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Die Agnes-Miegel-Straße bekommt einen neuen Namen

Beschwerdeausschuss

Allem Protest zum Trotz: Die Agnes-Miegel-Straße in Schwerte heißt bald "Kleine Feldstraße". Das hat der Beschwerdeausschuss am Dienstagabend unter Polizeischutz entschieden. Die Umsetzung soll schnell vonstatten gehen.

SCHWERTE

, 04.11.2014 / Lesedauer: 3 min

Der Schildertausch solle jetzt zügig umgesetzt werden, kündigte Jutta Pentling an. Die neuen Tafeln lägen schon bereit. Die Beschlussfassung selbst verlegte der Ausschuss in den nichtöffentlichen Teil seiner Sitzung, um einer Antragstellerin Rederecht einräumen zu können. Zuvor war Eckehard Weist (WfS) mit einem Antrag gescheitert, das Thema zur Beratung auf den Planungsausschuss weiter zu verweisen.

Im Vorfeld der Sitzung hatte ein Befürworter der Beibehaltung des Namens einen Brief geschickt. Seine These: Die Anwohner haben das Recht auf Mitbestimmung. Begründet hatten die unterzeichnenden 23 Straßen-Anwohner ihre Forderung nach Verschiebung mit der Erkrankung eines beratenden Gruppenmitglieds und einem geplanten Auslandsaufenthalt ihres Sprechers. „Es besteht aber kein Anspruch, in der Sitzung gehört zu werden“, erklärte Stadtsprecher Carsten Morgenthal dazu. Der Bürgerantrag auf Beibehaltung des Straßennamens liege schriftlich vor.

Dieser stamme – so die Antragsteller – aus einer abgestimmten Aktion, „wo die entsprechenden Vordrucke von zentraler Stelle erstellt wurden und jeweils durch die nachfolgenden Personen eigenhändig unterzeichnet“ worden seien. Eine Nachfrage der Stadt, „mir schriftlich zu bestätigen, ob Sie tatsächlich einen diesbezüglichen Bürgerantrag gestellt und unterschrieben haben“ (Morgenthal), werten sie als indirekte Unterstellung, dass die Unterschriften nicht echt seien. Eine war allerdings gefälscht, wie Morgenthal betonte. Die Polizei ermittelt wegen Urkundenfälschung.

In einem Brief an diese Redaktion legt Anlieger-Sprecher Rainer Graumann,

, die historische Entwicklung aus seiner Sicht dar. Demnach haben die Anlieger seit der gemeinsamen Planung der Straße Anfang der Siebziger ein "Mitspracherecht in Bezug auf alle die Straße betreffenden wesentlichen Veränderungen". Von den damals Beteiligten lebten zudem bis auf einen verstorbenen Eigentümer noch alle. Die Sitzung stand unter Polizeischutz, weil bei einer Sitzung zum Thema vor drei Jahren

. Ein Täter

.

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