Betrunkener Mann (43) hantiert im Stadtpark mit einer Waffe

Polizei

Ein betrunkener Mann hantierte am Samstag mit einer Waffe im Stadtpark herum und richtete sie auch auf Jugendliche. Die Polizei nahm ihn fest, mittlerweile ist er aber wieder auf freiem Fuß.

Schwerte

, 23.08.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Stadtpark in Schwerte hantierte ein Betrunkener Mann mit einer Pistole.

Im Stadtpark in Schwerte hantierte ein Betrunkener Mann mit einer Pistole. © Bernd Paulitschke

Am Samstagnachmittag meldeten sich zwei 14 und 16 Jahre alte Jugendliche auf der Polizeiwache in Schwerte. Sie berichteten, dass sie gegen 16.45 Uhr im Stadtpark von einem Mann angesprochen worden seien, der anschließend mit einer Pistole hantiert habe. Der Mann habe die Waffe auch auf die beiden Jugendlichen gerichtet.

Gute Personenbeschreibung half Polizei

Die beiden jugendlichen Zeugen konnten den Mann sehr gut beschreiben. Die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagenbesatzungen aus Schwerte und Unna im Stadtpark an. Aufgrund der Personenbeschreibung war der Mann auch schnell entdeckt. Es handelt sich nach Angaben der Polizei um einen 43-Jährigen aus Unna, der alkoholisiert war. In seiner Bauchgürteltasche fanden die Beamten eine Pistole und einen Schlagring. Die Pistole war allerdings nur eine PTB-Waffe. Bei diesen Waffen handelt es sich zumeist um Pistolen, mit denen man Reizstoff-, Schreckschuss- und Signalpatronen abschießen kann, ohne dass dabei Geschosse durch den Lauf getrieben werden.

Reizgas-Pistole sichergestellt

Dennoch gelten diese Waffen nicht als ungefährlich. Für das Führen einer PTB-Pistole benötigt man den sogenannten kleinen Waffenschein, den der Mann aber nicht besitze, so die Polizei. Die Pistole und der verbotene Schlagring wurden sichergestellt. Aufgrund der Alkoholisierung wurde dem Mann auf richterliche Anordnung eine Blutprobe entnommen.

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Er wurde zur Ausnüchterung ins Gewahrsam der Polizeiwache Unna eingeliefert, von wo aus er mittlerweile auf richterliche Anordnung wieder entlassen wurde. Gegen ihn werde weiter wegen Bedrohung, Nötigung und der Verstöße gegen das Waffengesetz weiter ermittelt.

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