Walter Wendt-Kleinberg (v.l.) und Karl-Heinz Schimpf im Büro der Linken in Schwerte. © Mühlbauer
Parteibüro

Die Linke in Schwerte ist nun unweit der Fußgängerzone beheimatet

Ein wenig versteckt, aber unweit der Fußgängerzone haben die Linken ein Büro in der City eröffnet. Wer das Ladenlokal betritt, macht eine kleine Zeitreise in die 80er-Jahre.

Bücher mit antiquiertem Buchrücken, die Werke von Marx und Engels, Film-Plakate und Poster von Bertold Brecht, dazu gebrauchte Möbel: Wer das Ladenlokal der Schwerter Linken betritt, macht eine kleine Zeitreise in die 80er-Jahre, als zahlreiche Initiativen solche Büros, Teestuben oder ähnliche Einrichtungen unterhielten.

Beheimatet sind Schwertes Linke an der Kleppingstraße. Eine Fußpflege-Praxis war Vormieter, nebenan befand sich lange Zeit ein Schuster.

Wozu braucht man ein Büro in der Innenstadt? Die beiden Parteimitglieder, die an diesem Tag da sind, sehen einen großen Vorteil darin, sich hier auch mit anderen Gruppen zu vernetzen. „Wenn es denn mal wieder los geht.“

Seit November warten auf Eröffnung

Seit November gibt es das Büro der Linken in der City, doch eine echte Eröffnung gab es noch nicht. „Wir haben das immer wieder rausgeschoben“, sagt Walter Wendt-Kleinberg. Immer in der Hoffnung, die Zeiten werden besser.

Bei der Kommunalwahl im September hatten die Linken mächtig Stimmen verloren. Am Ende langte es zwar noch für ein Ratsmandat, aber die Ratsfrau entfernte sich von der Partei und trat schließlich aus. Viele Möglichkeiten, öffentlich in Erscheinung zu treten, bleibt der Linken in Schwerte nicht.

Deshalb suchte man sich ein Ladenlokal. Zwar in der City, zentral gelegen, aber nicht dort, wo samstags die Kundenströme sind. „Natürlich wären wir gerne in eine bessere Lage gezogen“, so Wendt-Kleinberg. Aber die seien für Parteien zu teuer, zumal für solche mit nicht vielen Mitgliedern.

Ihre Räume wollen die Linken für eigene Veranstaltungen nutzen, aber auch anderen Gruppen und Initiativen zur Verfügung stellen. „Wir wollen auch Beratung anbieten“, erklärt Karl-Heinz Schimpf. Zum Beispiel zum Thema Hartz IV. Zumindest wenn das wieder geht.

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Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer

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