Bunter Umzug in Schwerte: Tempelfest der Hindus

Fotos vom Umzug

Ein schweres Gebilde aus Holz, Federn und Schmuck steht im Mittelpunkt. Männer mit nackten Oberkörpern wiegen eine Statue der Göttin Sri Kanakathurka Ampal auf ihren Schultern über die Straßen von Schwerte. Hier geht es zu den Fotos vom Tempelfest, dem höchsten Feiertag des Sri Kanakathurka Ampal Alayam Vereins.

SCHWERTE

, 30.07.2017, 17:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bunter Umzug in Schwerte: Tempelfest der Hindus

Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.

Aus vielen Städten sind die Menschen gekommen, um am Fest teilzunehmen. Autos aus Dortmund und Duisburg, aus dem Ennepe-Ruhr- und dem Märkischen Kreis stehen in der Gegend des Tempels.

Aus dem kleinen Hinterhof in der Robert-Koch-Straße dröhnt am Sonntagmorgen ein befremdliches Stimmengewirr, das von lauten Trommelklängen umspielt wird. „Die Menschen beten heute zu ihrem Gott. Die Wünsche können verschiedenster Art sein. Manche beten um Gesundheit, andere dafür, dass sich ihr Kinderwunsch erfüllt“, erklärt Subramaniam Thevarasa, Moderator der Gemeinde.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Hinduistisches Tempelfest in Schwerte 2017

Beeindruckend bunt ist es: das Tempelfest in den Straßen Schwertes. Am höchsten Feiertag des Sri Kanakathurka Ampal Alayam Vereins wird eine Statue der Göttin Sri Kanakathurka Ampal getragen. Ein farbenfrohes Fest, zu dem viele Besucher aus vielen Orten kamen.
30.07.2017
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Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Der Höhepunkt des Tempelfestes der Hindus ist der Umzug.© Foto: Bernd Paulitschke
Schlagworte Schwerte

Dicke Metallhaken in den Rücken gebohrt

Um kurz vor halb 12 setzt sich der Zug in Bewegung. Frauen mit milchgefüllten Silbergefäßen und Feuerschalen gehen voran. Dann folgen die sogenannten Kavadi-Tänzer. Ihre Rücken sind von dicken Metallhaken durchbohrt, die an festen Seilen hängen. Auch ihre Wangen sind durchstochen von Silberschmuck. Auf den Schultern tragen sie ein mit Federn geschmücktes Holzgerüst.

Wie wilde Stiere stürmen sie durch die Massen der Zuschauer, im Zaum gehalten von ihren Bändigern, die immer wieder an den festen Seilen reißen, um sie zu zähmen. Der ekstatische Blick der Tänzer geht durch die Menschen hindurch. „Die Männer versetzen sich durch Gebete in einen Trance-Zustand und stehen dann unter Gottes Segen. Deswegen bluten sie auch nicht und spüren auch keine Schmerzen“, erklärt Kabi Sachithan. Der junge Mann ist extra aus Kassel angereist. Seit seiner Kindheit besucht er das Fest in Schwerte.

Diese Kasteiungen sind eine Möglichkeit, der Gottheit seine Wünsche zu überbringen. „Auch die Frauen mit den Milch- oder Feuerschalen sowie die Menschen, die den Gott tragen, haben bestimmte Wünsche, die sich im kommenden Jahr erfüllen sollen“, erklärt Sachithan weiter.

Eine fremde Welt - Schwerterin: "Ich finde das toll"

Der Zug hat inzwischen die Märkische Straße erreicht. Die bunten Kleider der Frauen und die schillernde Gottes-Statue bilden einen starken Kontrast zu den Rauputz-Wänden der an der Straße liegenden Mehrfamilienhäuser. Der leichte Feuergeruch und der chorale Singsang verstärken das Bild einer uns fremden Welt, die ihre Vielfalt auf die Schwerter Straßen trägt. „Ich finde das toll. Ich lebe schon lange in Schwerte, habe es aber nie geschafft, das Fest mal zu besuchen. Die Menschen hier wirken auch nicht so bierernst wie in der Kirche“, sagt Eva Hamann.

Die Stimmung unter den rund 1000 Menschen ist ausgelassen. Während die Kavadi-Tänzer den Tross in ihrer ganzen Wildheit weiter anführen, lachen die Gläubigen viel und konzentrieren sich nun auf die Gottesstatue, der sie immer wieder betend die Hände entgegenstrecken. Wie auf einem roten Teppich wird sie, von Kameras umringt, weiter um den Tempel herumgeführt. „Sie soll ihre Umgebung kennenlernen und so die Fehler und Vergehen des vergangenen Jahres ausgleichen“, sagt Suntharalingam Gobinaath von der Schwerter Gemeinde.

Zehn Tage dauert das Glaubens-Fest insgesamt, das Schwerte einmal im Jahr in eine bunte Welt des Glaubens verwandelt.

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