Die Hühner der Altstadt vom Ehepaar Specht

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Kräftige Kikerikis mischen sich unter die Stundenglocke vom St.-Viktor-Turm. Nicht aus dem Lautsprecher eines rollenden Eierverkäufers, sondern aus den Schnäbeln von glücklichen Hähnen. Mitten in der Altstadt gackert das muntere Federvieh von Kirchenküster Alexander Specht. Wir haben ihn und seine Hühner besucht.

SCHWERTE

, 26.03.2016, 05:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wohl jeder, der in der Altstadt am Wuckenhof und Südwall spazieren geht, kennt die glückliche Hühnerschar. Die Hähne machen mit lautem Krähen auf sie aufmerksam.

Wohl jeder, der in der Altstadt am Wuckenhof und Südwall spazieren geht, kennt die glückliche Hühnerschar. Die Hähne machen mit lautem Krähen auf sie aufmerksam.

Fast jeder, der an einem schönen Tag zwischen Wuckenhof und Südwall dahinschlendert, bewundert die gackernde Schar. 30 schwarze und weiße, braune und gesprenkelte Hühner tummeln sich auf der großen Wiese mit den noch winterkahlen Obstbäumen. Bewacht von stolzen Hähnen wie aus dem Bilderbuch.

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Die Hühner von Ehepaar Specht

Kräftige Kikerikis mischen sich unter die Stundenglocke vom St.-Viktor-Turm. Nicht aus dem Lautsprecher eines rollenden Eierverkäufers, sondern aus den Schnäbeln von glücklichen Hähnen. Mitten in der Altstadt gackert das muntere Federvieh von Kirchenküster Alexander Specht. Wir haben die Kamera mitgenommen und das Ehepaar Specht mit ihren Hühnern besucht.
24.03.2016
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Sobald die Dämmerung hereinbricht, klettern die Hühner schutzsuchend auf die Stangen im Stall.© Foto: Reinhard Schmitz
Mit einem Stecken treibt Alexandra Specht ein paar Ausreißer zurück auf die Hühnerwiese ihres Mannes Alexander Specht.© Foto: Reinhard Schmitz
Jeden Tag kann Alexandra Spech frische Eier aus den Nestern holen.© Foto: Reinhard Schmitz
Wohl jeder, der in der Altstadt am Wuckenhof und Südwall spazieren geht, kennt die glückliche Hühnerschar. Die Hähne machen mit lautem Krähen auf sie aufmerksam.© Foto: Reinhard Schmitz
Den seltenen Rhodeländer, eine alte deutsche Rasse, entdeckte Alexander Specht bei einem Besuch im Schwarzwald und erbettelte einige Eier, die er einer Glucke zum Ausbrüten unterschob.© Foto: Reinhard Schmitz
Aus bunt gemischten Rassen besteht die glückliche Hühnerschar in der Altstadt.© Foto: Reinhard Schmitz
Völlig aus dem Häuschen ist die muntere Hühnerschar, wenn Alexandra und Alexander Specht ihr als Leckerbissen ein paar Brotkrumen mitbringen.© Foto: Reinhard Schmitz
Durchgemischt hat Alexander Specht die Rassen. In dem stolzen Hahn steckt noch ein wenig von der "Ostfriesischen Silbermöwe" aus den Anfangszeiten der Hühnerwiese.© Foto: Reinhard Schmitz
Völlig aus dem Häuschen ist die muntere Hühnerschar, wenn Alexandra und Alexander Specht ihr als Leckerbissen ein paar Brotkrumen mitbringen.© Foto: Reinhard Schmitz
Völlig aus dem Häuschen ist die muntere Hühnerschar, wenn Alexandra und Alexander Specht ihr als Leckerbissen ein paar Brotkrumen mitbringen.© Foto: Reinhard Schmitz
Eine muntere Schar von 30 glücklichen Hühnern halten Alexandra und Alexander Specht im Schatten der St.-Viktor-Kirche.© Foto: Reinhard Schmitz
Mit dem Stecken treibt Alexandra Specht ein paar Ausreißer aus dem Garten zurück auf die Hühnerwiese ihres Mannes Alexander Specht.© Foto: Reinhard Schmitz
Mit einem Stecken treibt Alexandra Specht ein paar Ausreißer zurück auf die Hühnerwiese ihres Mannes Alexander Specht.© Foto: Reinhard Schmitz
Der stolze Hahn begrüßt Alexander und Alexandra Specht auf seiner Wiese.© Foto: Reinhard Schmitz
Mit Mais und Weizen füttert Alexandra Specht ihre Hühner. Damit die Schalen fester werden, streut sie gemahlene Muscheln dazwischen.© Foto: Reinhard Schmitz
Aus vielen Rassen vermischt sind die prächtigen freilaufenden Hühner.© Foto: Reinhard Schmitz
Ins Strohnest legen die Hühner ihre Eier.© Foto: Reinhard Schmitz
In der Dämmerung suchen die Hühner Schutz auf der Stange im Stall.© Foto: Reinhard Schmitz
Jeden Tag kann Alexandra Spech frische Eier aus den Nestern holen.© Foto: Reinhard Schmitz
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Aufgeregt flattern die Hühner zum Tor, sobald der Züchter herangestapft kommt. Aus seiner Heimat Kasachstan hat er sein Hobby mitgebracht. „Zu Hause hatten wir alles – 80 Hühner, Pferd, Schafe, Schwein“, zählt seine Frau Alexandra Specht auf. Mitnehmen nach Schwerte durfte die Familie nicht einmal ein Ei: „Das ist streng verboten – wegen der Vogelgrippe.“

Mit hellen „Brahma“-Hühnern, fing Specht deshalb von vorne an, als er vor 20 Jahren die Wiese von der Diakonie erhielt. Auf einer Hühnerfarm konnte er einen Hahn und eine Henne kaufen. Der Glucke schob er später auch ein paar Eier der „Ostfriesischen Silbermöwen“ zum Brüten unter, die er in Bremerhaven ergattert hatte. Viel Spaß machte diese Rasse aber nicht: „Die wollten immer fliegen.“

Welche Hühnerrassen dort leben:

Deshalb kamen noch Braune Legehörner dazu. Alte deutsche Rhoderländer, deren Eier Specht einem Bauern im Schwarzwald abschwatzen konnte. Und Marans, die braune „Schokoladen-Eier“ legen. „Das hab´ ich für meine Frau leichter gemacht – zu Ostern braucht sie die nicht zu färben“, erzählt Specht mit einem Lächeln.

Dass er mittlerweile alle Rassen gemischt hat, machte die Tiere nur noch prächtiger. Dazu trägt nicht zuletzt auch das Naturfutter bei. Nur Mais- und Weizenkörner schüttet Specht mit der großen Alutasse in die Näpfe. Ansonsten wird gepickt, was die Erde auf der Wiese hergibt. Manchmal sind es sogar Würstchen, die der Nachbar zu viel auf den Grill gelegt hatte. Und einen Teil der Eier opfert Alexandra Specht, um ihre Küken aufzupäppeln.

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