Der Bus nach Hörde kann an zwei Wochenenden nicht über die komplette Strecke fahren. © Reinhard Schmitz
Ausbau B236

Brückenbaustelle am Freischütz: Kein Durchkommen für den Bus-Verkehr

Von der Vollsperrung der Hörder Straße wegen der Brückenbaustelle am Freischütz sind auch die Busse der DSW21 betroffen. Fahrplanexperten tüfteln an einer Lösung für die beiden Wochenenden.

Zur Halloween-Party nach Dortmund? Dann sollten Gruselfans aber zusehen, dass sie den letzten Zug nach Schwerte zurück bekommen. Denn die Heimfahrt mit dem Nachtexpress der Dortmunder Stadtwerke (DSW21) wird nicht möglich sein.

Er ist genauso wie die beiden tagsüber zwischen Schwerte und Dortmund-Hörde verkehrenden Buslinien 430 und 435 von der Brückenbaustelle an der B236 in Höhe des Waldrestaurants Freischütz betroffen. Dort sperrt die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) am letzten Oktober- und am ersten Novemberwochenende beide Fahrtrichtungen jeweils von Freitagabend bis Montagmorgen.

Busse aus Dortmund fahren nur bis zum Schwerter Wald

Die Fahrplanexperten bei der DSW21 bereiten sich auf diese unfreiwillige Störung vor. „Sie sind in der Planung“, erklärte Frank Fligge, der Leiter der Unternehmens-Kommunikation, am Montag (18.10.) auf Anfrage. Eine ausführliche Information kündigte er zwar erst für die nächsten Tage an.

Aber ein paar Eckpunkte konnte er schon sagen: „Die Linien 430/435 und der Nachtexpress von Dortmund aus werden nur bis zur Haltestelle Schwerter Wald fahren.“ Das heißt, an der Kreuzung mit der Wittbräucker Straße ist Endstation, wo die Wagen wieder umdrehen. Denn eine Umleitung über den Höchsten und Holzen nach Schwerte würde soviel Zeit verlangen, dass sie nicht umsetzbar wäre.

Als vor zwei Wochen die beiden Seitenteile der neuen Fußgängerbrücke aufgelegt wurden, konnten die Busse und der übrige Verkehr auf der B236 unbehelligt weiterfahren. Das ist beim Mittelstück nicht möglich.
Als vor zwei Wochen die beiden Seitenteile der neuen Fußgängerbrücke aufgelegt wurden, konnten die Busse und der übrige Verkehr auf der B236 unbehelligt weiterfahren. Das ist beim Mittelstück nicht möglich. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Doch auch an ihre Schwerter Kunden hat die DSW21 gedacht. „In Schwerte wird es auf jeden Fall einen Pendelverkehr Richtung Freischütz geben – so weit wir kommen“, erklärte der Unternehmenssprecher. Dafür werde man entweder einen Kleinbus oder ein Taxi einsetzen.

Das restliche Stück durch den Schwerter Wald bis an den Ortseingang von Berghofen dagegen muss an den betroffenen Tagen eine vom Öffentlichen Personennahverkehr freie Zone bleiben.

Deges geht bewusst dem Berufsverkehr aus dem Weg

Die erste Sperrung der Hörder Straße am Freischütz hat die Deges für den Zeitraum von Freitag, 29. Oktober, um 20 Uhr bis Montag, 1. November, um 5 Uhr angekündigt. Während dieser Phase soll dort die alte Fußgängerbrücke über die B236 abgerissen werden, die für den laufenden vierspurigen Ausbau zu eng wäre.

Am Wochenende darauf soll das schwere, stählerne Mittelteil ihrer Nachfolgerin mit Kränen zwischen die bereits fertiggestellten Rampen gelegt werden. Dazu ist noch einmal eine Vollsperrung nötig, und zwar vom Freitag, 5. November, um 20 Uhr bis zum Montag, 8. November, um 5 Uhr.

Mit den Arbeiten an den Wochenenden will man auch dem Berufs- und Schülerverkehr aus dem Weg gehen, um die Behinderungen so gering wie möglich zu halten.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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