Das erwarten Schwerter Eltern von Kitas und OGS

Umfrage zu Betreuungszeiten

Was wünschen sich Eltern in Schwerte für die Betreuung ihrer Kinder? Genügen ihnen die Betreuungszeiten in den Kitas - auch in den Randzeiten? Wie zufrieden sind sie mit der Offenen Ganztagsschule? Diesen Fragen ist der Jugendamtselternbeirat (JAEB) mit einer Befragung nachgegangen. Wir haben die Ergebnisse in Grafiken aufbereitet.

SCHWERTE

, 28.04.2017, 12:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was wurde bei wem abgefragt?

Der ehrenamtlich wirkende Beirat hatte Fragebögen vorbereitet, die von den Einrichtungen an die Eltern verteilt wurden. Damit wolle man ermitteln, wie der tatsächliche Bedarf an Betreuung in Schwerte ist. „Die Rücklaufquote lag bei über 50 Prozent“, betonte JAEB-Vorsitzender Stefan Simon. Das heißt, insgesamt wurden 710 Bögen ausgewertet. Dabei wurden die Eltern nicht nur nach ihrem Bedarf bei der Betreuung von Vorschulkindern befragt, sondern auch, wie sie ihren Bedarf für die Offene Ganztagsschule (OGS) sehen.

 

Was sind die auffälligsten Ergebnisse?

Viele Eltern kennen offensichtlich die Randzeitenbetreuung durch Tagesmütter, die von den Kitas seit 2016 angeboten wird, noch nicht. Nach wie vor ist auch vielen Eltern das Betreuungszeiten-Konzept zu starr.

Und was gab es bei der Befragung zur Offenen Ganztagsschule?

Hier entsprechen nach Ansicht der Eltern die angebotenen Zeiten weder dem Bedarf der Eltern noch den Gewohnheiten aus dem Kindergarten, der eine zuverlässige Betreuung der Kinder von 7 bis 14 Uhr anbietet.

Gibt das Gremium auch Empfehlungen?

Die Betreuungszeiten der OGS sollten laut Bericht dringend überarbeitet werden. Die Einführung der zeitsicheren Schule (Betreuung bis Ende der 6. Stunde) neben der OGS sei zwar ein erster Schritt. Es sollten aber eine Abholmöglichkeit bis 14 Uhr und eine Ferienbetreuung dringend sichergestellt werden, so der Elternbeirat. Außerdem gebe es nach wie vor zu wenig Plätze in der OGS. Der Bedarf ließe sich aus dem Kindergartenentwicklungsplan ableiten.

Und welche Empfehlungen gibt es für die Kindergärten?

Es sollte eine flexiblere Möglichkeit bei der Buchung von 35 Wochenstunden Betreuung geben. Außerhalb einer Kernzeit (9 bis 14 Uhr) sollten die Eltern auch freie Hand haben, ob sie die Kinder zum Beispiel von 9 bis 16 Uhr oder lieber von 7 bis 14 Uhr betreut wissen wollen.

In welcher Familiensituation befinden sich die Eltern?

In 68 Prozent alle Fälle sind beide Eltern berufstätig. 18 Prozent gaben an, dass nur ein Elternteil berufstätig ist. In vier Prozent der Fälle sind beide ohne Arbeit. In 10 Prozent der Fälle handelt es sich um Alleinerziehende. Der Rest machte keine Angaben.

Was macht die Stadt jetzt mit den Angaben?

„Sind für uns wertvoll“, sagte Klaus-Peter Langner vom Jugendamt am Donnerstag auf Anfrage. „Vor allem, was die Randzeiten betrifft, haben wir hier eine Datenbasis.“ „Wir geben die Anregungen an die Träger der OGS weiter, sie werden in die Angebotsstruktur einfließen“, so Jugendamtsleiter Andreas Pap.

Was macht der Jugendamtselternbeirat sonst noch?
"Wir sind das Bindeglied zwischen den Elternvertretungen der einzelnen Einrichtungen und dem Jugendamt der Stadt. Als Sprecher habe ich auch einen Sitz im Jugendhilfeausschuss", so Stefan Simon, JAEB-Vorsitzender. Hauptsächlich vermittle der Beirat zum Beispiel zwischen Elternvertretungen, Kita-Leitungen und der Stadt. "Zudem haben wir Sitz und Stimme im Landeselternbeirat in Düsseldorf", so Simon.

 

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