Die Rohrmeisterei schreibt 2015 schwarze Zahlen

Jahresbilanz des Kulturzentrums

Ein Kulturveranstalter, eine Erfolgsgeschichte: Die Rohrmeisterei kommt ohne Subventionen aus und bietet ein umfangreiches Programm an. Dieses Jahr waren es insgesamt 263 Veranstaltungen - für das nächste Jahr sind schon neue geplant.

SCHWERTE

, 17.12.2015, 18:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Rohrmeisterei schreibt 2015 schwarze Zahlen

Das Ruhrstadt Orchester hat ein Konzert am Nikolaustag in der Rohrmeisterei gespielt - eine von vielen Veranstaltungen, die der Rohrmeisterei ein erfolgreiches Jahr beschert haben.

„Die Rohrmeisterei ist bundesweit eines von wenigen Kulturzentren, die ohne Zuschüsse auskommen“, sagte Stiftungsvorstand Tobias Bäcker am Donnerstag. Mit einem Überschuss von 293.791 Euro hatte die Gastronomie den größten Anteil an den Umsätzen der Bürgerstiftung. Zusätzlich konnte die Rohrmeisterei durch Spenden und der Vermögensverwaltung die Kulturveranstaltungen finanzieren.

Sweeney Todd lockte die meisten Theaterfreunde

Insgesamt 263 Veranstaltungen, davon 173 im Kulturbereich, fanden in diesem Jahr in der Rohrmeisterei statt. Das Insound-Festival mit Menschen mit und ohne Behinderungen und das Theaterstück Sweeney Todd vom Theater am Fluss lockten dabei, so Bäcker, besonders viele Zuschauer in die ehemalige Pumpstation.

Im nächsten Jahr sind auch neue Veranstaltungen geplant: Schriftsteller Martin Walser kommt in die Rohrmeisterei und hält weitere Lesungen ab, der englische Weinkritiker Stuart Pigott stellt ein Weinmenü zusammen, für Comedy sorgt wieder Gerburg Jahnke (Karten bereits ausverkauft). Weiterhin plant Bäcker 2016, das Welttheater der Straße zu ergänzen. Das Folkwang-Tanzstudio aus Essen soll zusammen mit Schwerter Tänzern unter Lichtkunstinstallationen tanzen.

Neues und Bewährtes

Aber auch viele andere Veranstaltungen sollen weitergeführt werden. Dies betrifft unter anderem die Mord-am -Hellweg-Reihe, die Sternstunden am Bösendorfer und Chris Kramer mit seiner Unplugged-Reihe.

Die Nachtschnittchen-Reihe mit Helmut Sanftenschneider lief 2015 zwar erst schwach an, konnten aber in später doch noch ein großes Publikum anlocken. „In der ersten Veranstaltung waren nur etwa 30 Gäste da, später kamen dann etwa 120 Besucher“, so der Stiftungsvorstand.

Kostenloser Raum für gemeinnützige Kultur

Darüber hinaus ermögliche die Rohrmeisterei, so Bäcker, gemeinnützigen Kulturveranstaltungen kostenlose Räumlichkeiten. Voraussetzung ist ein Schwerter Hintergrund. Weiterhin engagierte sich die Rohrmeisterei in diesem Jahr auch teilweise für die Integration von Flüchtlingen.

Seit August arbeitet je ein Flüchtling in der Gastronomie und im Service. Auch im nächsten Jahr will Tobias Bäcker die Agentur für Arbeit kontaktieren, um weitere Ausbildungsplätze mit Flüchtlingen zu besetzen. „Meist kommen die Flüchtlingspaten auf uns zu. Natürlich muss alles mit den jeweiligen Behörden abgesprochen werden“, so Bäcker.

Baulich gab es in diesem Jahr ebenfalls einen Zusatz. Die neue „Goldküche“ hob die Trennung vom Á la Carte und Bankettbereich auf. „Mit der Investition sparen wir langfristig Energiekosten“, erklärt Tobias Bäcker.

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