CDU-Chef und Unternehmer Schrezenmaier betont: „Schwerte ist keine Einkaufsstadt“

rnCDU-Neujahrsempfang

Schwerte ist keine Einkaufsstadt. Braucht man tatsächlich die neue Sportanlage in Wandhofen? Der Bürgermeister betreibt Angstmacherei. Beim Neujahrsempfang der CDU gab es deutliche Worte.

Schwerte

, 22.01.2020, 13:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Kommunalwahlkampf hat begonnen. Während die SPD bei ihrem Jahresempfang vergangene Woche eher Verhalten reagierte, eröffnete die CDU bei ihrem Neujahrsempfang am Dienstagabend in der Rohrmeisterei den Kommunalwahlkampf 2020.

Als Gastredner hatte man sich den Hammer Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann eingeladen. Für die Akzente sorgten aber die lokalen Akteure.

CDU-Chef und Unternehmer Schrezenmaier betont: „Schwerte ist keine Einkaufsstadt“

© Heiko Mühlbauer

„Diplomatie ist nicht immer angebracht und nicht unbedingt meine Stärke“, eröffnete Schwertes CDU-Vorsitzender Egon Schrezenmaier seine Rede. Und der Satz war programmatisch für das, was folgen sollte.

Schwerte ist keine Einkaufsstadt

Zum Thema Entwicklung und Leerstände in der Innenstadt erklärte der CDU-Chef: „Ich bin der Meinung, dass wir uns endlich von dem Gedanken einer Einkaufsstadt verabschieden sollten, hierfür keine Kräfte mehr bündeln und stattdessen den Fokus auf eine liebenswerte Wohnstadt mit guten Einkaufsmöglichkeiten setzen sollten.“ Dafür müsse man die engagierten Einzelhändler mehr unterstützen.

Braucht man die neue Sportanlage in Wandhofen?

Die Stadt möchte gerne das FAB-Gelände und den Schützenhof sowie den Sportplatz in Wandhofen für Wohnungsbau und Infrastrukturprojekte verkaufen und dafür in Wandhofen eine neue Sportanlage für VfL und TuS Wandhofen bauen. Ob die wirklich dringend notwendig sei, müsse man sich fragen. Angesichts der Schwierigkeiten Schiedsrichter zu finden und Vorkommnissen wie beim A-Jugend-Turnier der Stadtmeisterschaften müsse man sich fragen, ob es da dann noch Veranstaltungen gebe. Bauen wir da einen Platz, auf dem später niemand mehr spielt?

Zum Thema Kommunikation in der Politik

Und in Richtung SPD und Haushalt ging es weiter: „Liebe SPD, machen sie eine ordentliche Politik. Es darf nicht sein, dass der Bürgermeister seine Wahlversprechen auf Kosten der Allgemeinheit verwirklicht.“

Zum Thema Steuererhöhungen

Es sei nicht so, dass die CDU nicht ausführlich über den Haushalt diskutiert habe. Und man habe den Haushalt nicht abgelehnt, sondern die Diskussion gestoppt.

Denn mit den Christdemokraten sei nicht alles zu machen. Zum Beispiel keine Steuererhöhungen. Dass die vorerst nicht anstehen, hatte vor Wochenfrist auch Bürgermeister Dimitrios Axourgos beteuert. Von dem forderte Schrezenmaier „mehr zielführende und offene Kommunikation zum Wohle der Stadt.“

Zum Thema Haushaltsdebatte

„Mit der Verschiebung unseres Haushalts, und dies aus gutem Grund, haben wir für rege Diskussionen gesorgt. Dass durch diese Verschiebung viele Dinge in unserer Stadt nicht mehr möglich sind, dass gar Verwaltungshandeln eingeschränkt wäre, Abteilungen in der Verwaltung nur noch mit halber Kraft arbeiten könnten und sogar Mitarbeiter sich anders orientieren würden, übrigens, das ist ein Satz aus Ihrer Rede vom vorigem Freitag, Herr Bürgermeister, ist schlichtweg eine Unverschämtheit und Angstmacherei Ihrer Partei an unsere Bürger“, so Schrezenmaier.

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Woran es beim Haushalt hakt

Nach dem die Haushaltsdebatte im vergangenen Jahr durch Beschluss von CDU, Grünen und FDP ausgesetzt wurde, stand natürlich auch die Frage, wie es mit dem städtischen Etat weitergeht, auf der Tagesordnung.

CDU-Fraktionschef Marco Kordt nannte die drei Punkte, die man am 28. Januar bei der Sondersitzung des Rates klären will, um dann doch einen Haushaltsentwurf für das laufende Jahr zu verabschieden. Für den Plan die Sportanlagen am Schützenhof und in Wandhofen, sowie das alte FAB-Gelände für Bauvorhaben zu verkaufen und in Wandhofen eine neue Sportanlage zu bauen, fordere man eine Wirtschaftlichkeitsberechnung. „Bei entsprechender Wirtschaftlichkeit könne man sich durchaus vorstellen, am FAB-Gelände sehr zeitnah zu bauen, so Kordt.

Außerdem fordere man ein kurzfristiges Konzept für den Ausbau der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule und eine Erhöhung des Ansatzes für die Straßenreparatur auf 500.000 Euro.

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