Coronafall: Kita in Schwerte bittet Eltern, Kinder zu Hause zu lassen

rnGruppe in Quarantäne

Eine Gruppe ist in Quarantäne, zwölf Kinder und drei Erzieherinnen sind betroffen – die Kita in Schwerte, an der es einen Coronafall gegeben hatte, will ganz offen mit der Situation umgehen.

Schwerte

, 30.10.2020, 10:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie geht man mit Coronafällen um, offen oder sehr zurückhaltend? Diese Frage stellt sich in Firmen, in Schulen und auch in Kitas. Schadet es, wenn der Name des Unternehmens oder der Einrichtung im Zusammenhang mit Corona genannt wird, oder nicht?

Der Vorstand des Waldorfkindergartens in Schwerte hat die Frage für sich beantwortet: Man will offen mit dem aktuellen Stand umgehen. Darauf einigte man sich bei einer Sitzung am Donnerstagabend.

Am Dienstag hatte der Kreis Unna erklärt, an einer Kita in Schwerte gebe es einen Coronafall. 15 Personen müssten getestet werden und seien in Quarantäne. Die Tests hätten bereits am Montag stattgefunden.

Ein Kind hat sich offenbar bei Elternteil angesteckt

Alles habe begonnen, als ein Elternteil eines Kindes „einen positiven Zufallsbefund ohne Symptome erhalten hatte“, heißt es in der Erklärung, die Vorstand und Leitung auf Anfrage unserer Redaktion nun abgaben.

Auch das Kind habe einen positiven Coronatest gehabt. „Die Leitung des Kindergartens informierte direkt das Gesundheitsamt.“ Das ist rechtlich so auch verpflichtend.

„Die betroffene Gruppe wurde mit den Erzieherinnen unter Quarantäne gestellt. Ein mobiles Team des Gesundheitsamtes testete die Personen der Kontaktgruppe 1 in den Räumlichkeiten der entsprechenden Gruppe unter Sicherheitsmaßnahmen, ohne weitere Gruppen zu gefährden.“

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12 der 75 Kinder sind von Quarantäne betroffen

Betroffen waren 12 Kinder und 3 Erzieherinnen. Insgesamt besuchen 75 Kinder den Waldorfkindergarten am Nordwall in der Schwerter Innenstadt.

Die Maßnahmen dort gingen übrigens über das hinaus, was das Gesundheitsamt vorschreibt. „Die Kindergartenleitung organisierte weiterhin mögliche regelmäßige, freiwillige Testungen der Erzieher*Innen“, heißt es vom Vorstand.

Damit man das Betreuungsangebot in den drei nicht betroffenen Gruppen aufrechterhalten konnte, „wurde für einige Erzieherinnen die Teilnahme am Schnelltest organisiert“.

Ob weitere positive Fälle dabei sind oder ob keine weitere Corona-Infektion dabei ist – das wird in solchen Fällen erst gesagt, wenn alle Ergebnisse da sind. Man will von Seiten des Kreises offiziell erst Entwarnung geben, wenn man sich sicher ist. Nicht dass durch einen Zufall einige Tests negativ sind, das aber ein Testfehler war, der erst auffällt, wenn sich ganz am Ende doch noch positive Tests häufen. In dem Fall nämlich könnte es leicht zu weiteren Ansteckungen kommen.

Bitte: „Kinder zu Hause betreuen, bis alle Ergebnisse vorliegen“

Deshalb hatte der Kindergarten-Vorstand auch eine Bitte an die Eltern: „die Kinder, wenn irgend möglich, zu Hause zu betreuen, bis alle Testergebnisse vorliegen“.

Über E-Mail und Whatsapp-Gruppen seien „die Eltern permanent über den aktuellen Stand auf dem Laufenden gehalten“ worden: „So konnten die Eltern selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder in den Kindergarten bringen.“

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