen und Brot mit den Reisenden. Gesprochen wird ein Gemisch aus Deutsch, Englisch und Russisch. Gegessen wird auf einer Holzbank an der staubigen Straße. In der Waschanlage herrscht noch Hochbetrieb.

Erst um Mitternacht dürfen sie die Motorräder parken. Abwarten ist angesagt, die Räder vor der Tür stehen lassen kommt nicht in Frage. Ab und an fährt eine Nobelkarosse vor. Ein Mann steigt aus, geht durch den Seiteneingang, beobachtet Baltrusch. „Freunde“, kommentiert Maxim seinen fragenden Blick. Ob die für die „Massage“ kommen, die Baltrusch vor wenigen Augenblicken abgelehnt hat?  

Hintergrund
Über die Organisation „World Vision – Zukunft für Kinder“ unterstützt Lothar Baltrusch das 13-jährige Mädchen Thi Thao Huyen mit einer monatlichen Spende. Bei seiner Aktion "Way to Huyen" fährt der 51-jährige Schwerter, der als Moderator bei Antenne Unna arbeitet, seit dem 17. Mai mit dem Motorrad rund 15.000 Kilometer bis Vietnam. Im Vorfeld hat er die Kilometer an Sponsoren "verkauft". Das Geld soll in das Projekt "Trieu Phong" fließen, in dem Huyen mit ihrer Familie lebt.

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