Noch testen sich die Kinder in der Schule. Doch in den Ferien ist Schluss damit. Gerade jetzt machen aber viele Testzentren dicht. Das ist doch unlogisch. © picture alliance/dpa
Meinung

Die Testzentren machen dicht – zum ungünstigsten Zeitpunkt überhaupt

Wegen der gesunkenen Nachfrage machen viele Corona-Testzentren dicht. Ein logischer Entschluss. Doch es hätte Sinn gemacht, damit bis zum Ende der Ferien zu warten, findet unsere Autorin.

Die Ferien beginnen am 11. Oktober – und genau an diesem Tag schließen die meisten Testzentren. Schließlich endet das bundesweite kostenfreie Testangebot. Ein Grund, die Schotten dicht zu machen: Die Nachfrage wird noch geringer werden, wenn man für den Test zahlen muss.

Das Problem: Gerade in den Ferien, wenn die Tests in den Schulen wegfallen, wird die Nachfrage wieder steigen. Zumal viele Familien etwas unternehmen möchten. Und dafür braucht man einen Test.

Sicher wollen Eltern ihre Zeit lieber im Zoo, Restaurant oder Kino verbringen, anstatt im möglicherweise überfüllten Testzentrum warten zu müssen. Viele müssen erst einmal herausfinden, wo man seinen Nachwuchs überhaupt noch testen kann.

Noch schlimmer: Bereits jetzt bitten die Schulen die Reiselustigen, ihre Kinder am letzten Ferientag noch einmal testen zu lassen. Damit der sichere Schulstart nicht gefährdet wird. Da wäre es schön gewesen, wenn auch genug Zentren geöffnet hätten. Denn kurze Wege und unkomplizierte Terminabsprachen wären nötig, damit möglichst viele Familien dazu bereit sind.

Kurioserweise werden so viele Corona-Entschlüsse der Bundesregierung auf Länderebene unterschiedlich umgesetzt. Hier hätte es einmal Sinn gemacht: Mit dem Schließen der Testzentren je nach Bundesland bis zum Ende der Ferien zu warten. Doch logische Entscheidungen suche ich oft vergeblich. Das ist nichts Neues mehr.

Über die Autorin
Redakteurin
Begegnungen mit interessanten Menschen und ganz nah dran sein an spannenden Geschichten: Das macht für mich Lokaljournalismus aus.
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Martina Niehaus

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