Demo für Klimaschutz: Schüler zogen über den Markt und zum Schwerter Rathaus

„Fridays for Future“

„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut.“ So schallte es am Freitagmorgen am Rathaus. Auch in Schwerte gab es eine „Fridays for Future“-Demo für Klimaschutz.

Schwerte

, 15.03.2019 / Lesedauer: 2 min
Demo für Klimaschutz: Schüler zogen über den Markt und zum Schwerter Rathaus

Auch in Schwerte demonstrierten am Freitag, 15. März, Schüler für den Klimaschutz. © Lukas Jochheil

Von der Rohrmeisterei über den Markt bis hin zum Rathaus - diese Strecke nahmen fast 100 Jugendliche am Freitagmorgen. Weltweit war der Tag ausgerufen worden, um Demonstrationen für Klimaschutz zu organisieren. Und Schwerte war dabei.

Über den Markt hallten Parolen wie „Wer nicht hüpft, der ist für Kohle“ und „Hambi bleibt“. Kurz darauf hielten einige Jugendliche Reden vor dem Haupteingang des Rathauses.

Etwas geringere Beteiligung als im Februar

Zwar war die Beteiligung geringer als bei der ersten großen Demo einen Monat vorher. Da war eine Bühne aufgebaut gewesen. Pfarrer hatten sich beteiligt, es hatte Live-Musik gegeben. Doch sei das seinerzeit ja nur der Auftakt gewesen, war von den Organisatoren zu hören.

Die Initiatoren sind Schüler, die das Friedrich-Bährens-Gymnasium und die Gesamtschule Gänsewinkel besuchen. Rechtzeitig zur vierten Stunde sei man zurück gewesen im Unterricht, hieß es weiter. Außerdem habe man im Vorfeld auch die eigenen Schulleitungen informiert.

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Nächster Termin vor den Europawahlen im Mai?

Wann es wieder eine Freitags-Demo in Schwerte geben soll? Das stehe noch nicht genau fest. Sicher sei ein Termin kurz vor den Europawahlen aber geeignet, also kurz vor Sonntag, 26. Mai.

Genaueres werde sicherlich auf dem Instagram-Account zu erfahren sein. Den haben die Initiatoren jetzt ins Leben gerufen, da Instagram ein besserer Kommunikationsweg sei als Facebook.

Kommentar

Lasst ihnen den Freiraum!

Ziviler Ungehorsam ist etwas Gutes. Regeln sind gut und sinnvoll. Höheren Zielen zu folgen, ist besser und sinnvoller. Hand aufs Herz, liebe Erwachsene: Habt ihr Angst um diesen Planeten? Vor mehr und schlimmeren Wetterphänomenen wie dem Tornado vor wenigen Tagen in der Eifel, der nicht einfach Bäume umstürzte, sondern Dutzende Häuser zerstörte? Vor Plastik im Fisch, Antibiotika im Fleisch, vielen Menschen, die aus ärmeren Ländern fliehen, weil sie dort vom Klimawandel stärker betroffen sind? Vor der Wahl zwischen Atommüll und Braunkohle-Abgasen? Viele Jugendlichen haben genau davor Angst - vor einer ungewissen Zukunft. Kein Wunder: Die dauert ja auch noch einige Jahrzehnte länger als bei Älteren. Es ist richtig: Der Klimawandel wartet nicht bis nach dem Abi. Deshalb, liebe Lehrer und Schulleiter: Lasst ihnen den Freiraum, wo es die schulische Zukunft nicht gefährdet. Zur Klausur, zum Test, zur Klassenarbeit muss man hin - keine Frage! Aber wenige Fehlstunden an normalen Freitagen? Sind die so schlimm? Natürlich: Ziviler Ungehorsam kann Sanktionen nach sich ziehen, für die man als mündiger Bürger geradestehen muss. Es sei denn, der Verantwortliche schafft es auch einmal wegzusehen...
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