Banken tauschen aus Vorsicht 200 Kreditkarten

Datenklau

SCHWERTE Gut 200 Kreditkarten haben allein Volksbank und Sparkasse in Schwerte gesperrt. Mit der bislang größten Umtauschaktion wollen sie ihre Kunden nach dem mutmaßlichen Datenklau in Spanien vor Nachteilen bewahren.

von Von Reinhard Schmitz

, 18.11.2009, 18:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aus Sicherheitsgründen haben die Volksbank und die Sparkasse in Schwerte 200 Kreditkarten gesperrt.

Aus Sicherheitsgründen haben die Volksbank und die Sparkasse in Schwerte 200 Kreditkarten gesperrt.

Betroffen sind ohnehin bei der Volksbank knapp vier, bei der Sparkasse 4,7 Prozent der Kreditkartenbesitzer. Sie haben – so ermittelten die Servicestellen für Master und Visa per Datenabgleich – ihr Plastikgeld in Geschäften eingesetzt, aus denen verstärkt Missbrauchsfälle gemeldet worden waren. Wo genau sich diese Risiko-Orte befinden, erfahren die Banken nicht. Die Rede war aber immer von Spanien. „Wir haben alle betroffenen Kunden angeschrieben“, erklärt Ulrich Hahnke, Bereichsleiter Unternehmensservice bei der Volksbank Dortmund: „Sie erhalten eine neue Karte per Post.“ Für eine Übergangszeit von einer Woche bleibt die alte zwar noch gültig, allerdings mit einem Rückrufcode. Dieser zeigt dem Händler am Bezahlterminal an, dass er von der Kartengesellschaft telefonisch die Freigabe erhalten muss, bevor er einen Rechnungsbetrag abbucht.

Der Umtausch ist sowohl bei der Volksbank als auch bei der Sparkasse kostenlos. Die Institute sind damit wohl die einzigen Schwerter, denen durch die Machenschaften im Ausland Schaden entstanden ist. Mit fünfstelligen Beträgen schlagen Kartendruck und versicherter Versand zu Buche. Lorber erhält, obwohl ebenfalls im Sommer in Spanien, keinen Brief von seinem Arbeitgeber. „Ich bin nicht betroffen“, kann er seine Goldkarte behalten. 

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