Der Wetterhahn wacht wieder über Westhofen

Nach langer Restauration

Der Pfingststurm im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde Westhofen ihren Wetterhahn gekostet. Mittwochmorgen war es dann endlich so weit: Nach einer ruckeligen Lastenaufzug-Fahrt und der Montage in luftiger Höhe dreht sich der goldene Hahn wieder. Wir haben das Spektakel fotografisch und im Video begleitet.

SCHWERTE

, 28.10.2015, 18:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Wetterhahn wacht wieder über Westhofen

Nach auf den Tag genau einjähriger Renovierungspause am Boden kehrte der Wetterhahn frisch vergoldet auf die Kirchturmspitze zurück.

Weithin leuchtet das Wahrzeichen wieder in frischem Gold über Westhofen. Nach auf den Tag genau einjährigem Zwangsaufenthalt am Boden ist der Wetterhahn gestern auf die Turmspitze der Evangelischen Kirche zurückgekehrt. Als die Uhr am Mittag zwölf Mal schlug, drehte er sich in 38 Metern Höhe wie gewohnt im Winde.

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Neuer Kirchturmhahn für die Gemeinde Westhofen

Der Kirchturmhahn der Evangelischen Kirche Westhofen wurde am Mittwoch wieder frisch renoviert auf die Kirchturmspitze aufgesetzt. Auf den Tag genau vor einem Jahr war er abgenommen worden, nachdem seine Befestigung durch einen Sturm beschädigt worden war. In die Kugel zu seinen Füßen wurden Dokumente eingelegt, unter anderem ein einlaminierter RN-Bericht über die Maßnahme, ein Gemeindebrief und Euro-Münzen.
28.10.2015
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Finanzkirchmeisterin Susanne Menzenbach (l.) half Fachmonteur Dennie Leonhardt, den Hahn auf der Kirchturmspitze aus der Schutzfolie zu enthüllen.© Foto: Reinhard Schmitz
Fachmonteur Dennie Leonhardt (r.) steckte die goldene Kugel, mit Dokumenten gefüllt, auf den Stiel des Wetterhahns.© Foto: Reinhard Schmitz
Der Aufzug brachte Bauarbeiter und Gäste der Hahn-Aufsetzung bequem auf die Spitze des Turms.© Foto: Reinhard Schmitz
Das alte Pfarrhaus der evangelischen Kirchengemeinde dient heute einer Jugendhilfeeinrichtung.© Foto: Reinhard Schmitz
Im Schatten des Kirchturms liegen der evangelische Kindergarten und das evangelische Gemeindehaus an der Labuissièrestraße.© Foto: Reinhard Schmitz
Diesen Blick Richtung Labuissíèrestraße und Ruhrtal genießt der Kirchturmhahn aus 38 Metern Höhe.© Foto: Reinhard Schmitz
Diesen Blick Richtung Reichshofstraße und Ebberg genießt der Kirchturmhahn aus 38 Metern Höhe.© Foto: Reinhard Schmitz
Frisch vergoldet, wacht der Kirchturmhahn wieder über die Altstadt von Westhofen.© Foto: Reinhard Schmitz
Ein aufwendiges Gerüst war erforderlich, um den restaurierten Wetterhahn und die goldene Kugel nach der Dachreparatur wieder auf die Spitze des Kirchturms in Westhofen zu setzen.© Foto: Reinhard Schmitz
Ein aufwendiges Gerüst war erforderlich, um den restaurierten Wetterhahn und die goldene Kugel nach der Dachreparatur wieder auf die Spitze des Kirchturms in Westhofen zu setzen.© Foto: Reinhard Schmitz
Nach auf den Tag genau einjähriger Renovierungspause am Boden kehrte der Wetterhahn frisch vergoldet auf die Kirchturmspitze zurück.© Foto: Reinhard Schmitz
Fachmonteur Dennie Leonhardt setzte den frisch vergoldenen Wetterhahn auf die Kirchturmspitze zurück.© Foto: Reinhard Schmitz
Finanzkirchmeisterin Susanne Menzenbach (l.) half Fachmonteur Dennie Leonhardt, den Hahn auf der Kirchturmspitze aus der Schutzfolie zu enthüllen.© Foto: Reinhard Schmitz
Fachmonteur Dennie Leonhardt befestigte den noch verpackten Hahn auf der Kirchturmspitze.© Foto: Reinhard Schmitz
Baukirchmeister Wolfgang Bostelmann (l.) und Pfarrerin Gunhild Krumme (M.) beobachten, wie die goldene Kugel auf den Stiel des Wetterhahns gesteckt wird.© Foto: Reinhard Schmitz
Eine Chronik, einen RN-Bericht, einen Gemeindebrief und Euro-Münzen steckte Finanzkirchmeisterin Susanne Menzenbach (l.) in die goldene Kugel, bevor sie Fachmonteur Dennie Leonhardt (r.) auf den Stiel des Wetterhahns steckte.© Foto: Reinhard Schmitz
Eine Chronik, einen RN-Bericht, einen Gemeindebrief und Euro-Münzen steckte Finanzkirchmeisterin Susanne Menzenbach (l.) in die goldene Kugel, bevor sie Fachmonteur Dennie Leonhardt (r.) auf den Stiel des Wetterhahns steckte.© Foto: Reinhard Schmitz
Die sorgfältig verpackte goldene Kugel wird vom Aufzug auf das Gerüst an der Kirchturmspitze getragen.© Foto: Reinhard Schmitz
Bis zur Spitze eingerüstet war der Kirchturm zum Aufsetzen des Wetterhahns.© Foto: Reinhard Schmitz
Der Gerüstaufzug hat die Höhe der Kirchturmuhr erreicht, das Pfarrerin Gunhild Krumme (l.) mit der Kamera festhält.© Foto: Reinhard Schmitz
Die 17 Gerüstetagen brauchten nicht mit dem Hahn hinaufgeklettert zu werden. Es gab zum Glück einen Aufzug.© Foto: Reinhard Schmitz
Ein kleines Büfett aus Zwiebelkuche war für Gäste und Handwerker in einem Anhänger angerichtet.© Foto: Reinhard Schmitz
Mit einem Aufzug fuhr der Kirchturmhahn zurück zu seinem Platz in 38 Metern Höhe.© Foto: Reinhard Schmitz
Mit einem Aufzug fuhr der Kirchturmhahn zurück zu seinem Platz in 38 Metern Höhe.© Foto: Reinhard Schmitz
Eine Chronik der Aktion wurde für spätere Generationen in die Kugel unter dem Turmhahn gelegt.© Foto: Reinhard Schmitz
In einem Anhänger kehrte der Kirchturmhahn samt Stiel und Kugel von einer Fachfirma im württembergischen Calw zurück.© Foto: Reinhard Schmitz
Genau ein Jahr lang musste die Evangelische Kirche Westhofen ohne ihren Kirchturmhahn auskommen.© Foto: Reinhard Schmitz
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Bei strahlendem Sonnenschein hatte eine kleine Abordnung der Gemeinde auf dem Kirchplatz auf die Ankunft des Anhängers gewartet, der den Hahn von der Restaurierungswerkstatt im württembergischen Calw zurückbrachte. Im Halbdunkel des Laderaums waren zunächst nur der lange Stiel und die Kugel zu erkennen.

„Der Hahn ist unterwegs ausgestiegen. Dem ist schlecht geworden“, witzelten die Handwerker. Und dann kam er doch zum Vorschein, unter der dicken Hülle einer weißen Folie gut versteckt. Die sollte erst nach der Montage abgenommen werden, um Transportschäden am Blattgold zu vermeiden. Dabei brauchte der eiserne Vogel gar nicht die 17 Etagen des Gerüsts heraufgeschleppt zu werden. Ein Lastenaufzug nahm diese Mühe ab.

Kontrolle des Turmgemäuers

„Die nächsten 50 bis 60 Jahre sollte er jetzt mindestens halten“, hoffte Baukirchmeister Wolfgang Bostelmann. In der nächsten Woche werde das Gerüst wieder abgebaut, nachdem bei der Gelegenheit noch die Fugen des Turmgemäuers kontrolliert worden sind. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme bezifferte Uwe Tanne, Architekt des Kirchenkreises Iserlohn, auf 60.000 bis 70.000 Euro.

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