Corona in Schwerte: Anstieg auf 68 Fälle – Warnung der Hausärzte – Ruhe im Krankenhaus

Chronologie und Zusammenfassung

Wann passierte was? Wann gab es den ersten Corona-Fall in Schwerte? Wann bereitete man sich wie vor? Wann wurde öffentliches Leben eingeschränkt? Die Chronologie von Ende Januar bis heute.

Schwerte

, 26.03.2020, 13:47 Uhr / Lesedauer: 16 min
Neue Wege gehen und sich nicht direkt treffen – das gilt auch im Marienkrankenhaus in Schwerte. Die Krankenwageneinfahrt wurde umgebaut zu drei getrennten Eingängen für Mitarbeiter, Coronafälle und normale Sprechstunden-Patienten.

Neue Wege gehen und sich nicht direkt treffen – das gilt auch im Marienkrankenhaus in Schwerte. Die Krankenwageneinfahrt wurde umgebaut zu drei getrennten Eingängen für Mitarbeiter, Coronafälle und normale Sprechstunden-Patienten. © Reinhard Schmitz

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Zahl der Corona-Infizierten in Schwerte hat sich seit Samstag nicht erhöht. Es gibt 68 nachgewiesene Corona-Infektionen (Stand Montag, 6. April, 15 Uhr). Schwerte ist nicht mehr die am stärksten betroffene Stadt im Kreis Unna. Das ist jetzt die kleine Gemeinde Fröndenberg, wo mittlerweile 90 Corona-Infizierte gemeldet werden.
  • Es bleibt in Schwerte auch bei einem Toten. Der Patient war am 2. April an Covid-19 gestorben.
  • Kreisweit werden bislang 9 Verstorbene gemeldet, fast die Hälfte davon in Fröndenberg. 105 Personen (+67) gelten als gesundet.
  • Federführend für den Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Virus hier: das Gesundheitsamt des Kreises Unna, das online aktuelle Infos anbietet.
  • In Schwerte, im Kreis Unna, im ganzen Land sind Veranstaltungen und Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen bis auf weiteres abgesagt und verboten. Das gilt auch für Gottesdienste und andere religiöse Zusammenkünfte. In Schwerte gilt das Veranstaltungs-Verbot bis 1. Mai, im ganzen Land das Zusammenkunfts-Verbot bis 20. April.
  • Der Schulbetrieb ist auch in Schwerte noch bis mindestens 19. April ausgesetzt. Auch die Kitas sind seit 16. März dicht. Seitdem gibt es Notbetreuung maximal für Kinder von Ärzten, Krankenschwestern, Polizisten, Feuerwehrleuten oder anderen Erwachsenen, die zwingend gebraucht werden zur Aufrechterhaltung der Ordnung im Land.
  • Coronavirus-Hotlines: NRW-Gesundheitsministerium 0211/91191001, Bundesgesundheitsministerium: 030/346465100 und 0800/0117722, Kreis Unna 0800/1020205 (Mo. bis Fr. 10 bis 14 Uhr).

Corona in Schwerte – die Chronologie

Was passierte wann in welchem Bereich des Lebens in Schwerte? Hier die Chronologie zum Thema Corona.

6. April, Zahl der Infizierten in Schwerte steigt weiter: Mittlerweile sind 68 Menschen aus Schwerte positiv auf den Coronavirus getestet. Das sind 5 mehr als am Sonntag. 377 nachgewiesen Inifizierte gibt es insgesamt im Kreis Unna, 12 mehr als noch am Sonntag. Nur 32 von ihnen sind stationär in Krankenhaus-Behandlung (Vortag: 35). Der Rest befindet sich in häuslicher Quarantäne.

6. April, Marienkrankenhaus schickt Mitarbeiter heim: Es ist die Ruhe vor dem Sturm im Marienkrankenhaus. In vielen Abteilungen ist gerade weniger zu tun als üblich, auch weil nur die wirklich dringenden Dinge derzeit erledigt werden. Die Folge: Einige Mitarbeiter werden erst einmal nach Hause geschickt.

6. April, Hausärzte sorgen sich um Nicht-Corona-Patienten: Viele Patienten trauen sich nicht zu den Hausärzten, wohl auch aus Sorge vor Corona. Das haben zumindest einige Mediziner aus Schwerte so beobachtet. Sie warnen: Wer in normalen Zeiten dringend zum Arzt müsse, für den gelte das aus jetzt. Denn viele Behandlungen könnten nicht warten, bis die Virus-Welle abgeebbt sei.

6. April, Wertstoffhof in Schwerte öffnet zumindest teilweise: Okay, Grünschnitt darf jetzt doch wieder weggebracht werden am Wertstoffhof in Schwerte. Diese Änderungen gibt es nun. Allerdings möchten die Verantwortlichen noch etwas hinzufügen.

5. April, Der Ergster Kaffeerösterei Crackpotcoffee macht ein Angebot für alle, die ihre Liebsten zu Ostern jetzt nicht besuchen können: Sie packt und liefert Osterkörbchen, die online bestellt werden können. Darin sind neben der eigenen Kaffeespezialität auch Blumen vom Gartencenter Pötschke und Ostergebäck von Bäcker Becker.

5. April, Sportler halten sich zuhause fit: Irgendwie muss man ja die Fitness halten. Viele Sportler aus Schwerte halten sich deshalb in den eigenen vier Wänden fit.

4. April, Kinder bemalen bunte „Hoffnungssteine“ und legen sie an Wegen in der Stadt aus. Mal zeigen sie einen bunten Regenbogen, mal Aufschriften wie „Alles wird gut“. Das soll den Findern eine Freude machen in dieser tristen Zeit.

4. April, Einige Eisdielen in der Schwerte und Hennen haben wieder geöffnet. Man darf zwar nicht wie früher an die Tischen in der Sonne sitzen, aber Außer-Haus-Verkauf zum Mitnehmen ist doch auch schon was. Manche bieten sogar einen Lieferservice nach Hause an.

3. April, erster Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19: Nach Informationen des Marienkrankenhauses ist am Donnerstag (2. April) der erste Mensch in Schwerte mit dem Coronavirus am Krankenhaus-Standort Goethestraße gestorben. Laut der Pressesprecherin des Kreises Unna, Constanze Rauert, handelt es sich um einen Mann vom Geburtsjahrgang 1944. Bürgermeister Dimitrios Axourgos teilt auf seiner Facebookseite mit, es dass der Verstorbene „zahlreiche Vorerkrankungen“ gehabt habe. Innerhalb der letzten Woche ist die Zahl der stationär aufgenommenen Patienten im MKS von 1 auf 11 gestiegen. Vier überwiegend ältere Patienten mit Vorerkrankungen mussten auf der Intensivstation behandelt werden.

3. April, Marienkrankenhaus-Chefarzt im Video-Interview: Wie ist die aktuelle Situation im Marienkrankenhaus? Wie steht es um die Beatmungsplätze? Womit rechnet der Chefarzt, wie geht die Corona-Krise weiter? Dr. Thomas Spahn antwortet darauf in unserem Video-Interview.

3. April, Polizei hat andere Einsätze als sonst: Weniger Einbrüche gibt es, erfreulicherweise auf weniger häusliche Gewalt als befürchtet. Die Polizei bemerkt auch, dass Corona das Leben in Schwerte auf den Kopf stellt. Und dass es einige Einsätze gibt, die vor wenigen Wochen noch nicht absehbar gewesen wären.

3. April, Video-Experten gehen mit eigener Fernbedienung zum Kunden: Wie repariert man einen Fernseher, wenn man nicht zu den Kunden darf? Was ist, wenn man in ein Seniorenheim muss? Bei Video Schmidt hat man einiges zu tun. Und immer Mundschutz und eigene Fernbedienung dabei.

2. April, Schwerter stellt Schutzvisiere im 3D-Drucker her: Trotz Coronavirus fehlt medizinischem Personal die Schutzausrüstung. Der Schwerter Christopher Schulze-Bentrop will helfen und hat spezielle Visiere entwickelt.

2. April, Einzelhändler liefern per Taxi: Wenn die Geschäfte geschlossen sind, kommen die Waren per Taxi ins Haus.

2. April, Großveranstaltungen im Mai abgesagt: Zumindest im Mai werden wir noch nicht in unser normales Leben zurückkehren. Immer mehr Veranstaltungen werden auch für den Wonnemonat abgesagt. Darunter sind nicht nur der Verkaufsoffene Sonntag und das Maifest in Westhofen...

1. April, Auf Schwertes Erdbeerfeldern fehlen die Arbeiter: Arbeitskräfte aus Polen dürfen nicht einreisen. Das trifft auch die Erdbeerbauern, auch die rund um Schwerte. Während Knut Schulze Neuhoff aus Garenfeld sich sorgt, was nun wird, sieht es Rudolf Stöver aus Dortmund-Holzen entspannter.

1. April, Corona verändert auch den Alltag in der JVA: Wie kann man eine Corona-Infektion in der JVA verhindern? Das hat in Ergste oberste Priorität. Und es gibt viele Maßnahmen: So sind Großteile des Sport-Angebots gestoppt. Auch an den Arbeitsplätzen für Inhaftierte in der JVA ruht alles derzeit. Zudem sind einige Gefangenen während der Corona-Zeit entlassen und müssen später den Rest ihrer Strafe absitzen.

1. April, Grünschnitt und Entsorgung ist wieder möglich: Der Wertstoffhof in Schwerte soll weiter dicht bleiben. Die Stadt reagiert jetzt, Sperrgut kann per Sperrgutkarte entsorgt werden. Am Samstag gibt es zudem eine Sammelstelle für Grünschnitt.

1. April, Schwerter Tafel öffnet wieder: Viele Helfer sind eingesprungen, sodass die Schwerter Tafel am Freitag wieder öffnen kann. Sie hatte schließen müssen, weil die Agentur für Arbeit als Corona-Vorsichtsmaßnahme einige Stellen hatte aussetzen müssen.

31. März, Schwerter Fallzahl steigt wieder um 3: 45 statt 42 Corona-Infizierte, das ist der aktuelle Stand für Schwerte. Kreisweit gab es einen immensen Anstieg – von 200 auf 235. Das liegt vor allem an 24 nachgewiesenen Erkrankungen in einem Heim in Fröndenberg. Nach dem Tod zweier Bewohner in den vergangenen Tagen hatte es dort viele Tests gegeben, und am Montag auch bittere Gewissheit, dass sich das Virus starb verbreitet hatte.

31. März, Marktthändler will Restaurant-Liste für Schwerte drucken lassen: Welche Gastronomie-Angebote gibt es trotz Corona-Krise? Deshalb wollen Markthändler Bernhard Holtmann, der selbst einen Fischstand auf dem Werner-Steinem-Platz betreibt, und seine Mitstreiter eine Broschüre erstellen und kostenlos verteilen, die alle Restaurants in Schwerte und Umgebung auflistet, die jetzt einen Liefer- oder Abholservice anbieten. „Wir übernehmen die Kosten für Druck und Gestaltung von mindestens 10.000 Flyern“, kündigt er an.

31. März, 24 Seniorenheim-Bewohner in Fröndenberg positiv: Eine Sprecherin des Kreises Unna hat soeben die Zahl der neuen Infizierten im Schmallenbach-Haus in Fröndenberg genannt: 24 Bewohner wurden positiv getestet. Bislang waren vier Infektionen bekannt, davon zwei mit tödlichem Ausgang. Ein 84-Jähriger und eine 84-Jährige mit Vorerkrankungen waren vorige Woche verstorben. Daraufhin wurden am Samstag weitere Bewohner getestet. Das Kreisgesundheitsamt hat deshalb heute in Abstimmung mit der Heimaufsicht des Kreises Unna die sofortige Quarantäne für die Einrichtung auf dem Hirschberg sowie das Schwesterhaus in der Innenstadt angeordnet.

31. März, Schwerter wissen nicht, wohin mit dem Abfall: Der Wertstoffhof ist geschlossen. Bleibt für viele Schwerter die Frage: Kann man den Grünschnitt und Vieles andere nicht an anderer Stelle entsorgen?

31. März, Bioladen eröffnet mit Geschenken für Kunden: Diese Geschenke passen zur Corona-Zeit. In der Schwerter Innenstadt hat der neue Bioladen eröffnet und zu diesem Anlass besondere Geschenke parat.

30. März, Dritter Todesfall im Kreis: Eine Frau aus Lünen (Jahrgang 1935) ist laut Kreis Unna der dritte Mensch, der an der Folge des Corona-Virus gestorben sei. Laut Gesundheitsbehörde litt die Frau „unter verschiedensten Vorerkrankungen und wurde am 21. März stationär in einem Krankenhaus aufgenommen, wo sie am 29. März verstarb.“ Bewohnerin einer Pflegeeinrichtung war sie demnach nicht.

30. März, 42 Fälle in Schwerte, 200 im Kreis Unna: Die Zahl der Corona-Fälle steigt langsam. Das gilt für Schwerte, wo sich die Zahl der nachgewiesen Infizierten von Sonntag bis Montag um 3 auf 42 erhöhte, aber auch für den gesamten Kreis (189 auf 200).

30. März, Apotheker begrenzen die Schmerzmittel-Menge: Alle wollen Paracetamol. Deshalb reagieren die Apotheker in Schwerte. Einige sagen: Mehr als eine Packung pro Kunde geben wir nicht raus. Nicht dass es irgendwann knapp wird.

30. März, Streit um Einkaufswagen sorgt für Polizeieinsatz: Er wolle ohne Einkaufswagen in den Edeka, aber das war nicht erlaubt. Am Ende dieses Streits, der sich um den Mindestabstand in Corona-Zeiten drehte, musste die Polizei ausrücken.

30. März, Therapeuten beschweren sich: Als Teil des Gesundheitssystems zählen auch Ergo- oder Physiotherapeuten zur kritischen Infrastruktur. Doch die fühlen sich gerade im Stich gelassen. Es fehlt nicht nur an Schutzausrüstung.

30. März, Keule bittet um virtuelles Trinkgeld: „Es reißt uns den Boden weg“, sagen die Betreiber der „Keule“ in der Schwerter Innenstadt. Deshalb sammeln sie jetzt virtuelles Trinkgeld, um die Corona-Zeit wirtschaftlich zu überleben.

30. März, Schüler zuhause, Lehrer auch: Wie klappt der Unterricht jetzt, da die Schulen geschlossen sind? Wie bleiben alle in Kontakt? Wir haben bei vier Lehrern der vier weiterführenden Schulen nachgefragt und eine Schülerin gebeten, uns einen Einblick in ihren Alltag zu geben.

29. März: Kontaktverbot zeigt seine Wirkung, viele Fotos. Ein Samstagmorgen in Schwerte - und das bei allerbestem Frühlingswetter. Doch an diesem Wochenende war die Ruhrstadt wie ausgestorben. Unser Fotograf war unterwegs und hat viele Eindrücke von leeren Straßen und Plätzen festgehalten.

29. März: Wer sorgt für die Hygiene im öffentlichen Raum? Alle achten auf Hygiene und Sicherheitsabstand. Aber wie sieht es eigentlich mit Gegenständen aus? Werden die Bildschirme und Bedienfelder an Geldautomaten regelmäßig desinfiziert? Wie sieht es mit EC-Geräten aus? Oder Ticketautomaten am Bahnhof?

28. März, Zweiter Todesfall, wieder aus dem Pflegeheim in Fröndenberg: Der Kreis Unna meldet einen zweiten Todesfall. Erneut handelt es sich um einen älteren Menschen, der zuletzt im Pflegeheim in Fröndenberg lebte. Erneut um einen Menschen mit Vorerkrankungen. Die 87-Jährige sei am Montag, 23. März, wegen ihres schlechten Allgemeinzustands in ein Mendener Krankenhaus eingeliefert worden. „Bei der Aufnahme war das erste COVID-19-Testergebnis zunächst negativ“, heißt es offiziell vom Kreis Unna: „Allerdings verschlechterte sich der Zustand der unter Vorerkrankungen leidenden und zur Risikogruppe mit den schweren Verläufen gehörenden Patientin mit Corona-typischen Symptomen akut. Deshalb wurde ein erneuter Abstrich vorgenommen.“ Am Freitag starb die Frau. „Das positive Testergebnis liegt dem Kreis seit dem 28. März vor“, so der Kreis Unna.

28. März, Pflegedienst aus Schwerte bittet um Mundschutz-Hilfe: Zu wenige Hygieneartikel – das macht nicht nur den Krankenhäusern zu schaffen. Auch der Schwerter Pflegedienst Jonuschies ist auf Mundschutz und Ähnliches angewiesen und bittet um Spenden. Wer noch Altbestände zuhause habe oder Zeit habe, Mundschutze zu nähen, könne sich unter 02304/981820 melden.

28. März, Corona und Kinder, die gerade trauern: Wenn wegen des Coronavirus keine persönliche Beratung stattfinden kann, drohen trauernde Kinder in ein tiefes Loch zu fallen. Der Leuchtturm e.V. in Schwerte hat an einer Lösung gearbeitet. Auch diese Lösung ist eine digitale.

28. März, Sparkasse rüstet sich für den großen Ansturm: Monatswechsel, das heißt in Banken und Sparkassen auch, dass mehr Kunden kommen. Die Schwerter Sparkasse hat reagiert und nur noch einen Eingang.

28. März, Antworten auf die Corona-Fragen unserer Leser: Darf ich zu meinem Partner in die Wohnung? Darf ich umziehen? Was ist erlaubt, was verboten? Wir haben die Details recherchiert und beantworten die Fragen unserer Leser.

27. März, Erster Corona-Toter aus dem Kreis Unna: Ein Fröndenberger (Jahrgang 1935), der am Mittwoch gestorben ist, hatte das Corona-Virus im Körper. Das erklärte der Kreis Unna am Freitag. Der Mann hatte einige Vorerkrankungen und gehörte zur Risikogruppe. Mitte März sei er in eine Fröndenberger Pflegeeinrichtung gekommen, am vergangenen Sonntag nach einem häuslichen Unfall dann in ein Mendener Krankenhaus, wo er am Mittwoch starb. Der Laborbefund kam am Freitag. „Die Gesundheitsbehörde des Kreises hat inzwischen in enger Abstimmung mit den betroffenen Einrichtungen alle notwendigen Schutzmaßnahmen getroffen bzw. eingeleitet“, heißt es vom Kreis: „Dazu gehören insbesondere die Ermittlung und Isolierung möglicher Kontaktpersonen und andere Schutz- und Hygienemaßnahmen.“

27. März, Gartencenter Pötschke trotzt dem Virus: Hygienemaßnahmen und Lieferservice – das Gartencenter Pötschke trotzt dem Coronavirus. Dort schickte man Mitarbeiter, die gefährdet sind, nach Hause. Dort traf man weitere Vorkehrungen. Dennoch will Chef Christian Pötschke den Betrieb aufrecht erhalten.

27. März, die Probleme im Hospiz Schwerte: Auch im Schwerter Hospiz sorgt Corona für viele Änderungen in den Abläufen. Denn die Abstandsregeln in der Corona-Krise und die Idee der Hospizarbeit passen nur sehr schwer zusammen. Und doch müssen Lösungen gefunden werden.

27. März, Theater Hagen hilft dem Marienkrankenhaus: Schutzmasken müssen her, auch im Marienkrankenhaus in Schwerte. Jetzt hat das Theater Hagen geholfen und 500 selbst angefertigte Masken gespendet.

26. März, Zahl der Fälle steigt von 31 auf 35: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen steigt immer weiter an. Am Donnerstag, 15 Uhr, meldete der Kreis Unna für Schwerte vier neue Fälle. So dass es in Schwerte bereits 35 Fälle gibt. Allerdings handele es sich bei nahezu allen, um Menschen, die sich in ihrem direkten meist familiären Umfeld angesteckt hätten, so Kreissprecherin Constanze Rauert. Die meisten Infizierten im Kreis Unna, insgesamt sind es jetzt 162, befinden sich in häuslicher Quarantäne. Die Zahl der Infizierten, die im Krankenhaus, also stationär, betreut werden, liegt am Donnerstag bei 25 Personen.

26. März, Keine Gebühren für Kita und Offenen Ganztag: Zumindest für den April erhebt die Stadt keine Gebühren für den Kita, die Tagespflege und die Betreuung an der Offenen Ganztagsschule (OGS). Das soll Eltern finanziell entlasten.

26. März, Schwerter Tafel muss schließen: Weil die Helfer aus dem Jobcenter wegfallen, kann die Schwerter Tafel ihren Betrieb nicht weiter aufrecht erhalten. Man hofft allerdings auf eine andere Lösung mit Freiwilligen – und dass man in der nächsten Woche doch wieder öffnen kann.

26. März, 12 Corona-Tests pro Tag in Schwerte: Nur zwei Stunden am Tag ist die Teststelle in der Notfallpraxis am Marienkrankenhaus (Goethestraße) offen. Doch es gibt genug zu tun. Am Mittwoch beispielsweise machte man 12 Tests. Und man erklärt, was Menschen machen müssen, bevor sie getestet werden.

26. März, Arztpraxis muss wegen Corona schließen: Gerade jetzt, wo es so viel zu tun gibt für die Ärzte, gibt es in Schwerte eine Praxis weniger. Dort gab es einen Corona-Fall, der zunächst nicht als solcher erkannt wurde. Deshalb darf man gerade nicht öffnen.

26. März, Supermärkte schließen jetzt früher: Einige Supermärkte in Schwerte reagieren mit kürzeren Öffnungszeiten auf die Corona-Krise. Es gibt gute Argumente für einen früheren Schließtermin, allerdings auch gute dagegen.

25. März, erste Covid-19-Fälle im Marienkrankenhaus: Ganz andere Arbeitsabläufe, ganz neue Sicherheitsvorkehrungen – im Marienkrankenhaus Schwerte sind die Auswirkungen des Corona-Virus bereits Alltag. Auch die ersten an Covid-19 erkrankten Patienten werden bereits behandelt. Und man erwartet weitere.

25. März, Zeitraffer-Video von der leeren Innenstadt: Kaum Menschen in der Schwerter City, die meisten Läden sind geschlossen. Wir haben ein Zeitraffer-Video aufgenommen, das diesen Zustand festhält.

25. März, Alternativen zum Toilettenpapier sind keine: Kein Toilettenpapier da, also nimmt man Taschentücher, Küchenrollen oder Ähnliches? Keine gute Idee, wie die Fachleute von der Wasseraufbereitung wissen.

25. März, sieben neue Fälle und die Notfallpraxis schließt. Die Hausärztliche Notfallpraxis im Pfarrer Stelzner Haus bleibt vorerst geschlossen. In die Räume ist die Teststelle für Corona-Infektionen eingezogen. Außerdem meldet der Kreis sieben neue Infektionen. In Schwerte sind damit 31 Fälle nachgewiesen im gesamten Kreis Unna sind es jetzt 146.

25. März, Bioladen in der Innenstadt will trotzdem öffnen: Wird der Bioladen in der Schwerter Innenstadt wegen Corona später eröffnen? Die Chefin sagt: Nein, der Zeitplan steht weiterhin.

25. März, Musiker finden kreative Wege: Keine Konzerte wegen Corona? Kein gemeinsames Singen mehr? Einige Musiker aus Schwerte finden kreative Wege, weiterhin ein Publikum zu finden.

25. März, wirtschaftliche Auswirkungen: Was macht Corona mit der Wirtschaft im Kreis Unna. Eine erste Schätzung: Tausenden droht Hartz IV.

24. März, Beerdigungen sind auch komplizierter:
Eine normale Beerdigung wie noch vor einigen Wochen ist nicht mehr möglich. Zu streng sind die Auflagen, dass Menschen nicht aufeinandertreffen dürfen. „Man muss einfallsreich sein“, sagen die Fachleute und Trauernden.

24. März, Zahl der Neuinfizierten leicht erhöht. Es gib drei nachgewiesene neue Infektionen mit Corona in Schwerte. Das teilte das Gesundheitsamt mit. Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten steigt kreisweit weiter. Dem Gesundheitsamt sind 16 neue Fälle gemeldet worden. Weiter mehr als ausgelastet sei das Infotelefon, so der Kreis. Hier werden inzwischen nicht nur Fragen rund um das Virus gestellt und beantwortet. Die Mitarbeiter erhalten zunehmend auch Fragen zu Finanzen, Familie, Arbeitsplatz oder Wohnen und verweisen hier auf die anderen, jeweils zuständigen Stellen. Ein Liste mit häufig gestellten Fragen findet man auf der Homepage des Kreises. Die werde auch ständig ergänzt.

24. März, Sanitätshaus eröffnet in der Innenstadt: Fast alle Läden schließen, aber das Sanitätshaus Tingelhoff öffnet wie geplant. Sanitätshäuser gehören zu den wenigen Geschäften, die noch die Grundversorgung gewährleisten dürfen. Dennoch gibt es bei Tingelhoff an der Bahnhofstraße – im ehemaligen Brand-Vital-Laden – einige Anti-Ansteckungs-Maßnahmen.

24. März, Schwerter (82) erlebte Quarantäne im Urlaub: „Man fühlte sich wie in einem Käfig“, sagt ein 82-Jähriger aus Schwerte. Im Ägypten-Urlaub durfte er Zimmer und Hotel nicht verlassen. Auf der Rückreise im Flugzeug saßen dann aber alle nebeneinander.

23. März, Bürgermeister mit Tag 1 zufrieden: Der erste Tage der verschärften Corona-Verordnung lief in Schwerte zufriedenstellend ab. Im Video-Interview zog Bürgermeister Dimitrios Axourgos ein positives Fazit, Die meisten Schwerter hielten sich an die Gebote. Neue Fälle gab es auch nicht. Freitag wurden zuletzt vom Kreis neue bestätigte Infektionen gemeldet.

22. März, Treffen von mehr als zwei Menschen verboten:
Private Treffen von mehr als zwei Menschen, die nicht zusammen wohnen, nicht direkt verwandt sind oder sich betreuen müssen, sind verboten. Das gilt ab Montag, 23. März, in ganz NRW. Auf Facebook erklärt Schwertes Bürgermeister Dimitrios Axourgos: „Es drohen hohe Geld- und Freiheitsstrafen. Die Verwaltung wird sich mit der Verordnung eingehend beschäftigen und die Umsetzung kontrollieren.“ Das Land NRW erklärt, die Strafe solle mindestens 200 Euro betragen.

22. März, kein weiterer neuer Fall: Es bleibt bei 21 Corona-Fällen in Schwerte. Das geht aus den Zahlen hervor, die der Kreis Unna am Sonntag veröffentlichte. Während es in Lünen, Selm, Fröndenberg und Kamen neue Meldungen gibt und während die Zahl somit kreisweit von 93 auf 98 steigt, sind die Zahlen für die anderen Städte stabil. Allerdings heißt es von Experten: Das könne auch an weniger Tests und Übermittlungen am Wochenende liegen.

22. März, mehrere Appelle der Stadt Schwerte: „Ganz sicher kein Grund zur Entwarnung“ – so kommentiert Schwertes Bürgermeister Dimitrios Axourgos die gleichgebliebene Zahl von 21 Corona-Fällen in Schwerte. Auf Facebook schreibt er: „Die Devise für alle lautet weiterhin: Kontakte vermeiden, Abstand halten, Hygiene beachten, Vernunft walten lassen, solidarisch sein! Heute entscheidet sich auf Bundesebene, ob es eine allgemeine Ausgangssperre oder andere Maßnahmen geben wird, die wir vor Ort umsetzen.“ Derweil heißt es aus dem Jugendamt: „Eltern, deren Kinder zurzeit keinen Anspruch auf eine Betreuung in den Notgruppen einer städtischen Kindertageseinrichtung haben, sollen weder am Arbeitsplatz noch im privaten Bereich Kinderbetreuungsgruppen bilden.“

22. März, Tierheim Schwerte: Hunde und Katzen können sich weder anstecken mit Corvid-19 noch können sie das Virus übertragen. Dennoch: Auch im Tierheim Schwerte ist in der Corona-Krise alles anders. Die Öffnungszeiten sind quasi ausgesetzt. Wer ein Anliegen hat, soll nicht einfach hinfahren, sondern vorher anrufen und sich ankündigen, unter (02304) 61249 oder info@tierheim-schwerte.de. Die Sorge: Wenn sich Mitarbeiter anstecken würden, wer soll dann weiter die Tiere versorgen? Der Pensionsbetrieb ist derweil eingestellt.

22. März, Marienkrankenhaus sucht Helfer: Die Zahl der Patienten mit Covid 19-Infektionen steigt kontinuierlich an. Keiner weiß genau, wie sich die Situation entwickelt. Deshalb bereitet man sich im Schwerter Marienkrankenhaus auf viele Eventualitäten vor. Unter anderem sucht man Helfer mit medizinisch-pflegerischem Hintergrund, die in Notfällen einspringen könnten. Melden kann man sich per E-Mail.

21. März, Zahl der Fälle erneut gestiegen: 21 Fälle gebe es in Schwerte jetzt, 2 mehr als einen Tag zuvor. Das geht aus den aktuellen Zahlen hervor, die der Kreis Unna am Samstagnachmittag veröffentlichte. In keiner anderen Stadt im Kreis gibt es mehr Fälle. Insgesamt stieg die Zahl der Corona-Erkrankten von 83 auf 93. DIe Werte der anderen Städte: Bergkamen 13, Bönen 1, Fröndenberg 3, Holzwickede 4, Kamen 2, Lünen 11, Schwerte 21, Selm 18, Unna 13, Werne 7.

21. März, Kitas und OGS: Alle Kräfte, die unverzichtbar sind, werden gebraucht. Deshalb ist es wichtig, dass es eine Betreuung für ihre Kinder gibt. Und deshalb wiederum gibt es einige Änderungen in ganz NRW, die Schwerte auch direkt umsetzt: Ab sofort reicht es, wenn ein Elternteil als Ärztin, Kranken- oder Alternpfleger, als Polizistin, als Feuerwehrmann arbeitet oder anderweitig als „Schlüsselperson gilt, die in der kritischen Infrastruktur tätig ist“. Zudem gilt ab 28./29. März und auch durch die Osterferien: Die Not-Betreuung für alle Mädchen und Jungen bis einschließich Klasse 6 läuft durch.

21. März, Restaurants: Nur noch bis 15 Uhr dürften sie öffnen. Deshalb setzen Gastronomen auf andere Wege. Viele von ihnen setzen mehr Lieferdienste ein als vorher. Bei einigen können Kunden sich das Essen nun abholen.

20. März, Kirchen:
Die Glocken läuten ab sofort jeden Abend, von 19.30 Uhr an und für fünf Minuten. Das gilt für die evangelische St.-Viktor-Kirche ebenso wie für die katholische St.-Marien-Kirche. Die Aktion soll zunächst bis zum Gründonnerstag laufen, also bis kurz vor Ostern. Wenn schon das derzeitige Gottesdienst-Verbot das gemeinsame Beten in den Kirchen verbietet, so sollen die Glocken zum Gebet in der häuslichen Umgebung aufrufen, um an die von dem Coronavirus betroffenen Menschen zu denken.

20. März, Frisör-Laden bleibt offen: Wie kann man öffnen und gleichzeitig den Kunden die Angst vor einer Ansteckung nehmen? In Wandhofen ließ ein Frisör Trennwände vom Schreiner bauen.

20. März, Einzelhandel: Wie lange können die Läden überleben, die nun schließen müssen? Joachim Kockelke, der seinem Laden „Kettler Geschenke + Schmuck“ in der Innenstadt sonst maximal zwei Tage über Weihnachten fernbleibt, macht sich sehr große Sorgen. Lange Schließungszeiten wären „wirtschaftlicher Genickbruch“ für viele kleinere Läden, vermutet er.

20. März, zentrale Teststelle in Schwerte: Von 13 auf 19 ist die Zahl der Corona-Infizierten innerhalb eines Tages gestiegen. Schwerte ist derzeit die am meisten betroffene Kommune im Kreis Unna. Ab Montag gibt es dann auch in der Hausärztlichen Notfallpraxis am Marienkrankenhaus, Goethestraße 19, (Eingang direkt gegenüber vom Parkdeck). Bitte vorher einen Termin vereinbaren unter 02303 27 52 53.

19. März, Appell aus dem Marienkrankenhaus: Ulrich Franken, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im Marienkrankenhaus, appelliert an die Schwerter: „Zunächst gilt es, Ruhe zu bewahren. 81 Prozent der Coronavirus-Infektionen verlaufen harmlos.“ Er hat weitere Tipps und Hinweise auf wichtige Telefonnummern.

19. März, sechs neue Infektionen: Es gibt 10 weitere Fälle im Kreis Unna. Damit hat das Gesundheitsamt des Kreises Unna insgesamt 61 Fälle registriert. Die neu Infizierten kommen aus Holzwickede (1), Schwerte (6), Selm (2) und Werne (1).

Die Infektionsketten seien noch nachvollziehbar. Die neu Infizierten sind größtenteils Urlaubsrückkehrer und Kontaktpersonen von bereits Infizierten. „Das heißt, es gibt im Kreis Unna noch keine unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung“, so die Pressestelle des Kreises.

19. März, Supermärkte: Was tun gegen die Hamsterkäufe? Die Verantwortlichen für die Supermärkte in Schwerte unterstreichen: Manches müsse man nun rationieren. Und man müsse verstärkt auf Abstand und Hygiene achten.

19. März, Sparda-Bank: Die Schwerter Filiale der Sparda-Bank ist bis auf weiteres geschlossen. Damit will man die Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Alle Kunden können die Bank natürlich weiterhin erreichen – und zwar rund um die Uhr per Telefon unter 0211 23 93 23 93.

19. März, Tanzschule Thiele: Kreativ gegen die Krise. Die Tanzschule Thiele etwa bietet den Tanzunterricht jetzt auch per Video an. Auf dass sich niemand anstecke und für unternehmerische Sicherheit.

18. März, gesamtes Stadtgebiet: Keine Tische und Stühle mehr draußen vor Cafés, Kneipen und Restaurants – das gilt ab Donnerstag, 19. März, 12 Uhr. Das stellte Schwertes Bürgermeister Dimitrios Axourgos am Abend in einer direkten Botschaft an die Schwerter klar. „Aufgrund der Rückmeldungen meiner Mitarbeiter des Ordnungsamtes nach den heutigen Kontrollen sehe ich mich gezwungen, die von mir erlassene Verfügung weiter zu verschärfen“, so Axourgos: „Feilschen um jeden Zentimeter, Diskussionen grundsätzlicher Art, kein Verständnis für Abstandsregeln bei einigen Bürger*innen, nach Schließung der Betriebe noch private Nutzungen der Bestuhlung: dies möchte ich meinen Mitarbeiter*innen nicht täglich zumuten. Dies ist auch kein Verhalten, dass durch die Erlasse der Regierung gewünscht war. Und dies führt nicht dazu, dass wir der Lage Herr werden. Im Gegenteil. Eine allgemeine Ausgangssperre wird durch solch ein Verhalten leider wahrscheinlicher!“

18. März, Gesundheitsamt Kreis Unna: Nicht mehr 3 Corona-Fälle in Schwerte, sondern jetzt 7. Wie im ganzen Land, wie im ganzen Kreis hat sich die Zahl an nur einem Tag mehr als verdoppelt. Hinzu kommen 23 begründete Verdachtsfälle mit noch ausstehenden Testergebnissen in den Krankenhäusern – und über 1000 Kontaktpersonen, die kreisweit unter Quarantäne stehen. Dramatische Zahlen, die wohl nach wie vor nur die Spitze des Eisbergs sind. „In den nächsten Tagen werden wir den Ernst der Lage deutlich erkennen“, warnte Landrat Michael Makiolla davor, die Pandemie jetzt noch auf die leichte Schulter zu nehmen. Sein Eindruck vom Vortag sei, dass es „noch sehr viele Menschen gibt, die sich noch sehr sorglos verhalten“.

18. März, Innenstadt: So leer hat man die Schwerter Innenstadt noch nie erlebt. Wegen der Coronakrise mussten die meisten Geschäfte schließen. Selbst Geburtstagsfeiern und andere Privatveranstaltungen zu Hause fallen jetzt unter das erweiterte Verbot, das Bürgermeister Dimitrios Axourgos am Mittwoch unterschrieb. Weiterhin sind jetzt alle öffentlichen Veranstaltungen sind bis einschließlich 1. Mai abgesagt. Wie die Restaurants dürfen Imbissbuden nur noch bis 15 Uhr Gäste einlassen. Eiscafés dürfen nicht mal mehr einen Straßenverkauf betreiben. Kneipen und Cafés müssen gänzlich schließen. Dasselbe gilt für Geschäfte mit Oberbekleidung, Schmuck, Uhren und Blumen.

Offen bleiben dürfen: Lebensmittelläden einschließlich Bäcker und Metzger, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärke sowie der Großhandel. Handwerker und Dienstleister wie Autowerkstätten dürfen ebenfalls weitermachen.

18. März, Kitas und Schulen: Kann die Stadt Schwerte den Elter vielleicht die Gebühren für Kita und OGS, für Tagespflege und Musikschule erlassen? Jetzt, da die ja zu sind und die Eltern es schwer genug haben? Das fragt die SPD in Richtung Stadt.

18. März, Wertstoffhof: Wie werde ich mein Altpapier, meinen Sondermüll, meine Schadstoffe los? Im Moment ist das schwierig. Baubetriebshof und Schadstoffannahme sind geschlossen, auch die große Altpapiersammlung ist abgesagt.

18. März, Buchhandlungen: Was tun, jetzt zuhause? Woher bekommt man neue Unterhaltung? Schwertes Buchhändler haben genug zu tun, auch über den Online-Shop. Zumal: die Stadtbücherei ist ja zu.

18. März, Lenningskampschule: Es sind schon niedliche Videos, die in der Corona-Zeit in der Lenningskampschule entstehen. Nur noch sechs Schüler sind derzeit dort. Sie drehen die „LenniNews“, mit denen sie die Mädchen und Jungen informieren, was gerade so geschieht an der fast leeren Schule. Und auch, was man machen kann.

17. März, Innenstadt: Lieber Kartenzahlung als Bargeld. Bäcker Becker sagt das zum Beispiel selbst für Kleinbeträge. Und auch in Supermärkten steht mittlerweile, dass Kunden lieber per Karte zahlen sollten.

17. März, ganze Stadt: Die Stadt hat eine Allgemeinverfügung erlassen. Die orientiert sich an den Erlassen des Landes NRW. Alle städtischen Dienststellen sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Außer im Standesamt finden Hochzeiten noch statt. Aber neben dem Brautpaar sind nur noch sechs weitere Gäste erlaubt. Auch bei Beisetzungen sind nur noch direkte Angehörige zugelassen. Der Wochenmarkt bleibt geöffnet, die Politik liegt lahm. Alle Regelungen gelten erst einmal bis zum 19. April.


17, März, Innenstadt:
Die Sparkasse lässt nur noch vier Kunden gleichzeitig in die Schalterhalle. Die Automaten sind dennoch geöffnet. Die Sparkasse hat eine zentrale Rufnummer für alle eingerichtet, die eine persönliche Beratung wünschen. Die lautet: 02304 109 304.

17. März, Marienkrankenhaus: Wie viele Patientenplätze mit Beatmungsgeräten gibt es eigentlich am Marienkrankenhaus? Die Antwort von Privatdozent Dr. Thomas W. Spahn, dem Ärztlichen Leiter: Elf Betten mit Beatmung hat die Intensivstation. Seine ausführlichen Aussagen: hier.

Zu Teil 2 der Chronik (31. Januar bis 16. März 2020) gelangen Sie hier.

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Das Marienkrankenhaus schult sein Personal, um für den Corona-Virus gewappnet zu sein. Es gibt erste Anzeichen für den B236-Ausbau. Und: Was passiert bei einer Vollsperrung der Ruhrbrücke? Von Felix Mühlbauer

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