Beschulungsvereinbarung: Schwerter Rat baut sich eine Sicherung ein

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Die Schulvereinbarung mit Dortmund ist in trockenen Tüchern, obwohl es in der Ratssitzung noch einmal hoch her ging. Den Beschluss des Schulausschusses wollte die CDU nicht so stehen lassen.

Schwerte

, 29.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Einleitung von CDU-Ratsfrau Bianca Dausend war schon sehr lang und vorsichtig formuliert. Natürlich liege auch der CDU an funktionierenden Oberstufen in den Schwerter Gymnasien und die Qualität dieser Schulen liege der Partei auch am Herzen. Dann folgte das große Aber: Was ist, wenn man nun doch Schwerter Schüler an Schwerter Gymnasien ablehnen müsse? Da wolle man doch eine Ausstiegsklausel per Ratsbeschluss festlegen.

Im Schulausschuss hatte man das anders geregelt. Die jährliche Überprüfung der Vereinbarung war dort im Protokoll verankert worden, um sie eben nicht in den Beschluss aufzunehmen.

Zweifel, ob Überprüfung etwas nützt

Ob so eine Überprüfung tatsächlich was nützt, ist zweifelhaft. Denn wenn sich tatsächlich in einem Jahr so viele Kinder an Schwerter Gymnasien anmelden sollten, dass man Kinder abweisen muss, dann ist das Kind ohnehin schon in den Brunnen gefallen. Im darauf folgenden Jahr könnte man zwar aus der Schulvereinbarung aussteigen, aber ohne sicher zu sein, dass man wieder so viele Anmeldungen hat. Im ungünstigsten Fall hätte man dann weniger als vier Eingangsklassen an einem Gymnasium.

Das Problem: Man kann die Zahl der Schwerter Schüler zwar berechnen, weiß aber nicht, für welche Schule sie sich entscheiden. Und da man mit Iserlohn und den beiden Grundschulen in Holzen und auf dem Höchsten jetzt eine Vereinbarung hat, können sich die Schüler aus diesen Orten für eine Schwerter Schule oder eine in der eigenen Stadt entscheiden.

Die Bezirksregierung in Arnsberg hatte bei den Verhandlungen zugesagt, auch eine fünfte Klasse pro Schule zu genehmigen, wenn die Schülerzahlen das hergeben. Was die hergeben? Da verlässt man sich auf die Berechnung der Experten im Schulentwicklungsplan. Das ging aber in der Vergangenheit schon öfters schief.

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Streit um die Kosten

Am Ende einer langen Debatte, beschloss der Rat mit knapper Mehrheit, zwar die jährliche Überprüfung, aber (mit breiter Mehrheit) eben auch die Schulvereinbarung, gegen die Stimmen von FDP und Grünen. Bei den Grünen standen dabei vor allem die Finanzen im Vordergrund. Wenn man nämlich als ohnehin klamme Kommune auch noch für die Dortmunder Schüler mitzahlen müsse, würde man anderswo kürzen müssen.

Wie viel Geld die Dortmunder Schüler die Schwerter Stadtkasse kosten, war dabei umstritten. Während die Grünen von über 300.000 Euro im Jahr ausgehen, rechnete die WfS mit 30.000 Euro. Für den Beschluss spielte das letztlich keine Rolle.

Der Dortmunder Rat befand am Donnerstag über das Thema.

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