Der älteste Schwerter feiert seinen 103. Geburtstag

Artur Zeidler

Sein ganzes Berufsleben lang schipperte er die Elbe und Oder rauf und runter. Jetzt liegt sein Heimathafen in Schwerte-Holzen. Im Friedrich-Krahn-Zentrum, dem Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt am Westhellweg, feierte Artur Zeidler - der älteste Schwerter - am Donnerstag seinen 103. Geburtstag.

SCHWERTE

, 29.06.2017, 17:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der älteste Schwerter feiert seinen 103. Geburtstag

Artur Zeidler (2.vl.), der am Donnerstag den 103. Geburtstag feierte, ist der älteste Bürger Schwertes. Erste Gratulanten waren (v.l.) Bürgermeister-Stellvertreter Jürgen Paul, Tochter Ilse Kuckuck und Kirsten Hermann, Leiterin des Friedrich-Krahn-Seniorenzentrums.

„Er ist der älteste Bürger der Stadt“, berichtete der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Paul (CDU), der es sich nicht nehmen ließ, dem Jubilar mit einem Blumenstrauß und einer Urkunde zu gratulieren.

Der Sekt schmeckt immer noch

Schnittchen mit Lachs und Camembert lagen auf Servierplatten bereit, für die Feier in einem dekorierten Besprechungsraum im Erdgeschoss war auch der Sekt kalt gestellt. Und den genoss Artur Zeidler sichtlich. Mit einem tiefen Schluck leerte er den Kelch: „Das war der letzte Trunk.“ „Für heute?“, wollte Heimleiterin Kirsten Hermann wissen. „Nein, für diesen Vormittag!“

Das Scherzen hat Artur Zeidler also auch im hohen Alter nicht verlernt. Als Binnenschiffer war er einst auf den großen Flüssen unterwegs. Sein Kahn, der überwiegend Erz- und Kohlefracht bunkerte, hieß „Eros“. „Auf Familienbeschluss“, wie der Besitzer sich erinnert. Denn alle Boote der Familie, die seit Generationen dem Schiffer-Beruf nachging, trugen ihre Namen nach griechischen Göttern.

Ein besonderes Geschenk

Geboren in Breslau, wohnte Zeidler nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs rund 60 Jahre lang in Hamburg. Filmen und Fotografieren waren damals seine Leidenschaft. Vor zweieinhalb Jahren zog er schließlich ins Friedrich-Krahn-Zentrum, um in der Nähe seiner Tochter Ilse Kuckuck zu leben, die in Wandhofen zu Hause ist.

Die Tochter war natürlich auch zur Feier gekommen. Genauso wie Pflegekräfte, Betreuer und Vertreter des Heimbeirats. Ein besonderes Geschenk erhielt Artur Zeidler von seinem Heim: Ein Buch „125 Jahre Kreuzfahrt“, dessen Bilder ihn auch an seine Fahrenszeit auf den Flüssen erinnern sollten.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt