Die Stadt muss Bushaltestellen umbauen

Schwerte wird barrierefreier

Alle Schwerter profitieren von Barrierefreiheit: Kinderwagen, ältere Menschen und Familien. Die Stadt plant ihre 160 Bushaltestellen bis 2022 so umzubauen, dass Rollstuhlfahrer und Sehbehinderte problemloser mit dem Bus fahren können.

SCHWERTE

, 30.12.2015, 16:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bushaltestelle Bahnhofstr. gegenüber der Sparkasse

Bushaltestelle Bahnhofstr. gegenüber der Sparkasse

160 Bushaltestellen gibt es in Schwerte und alle müssen bis Januar 2022 barrierefrei sein – so will es das Personenbeförderungsgesetz des Bundes. Das bedeutet, sie müssen so umgebaut werden, dass sie von Menschen mit Behinderungen ohne Einschränkungen genutzt werden können.

Die Bürgersteige müssen an den Haltestellen 16 Zentimeter hoch sein, damit Rollstuhlfahrer problemlos in den Bus fahren können. Für blinde und sehbehinderte Menschen müssen Haltestellen mit sogenannten „Aufmerksamkeitsfeldern“ ausgestattet werden.

Diese Felder bestehen aus Noppen und zeigen an, dass der Gehweg endet oder Gefahren und Hindernisse auftauchen. Außerdem muss es Rippen und Rillen geben, die sehbehinderte Menschen mit ihrem Langstock ertasten können.

Viele profitieren davon

Die Stadt Schwerte begrüßt die Ziele des ÖPNV, die Haltestellen barrierefrei zu gestalten. „Davon profitieren nicht nur Menschen mit temporären oder dauerhaften Behinderungen“, so Stadtpressesprecher Carsten Morgenthal, „sondern auch ältere Menschen und Familien mit Kinderwagen.“

Derzeit seien bereits 15 Prozent der Schwerter Haltestellen mit entsprechend hohen Gehsteigen ausgebaut, sechs Prozent hätten bereits Noppen oder Rillen. In den nächsten Jahren sei der Umbau der wichtigsten Schwerter Haltestellen geplant, kündigt Morgenthal an.

Der Zentrale Omnibusbahnhof ist bereits im Umbau und wird Ende 2016 fertiggestellt. Das beinhaltet die barrierefreie Gestaltung aller angeschlossenen Bushaltestellen. Für 2017 ist der Umbau der Bahnhofstraße mit barrierefreier Ausgestaltung der Haltestelle Sparkasse vorgesehen. Weitere Umbauten von Haltestellen, unter anderem Am Quickspring und Goethestraße, sind vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen dann stattfinden, wenn die Straßen sowieso erneuert werden.

Während die Stadt Schwerte noch keine Kosten beziffern kann – die Haltestellen seien auf unterschiedlichem Ausgangsniveau und der Umbau müsste in den nächsten Jahren immer wieder neu ausgeschrieben werden – rechnet das Tiefbauamt in der Nachbarstadt Dortmund mit Kosten von rund 10.000 Euro pro Haltestelle. Mit Fördermitteln sei vor 2017 nicht zu rechnen.

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