Zeljko Sarcevic hat schon Freitagmorgen (1.10.) seine Trennwände direkt abgebaut. © Irina Höfken
Restaurantbesuch

Corona-Lockerungen in der Gastronomie: Trennwände sind schon abgebaut

In NRW gilt eine neue Corona-Schutzverordnung: Die Schwerter Gastronomie macht sich wieder locker. Der Freischütz erhofft sich vor allem für Veranstaltungen und Feiern Erleichterungen.

Für mindestens vier Wochen können Restaurantbesucher und Gastronomen von neuen Lockerungen profitieren: Die neue Corona-Schutzverordnung in NRW ist seit Freitag (1.10.) in Kraft. Die Regeln sollen erst einmal bis zum 29. Oktober gelten.

In der Innengastronomie sind die Schwerter Wirte nun nicht mehr dazu verpflichtet, auf die Abstände zwischen den Tischen zu achten. Die Trennwände können abgebaut werden.

„Jetzt gehen wir zuversichtlich in die Zukunft“

„Das haben wir auch heute Morgen schon direkt getan“, sagte Zeljko Sarcevic am Freitag. In seinem Restaurant „Das Lokal“ in der Hellpothstraße sind die neun Plexiglaswände schon eingemottet. „Das Restaurant können wir wieder voll besetzen. Jetzt gehen wir zuversichtlich in die Zukunft.“

85 anstatt 50 Personen finden nun innen wieder Platz. Damit kann auch das Personal wieder voll ausgelastet arbeiten. Sarcevic habe sogar zwei neue Mitarbeiter eingestellt, erzählt er. Jeweils jemanden für den Service und für die Küche. Zwölf Mitarbeiter versorgen die Gäste nun wieder mit leckeren Speisen und Getränken, ganz ohne das Schaufenster-Gefühl zwischen dem Plexiglas.

Die Tische im Schwerter Restaurant
Die Tische im Schwerter Restaurant „Das Lokal“ werden nicht mehr durch Plexiglaswände getrennt. © Irina Höfken © Irina Höfken

Zweifel, ob er die zusätzlichen Tische voll bekommt, hat der Schwerter Gastronom keine. Denn die Nachfrage sei nach dem Lockdown von Anfang an da gewesen. Vor allem jetzt, da die Abende zu kalt werden, um draußen zu sitzen. „Damit sich die Gäste sicherer fühlen, haben wir Raumfilter einbauen lassen“, sagt Zeljko Sarcevic. 1.000 Euro haben diese in der Anschaffung gekostet. Finanzielle Sorgen mache er sich keine, betont aber: „Wenn das Wetter schlecht gewesen wäre, dann hätten wir wegen der Regeln mit Sicherheit 50 Prozent Einbußen gehabt.“

Maskenpflicht und PCR-Tests: Erleichterung für den Freischütz

Im Freischütz hatte es aufgrund der Größe der Räumlichkeiten nie Trennwände geben müssen. Den Abstand zwischen den Tischen einzuhalten, war laut Freischütz-Chef Philip Winterkamp nie ein Problem. Ändert sich dort denn dann überhaupt etwas durch die Lockerungen? „Wir können das Thekengeschäft wieder aufnehmen. Obwohl das für uns als Restaurant nicht die oberste Priorität hat“, sagt Winterkamp.

Neue Corona-Regeln: Im Freischütz geht das Thresengeschäft wieder los.
Neue Corona-Regeln: Im Freischütz geht das Thresengeschäft wieder los. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Dass draußen die Maskenpflicht wegfällt, mache vieles einfacher für das Freischütz-Team. „Im Zweifel mussten wir Menschen aus dem Biergarten wegschicken, die keine Maske dabei hatten. Jetzt können wir uns dann auch die Diskussionen sparen.“

Den größten Unterschied mache für den Freischütz aber der Wegfall des PCR-Tests für nicht geimpfte oder genesene Hochzeits-Gäste. „Wer, der auf einer Hochzeitsfeier tanzen will, macht schon einen PCR-Test für 120 Euro?“, fragt Philip Winterkamp. Jetzt reicht ein Schnelltest, der nicht älter als sechs Stunden alt sein darf. Das sei auf jeden Fall einfacher – und günstiger.

Über die Autorin
Volontärin
Ist am Niederrhein geboren und aufgewachsen. Hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert und lebt seitdem in ihrer Wahlheimat Bochum. Liebt das Ruhrgebiet und all seine spannenden Menschen und Geschichten.
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Irina Höfken