„Lasst den B236-Ausbau“, sagt unser Autor. Unverschämt, findet niemand. Was passiert mit der Brücke am Freischütz? Wie verlässlich schätzt die Polizei? All das erlebten unsere Mitarbeiter.

Schwerte

, 19.05.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Jeder Tag ist neu. Jeder Tag bringt eine neue Erkenntnis – auch für die Mitarbeiter in unserer Redaktion. An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen unsere persönlichen Erkenntnisse der vergangenen Woche. Subjektiv, so wie die Journalisten es bei ihrer Arbeit nicht tun. Doch Vieles von dem, was wir recherchieren, bewegt uns genauso wie Sie – dienstliches und privates Engagement.

Björn Althoff: Wieso regt ihr euch nicht auf, liebe Autofahrer?

Die Suche nach Gegenwind, die Pannenshow an der B236 und das „Pi mal Daumen“ der Polizei

© Fabian Paffendorf

Wir waren ja schon gespannt: Wie sind die Reaktionen, wenn wir einmal aufschreiben, dass Stau auch seine guten Seiten hat? Dass es für die B236, für Schwerte, für uns alle doch das Beste ist, wenn es überhaupt keinen Ausbau gibt und wenn alles so stockend bleibt wie bisher? Wie sauer wären die Autofahrer, wenn man argumentiert, man sollte mehr Bahn fahren, öfter in den Bus steigen, gerne auch aufs Rad, aber nicht andauernd und ausschließlich ins Auto?

Wir warteten. Und warten eigentlich noch immer. Privat hörten wir: Diese Radfahrer, typisch, die seien doch viel schlimmer als alle Autofahrer. Aber ein Leserbrief? Ein wütender Anruf? Ein Facebook-Kommentar? Fehlanzeige. Woran liegt es, liebe Autofahrer? Seid ihr der Meinung, ihr dürftet eure Meinung ja nicht mehr sagen? Blinkt da schon das Wort „Öko-Diktatur“ im Kopf auf? Mal ganz deutlich: Es gibt Argumente für das Auto. Nicht jeder kann drauf verzichten. Also los, liebe Autofahrer, sagt ruhig eure Meinung. Traut euch. Das ist nicht verboten.

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Aileen Kierstein: Kein Verbrechen? Keine Fahndung!

Die Suche nach Gegenwind, die Pannenshow an der B236 und das „Pi mal Daumen“ der Polizei

© Heiko Mühlbauer

Ein 13-jähriges Mädchen aus Hagen wurde vermisst. Die Suchmeldung mit Foto wird auf Facebook dutzende Male geteilt - schnell wissen nicht nur Hagener, sondern auch Dortmunder und Schwerter Bescheid. Nur die Polizei verzichtet auf eine Suchmeldung. Warum? Weil man von einem „normalen“ Vermisstenfall ausgeht, nicht von einer Entführung. So viel zum Gelernten. Aber wie beurteilt die Polizei solch einen Fall? Wie soll klar sein, ob das Mädchen nicht doch entführt worden ist? Wo zieht man die Grenze? Die Antwort: „Das ist Abwägungssache.“ Zum Glück hat man richtig abgewägt, das Mädchen habe wieder Kontakt zur Familie.

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Annette Theobald-Block: Das eigene Leben im Museum

Die Suche nach Gegenwind, die Pannenshow an der B236 und das „Pi mal Daumen“ der Polizei

© Annette Theobald-Block

Kurz vor dem 44. Geburtstag fühle ich mich eigentlich noch recht frisch dabei in diesem Leben. Neulich wurde ich allerdings eines besseren belehrt - es war schon ein komisches Gefühl, Gegenstände aus der eigenen Kindheit in einem Museum zu sehen. Unsere Söhne staunten dafür umso mehr über Wählscheibentelefone, Röhrenfernseher, Transistorradios, orangefarbene Küchengeräte, den Commodore-PC oder das Pacman-Spiel im Museum für Strom in Recklinghausen. Nur im Angesicht der ersten Trockenhauben aus Metall im Ausstellungsbereich Friseurgewerbe fühlte auch ich mich wieder richtig jung.

Lino Wendhof: Öfters mal verlaufen

Die Suche nach Gegenwind, die Pannenshow an der B236 und das „Pi mal Daumen“ der Polizei

© Lino Wendhof

Ich glaube, ich stehe im Wald. Links und rechts von mir Bäume und mein Smartphone hat schon länger keinen Empfang mehr. Ich bin auf der Suche nach dem Seminarraum für einen Unikurs. Der findet in einem Wohnheim statt und das soll hier angeblich irgendwo sein. Endstation aussteigen, nur kurz durch dieses Wäldchen und schon wäre man da. Nach einer guten Stunde gebe ich auf und schlage mich mit der Kompass-App zurück in bewohntes Gebiet. Der stündlich fahrende Bus bringt mich nach Hause. Ich nehme mir vor, mich öfter zu verlaufen. War ja eigentlich recht schön hier.

Heiko Mühlbauer: Vom Highlight zur Pannenshow

Die Suche nach Gegenwind, die Pannenshow an der B236 und das „Pi mal Daumen“ der Polizei

© Reinhard Schmitz

Ein architektonisches Highlight sollte die neue Fußgängerbrücke am Freischütz werden. So schön, dass die Deges nur eine Ansicht zur ersten Vorstellung des gesamten Projekts mitgebracht hatte, nämlich die von der neuen Brücke. Leider, kam dann alles anders. Am Ende wurde der Bau der Brücke zu einem Debakel sondergleichen. Die erste Firma wurde aus dem Vertrag entlassen, die Baustelle wurde stillgelegt. Die alte Brücke, die zum Abriss ansteht, erhielt noch einmal Betonrampen, wurde dann aber gesperrt. Irgendwie erinnert alles ein wenig an die Planungsphase der B 236. Die lief auch alles andere als glatt.

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Reinhard Schmitz: Der Blinddarm blieb drin

Die Suche nach Gegenwind, die Pannenshow an der B236 und das „Pi mal Daumen“ der Polizei

© Reinhard Schmitz

Mal selber operieren? Ein verlockendes Angebot beim Tag der offenen Tür im Marienkrankenhaus. Den eigentlich überflüssigen Blinddarm wurde ich am Sonntag zwar nicht los. Aber es war auch schon beeindruckend genug zu versuchen, mit kleinen Werkzeugen und Kamerahilfe ein Gummibärchen aus einer simulierten Bauchhöhle herauszufischen. Was die Technik heutzutage alles möglich macht! Überhaupt war in der Klinik nichts mehr wiederzuentdecken, was ich aus meinem Zivildienst dort Ende der 1970er-Jahre gekannt hätte. Und die Ordensschwestern, die damals noch das Regiment führten, sind auch schon lange verschwunden.

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Michael Dötsch: Verdiente Lobeshymnen

Die Suche nach Gegenwind, die Pannenshow an der B236 und das „Pi mal Daumen“ der Polizei

© Foto: Manuela Schwerte

Dass Heiner Kockelke (r.) sich in seiner 15-jährigen Amtszeit als Vorsitzender des Stadtsportverbands um den Sport in unserer Stadt in höchstem Maße verdient gemacht hat, steht außer Frage. So war es auch keine große Überraschung, dass Anfang der Woche die Lobeshymnen für den 77-Jährigen, der sich auf der Mitgliederversammlung nicht mehr zur Wiederwahl stellte und den Platz an der Spitze des Verbandes für Peter Schubert frei machte, kaum enden wollten. Zum guten Schluss wurde er von Rudi Pohl (l.) zum Ehrenvorsitzenden vorgeschlagen – und natürlich auch einstimmig gewählt. Er hat es sich verdient.

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