Beratung: Lange Wege für Arbeitslose aus Schwerte

Keine Termine vor Ort

Andrea Albrecht ist arbeitslos. Doch die Schwerterin muss zu einer Beratung bei der Agentur für Arbeit mit dem Zug nach Unna oder Lünen fahren, obwohl es auch in Schwerte eine Beratungsstelle gibt. Diese ist allerdings lediglich für terminierte Gespräche geöffnet. Zudem gibt es ein zweites Problem.

SCHWERTE

, 06.02.2017, 07:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beratung: Lange Wege für Arbeitslose aus Schwerte

Andrea Albrecht muss zur Beratung zum Jobcenter Unna oder Lünen fahren.

Die Schwerterin Andrea Albrecht beschwert sich gegenüber der Redaktion: „Ich habe hier in Schwerte keinen Ansprechpartner und bekomme keine Auskunft. Ich muss alles in Unna und Lünen abwickeln lassen.“ Beratungen in den Räumlichkeiten an der Hüsingstraße 2 in Schwerte sind nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Doch selbst diese Möglichkeit bekommt Albrecht nicht.

Personelle Engpässe bereiten Probleme

Das liegt laut Nathalie Neuhaus, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit in Hamm, unter deren Zuständigkeitsbereich auch Schwerte fällt, an personellen Engpässen. Aufgrund dessen sei es nicht anders möglich, als dass beispielsweise Albrecht zur Beratungsstelle nach Unna fahren müsse. „Das ist derzeit eine temporäre Situation und auch nicht unser Standard“, erklärt Neuhaus. An der generellen Situation der Arbeitsagentur in Schwerte soll sich künftig auch wieder etwas ändern. „Geplant ist, dass wir die Räumlichkeiten in Schwerte auch wieder für Personen ohne Termin öffnen“, so Neuhaus. Wann dies geschehen soll, ist aber noch offen. Die Pressesprecherin konnte aber bestätigen, dass es zu dieser Änderung noch in diesem Jahr kommen soll.

Ursprünglich wurde die offene Beratungsmöglichkeit in Schwerte eingestellt, da „die Arbeitsmarktsituation sich entspannte und nicht mehr so viele Menschen eine Beratung benötigten“, erklärt Neuhaus.

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