Die Goldvorräte sind ausverkauft

SCHWERTE Goldmünzen aus der Produktion 2008 sind bei der Sparkasse ausverkauft. Und auch Goldbarren gibt es nicht vor Ende November wieder zu kaufen.

von Von Heiko Mühlbauer und Reinhard Schmitz

, 14.10.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Viele Bürger haben ihr Geld lieber in Edelmetall als auf dem Sparkonto angelegt.

Viele Bürger haben ihr Geld lieber in Edelmetall als auf dem Sparkonto angelegt.

 Wer sich vor einigen Tagen beim Höchstkurs von 900 Dollar pro Unze von seinem Barren oder Münzen getrennt hat, handelte vielleicht goldrichtig. Denn mittlerweile – so Reinecke – ist der Preis wieder auf rund 830 Dollar zurück gegangen: „Ich vermute, nachdem wir eine Aktienblase gehabt haben, haben wir jetzt eine Goldblase.“ Vor Panik beim Kunden warnt auch Juwelier Jürgen Grafe. Erstens mache es keinen Sinn, das Metall genau dann zu kaufen, wenn die Kurse oben sind und zweitens sei der Goldpreis in letzter Zeit ohnehin beständig hoch gewesen.

Die Kurskapriolen der letzten Tage würden sich jedenfalls auf die Schmuckpreise nicht auswirken. Interessenten für eine Anlage würde er ohnehin nicht echtes Gold, sondern Obligationen empfehlen. Schlimmer als beim Gold sei der Anstieg in letzter Zeit beim Platin, erklärt Liz Grafe vom Atelier für Werkstattschmuck. Deshalb würden hier jetzt auch andere Materialien wieder entdeckt, wie beispielsweise Silber.

Persönlich setzt die Designerin aber derzeit auf Damaszener Stahl, der aus der Waffenschmiede stammt und statt zu Panzern nun zu glänzenden Schmuckstücken verarbeitet wird. Genau wie ihr Kollege kauft sie aber ihre Edelmetalle natürlich nicht täglich ein, sondern möglichst dann, wenn die Kurse nicht so hoch sind.

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