CDU fordert mehr Platz für Außengastronomie - Stadt findet das unnötig

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Die Gastronomie leidet noch immer unter Corona. Die CDU will deshalb die Fläche für Biergärten erweitern. Der entsprechende Antrag sei gegenstandslos, urteilt die Stadt und begründet das.

Schwerte

, 01.07.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mehr Außenflächen für die Gastronomiebetriebe in Schwerte fordert die CDU-Fraktion in einem Antrag an Bürgermeister Dimitrios Axourgos. Diese seien eine Erleichterung für Gastronomen, die aufgrund der Corona-Pandemie und trotz der bisherigen Lockerungen wirtschaftlich gesehen Hilfe brauchen, eine Unterstützung.

Sicherheitsabstände sorgen für weniger Tische

Außerdem würde diese Maßnahme dazu beitragen, die Innenstadt belebter und somit attraktiver zu machen. Die Sicherheits- und Hygienevorschriften, die dafür sorgen, dass weniger Tische für Gäste zur Verfügung stehen, bewirken bei Gastronomiebetrieben, dass dementsprechend weniger Gäste Platz finden. Eine erhöhte Anzahl an Tischen - unter Einhaltung der Mindestabstände - könne nur erfolgen, wenn die Außengastronomie ausgebreitet wird.

Klar sei aber, dass die Ausweitung der Außengastronomie nur dort möglich sei, wo keine Flucht- oder Rettungswege zugestellt würden und keine Markthändler- und beschicker beeinträchtigt würden.

Stadt Schwerte hat Antrag geprüft und als „gegenstandslos“ eingestuft

Die Stadt Schwerte hatte im Vorfeld bereits angekündigt auf die Gebühren der Außengastronomie in 2020 zu verzichten. Pressesprecher Ingo Rous sagt gegenüber der Redaktion: „Bei Antragstellung von Gastronomen ist überdies in Aussicht gestellt worden, auch die Fläche der Außengastronomie zu erweitern.“

Geprüft werde, ob Rettungswege oder andere Belange einem Antrag widersprechen. Bisher haben das Café Herrlich und das Lo‘Canta Anträge gestellt. Diese wurden mündlich genehmigt. Weitere Anträge auf Vergrößerung der Außengastronomie sind nicht eingegangen. Der Wunsch der CDU wurde somit bereits von der Verwaltung umgesetzt und „als gegenstandslos betrachtet“.

Ausweitungen der Außenbereiche nicht überall möglich

Allerdings gäbe es noch einen anderen Weg, um Gastronomen im Außenbereich unter die Arme zu greifen, denn es gibt Außengastronomiebetriebe bei denen es einfach nicht möglich ist, den Außenbereich auszuweiten. Das ist bei Sylvia Schülke von der Gaststätte Zur Waage am Postplatz der Fall. Hier begrenzen Bürgersteig und Radweg diese Möglichkeit.

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Hier würde eine Verlängerung der Öffnungszeiten von Außengastronomien, die durch die Städte und Kommunen selbst bestimmt werden, den Gastronomen zu Gute kommen. Diese Idee hatte bereits Hasan Er von Lo‘Canta und stellte einen solchen Antrag bei Bürgermeister Dimitrios Axourgos. Ingo Rous, Pressesprecher der Stadt Schwerte, hatte damals, 5. Juni, den Eingang des Antrags gegenüber der Redaktion bestätigt.

Auf eine erneute Anfrage der Redaktion zum Stand der Bearbeitung des Antrags von Hasan Er heißt es am Dienstag, 30. Juni, dass der Antrag noch offen und in Bearbeitung sei.

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