Corona-Teststelle in Schwerte: Wie viel ist pro Tag zu schaffen? Kann ich so hin?

Lungenkrankheit Covid-19

Tatsächlich Corona, nur Grippe oder Erkältung? Seit wenigen Tagen wird das auch in Schwerte getestet. Die Verantwortlichen erklären, warum sie zufrieden sind und was man beachten muss.

Schwerte

, 26.03.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine Coronavirus-Teststelle ist in der Hausärztlichen Notdienstpraxis am Pfarrer-Stelzner-Haus hinter dem Marienkrankenhaus eingerichtet worden.

Eine Coronavirus-Teststelle ist in der Hausärztlichen Notdienstpraxis am Pfarrer-Stelzner-Haus hinter dem Marienkrankenhaus eingerichtet worden. © Reinhard Schmitz

Normalerweise ist die Notfallpraxis am Marienkrankenhaus Schwerte dann offen, wenn die Hausärzte zu haben: abends, am Wochenende, mittwochnachmittags. Wer dann einen Arzt aufsuchen will, aber kein Notfall für die 112 ist, kann dorthin.

So war es zumindest bis Mittwoch, 25. März. Da erklärte er Betreiber, die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL): Den regulären Betrieb der Notarztpraxis an der Goethestraße 19 könne man nicht mehr gewährleisten. Es gelte nun, alle Kräfte und Ressourcen für Corona zu bündeln.

Denn genau das passiert seit Anfang der Woche auch in der Notfallpraxis: Es wird getestet, ob Menschen das gefährliche Virus im Körper tragen. Hatte es bis dahin im Kreis Unna nur zwei Orte für Tests gegeben – in Lünen und Unna – kam nun Schwerte dazu. Man rechnet eben mit mehr Verdachtsfällen, mehr Infizierten, mehr Tests.

Die KVWL zog die Reißleine und überließ den Tests das Feld. Auskunft über die wiederum gibt aber nicht die KVWL, sondern der Kreis Unna. Das Gesundheitsamt ist federführend im Kampf gegen Corona. Also auch hier zuständig.

Zwölf Tests in zwei Stunden – „eine ganz gute Taktung“

„Es ist sehr gut angelaufen“, unterstreicht Constanze Rauert, Sprecherin des Kreises Unna auf Anfrage. Allein am Mittwoch seien in Schwerte zwölf Tests durchgeführt worden.

Das klingt zunächst nicht nach viel. Bedenkt man aber, dass die Teststelle nur zwei Stunden pro Tag offen ist, von 12 bis 14 Uhr, sei es aber doch „eine ganz gute Taktung“, unterstreicht Rauert. Es gehe ja nicht nur um den reinen Test, sondern auch um viele Formulare und Fragen zum Patienten: Wo war er? Wer sind Kontaktpersonen? Woher könnte das Virus also gekommen sein? Wohin könnte es weitergegeben worden sein?

Diese zwölf Tests in zwei Stunden seien also schon ziemlich das Maximum, das man leisten könne, so Rauert.

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Was den Verantwortlichen besonders wichtig ist: Niemand sollte einfach so zur Teststelle kommen. Erst solle man sich an seinen Hausarzt wenden. Halte der eine Corona-Infektion für möglich, möge man sich bitte an die zentrale Nummer des Kreises wenden: (02303) 275253, montags bis freitags zwischen 8.30 und 13.30 Uhr.

Erst wenn die Fachleute dort der Meinung sind, ein Test ist sinnvoll, bekommt man einen Termin. Und selbst für den würden einige Regeln gelten, wie Rauert erläutert: Man solle nicht den Haupteingang, sondern einen beschilderten Nebeneingang nutzen. Man solle auf jeden Fall den Personalausweis dabei haben. Zudem seien diese Nebeneingänge nicht barrierefrei. Falls das ein Problem sei, möge man bitte schon am Telefon darauf hinweisen, damit das Personal Bescheid wisse und helfen könne.

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