Billig-Energiepass auch in Schwerte

SCHWERTE Was viele Kunden freut, kritisieren vor allem Ingenieure, die Energiebedarfsausweise erstellen. Bereits als die Dortmunder Stadtwerke mit ihrem günstigen Energiepass auf den Markt kamen, hagelte es Proteste.

09.05.2008, 19:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Überlegungen gab es schon länger, jetzt bieten auch die Schwerter Stadtwerke den Billig-Energiepass an. Was viele Kunden freut, kritisieren vor allem Ingenieure, die Energiebedarfsausweise erstellen. Bereits als die Dortmunder Stadtwerke mit ihrem günstigen Energiepass auf den Markt kamen, hagelte es Proteste.

Verbrauch dokumentieren

Ab dem 1. Juli müssen Eigentümer von Wohngebäuden, die vor 1965 errichtet wurden, bei jedem Verkauf oder Mieterwechsel den Energieausweis dem Käufer oder Mieter auf Verlangen vorlegen. Bei Wohngebäuden, die nach 1965 gebaut wurden, ist dieser Termin der 1. Januar 2009. Im Energieausweis wird der ermittelte Energieverbrauch des jeweiligen Gebäudes dokumentiert und einheitlich bewertet. Das stellt die Grundlage dar, um Gebäude miteinander vergleichen zu können. Ab 1. Juli 2009 werden von dieser Ausweispflicht auch Nichtwohngebäude betroffen sein. Selbst genutzte Einfamilienhäuser oder Wohnungen, die in absehbarer Zeit nicht verkauft werden, brauchen keinen Energieausweis.

Verschiedene Pass-Arten

Zwei verschiedene Arten des Energiepasses werden unterschieden. Der Energieverbrauchsausweis basiert allein auf den Verbrauchsdaten der vergangenen drei Jahre. Gebäudetechnische Details werden nicht erfasst, dass jeweilige Nutzerverhalten beeinflusst die Ergebnisse der Berechnungen.

Nur Fachleute erstellen Energiebedarfsausweis

Der Energiebedarfsausweis demgegenüber beruht auf einem deutlich aufwändiger rechnerisch ermittelten Wert nach einheitlichem Bewertungsverfahren. Bei dieser Ausweisvariante haben neben dem reinen Energieverbrauch auch die Gebäudehülle und die Anlagentechnik Einfluss, zum Beispiel solarthermische Anlagen. Dieser Ausweis kann nur von speziellen Fachleuten erstellt werden. Er kostet allerdings dafür auch ab 250 Euro aufwärts. „So ein Test empfiehlt sich besonders dann, wenn man nicht nur den gesetzlichen Anforderungen genügen will, sondern auch Schwachstellen am Gebäude herausfinden möchte“, so Stadtwerke Geschäftsführer Michael Grüll. Die Ausweise werden übrigens immer für eine Gesamt-Immobilie ausgestellt, ein Nachweis, zum Beispiel nur für einzelne Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, ist nicht möglich.

 

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