Diese Spaziergängerin fand fünf tote Welpen

Schock auf Gehweg

Fünf kleine Welpen, vier helle, ein dunkler, liegen verstreut auf dem Gehweg. Tot. Ein schreckliches Bild bot sich Siegrid Hermann am Donnerstagmorgen in der Haselackstraße – beim Spaziergang mit dem Hund ihrer Chefin.

SCHWERTE

von Von Marc Fröhling

, 06.01.2011, 16:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wegen der Kinder, die die toten Hunde auf dem Weg noch sehen könnten, überwanden sich die Frauen und luden die toten Hundebabys in eine Tüte, die sie im Hof des Ladens aufbewahrten. Dort haben sie dann zwei Mitarbeiter vom Baubetriebshof eingesammelt, denn Krause-van-Deest hatte sofort die Polizei, dann das Ordnungsamt verständigt. Sigrid Hermann hat selber einen Hund, war jahrelang im Tierheim aktiv: "Das geht einem natürlich nahe." Die Welpen seien schon gefroren gewesen, müssten also schon mindestens die ganze Nacht dort gelegen haben.

Im Laufe des Nachmittags teilte Polizeisprecherin Ute Hellmann erste Untersuchungsergebnisse mit: "Die Welpen stammen von einem 62-jährigen Anwohner." Dessen Hündin – ein Spitz – hat ihre Neugeborenen nach der Geburt totgebissen, so die Aussage des Mannes. Mit dieser Situation sei der Schwerter so überfordert gewesen, dass er die toten Welpen aus dem Fenster geworfen habe. "Das passt auch zur Fundsituation", sagt Hellmann, die die Schilderung für plausibel hält. Eine Untersuchung von einem Tierarzt soll Aufschluss darüber geben, ob es sich um eine Straftat, nämlich die Missachtung der Fürsorgepflicht, handelt. Sollten die Ergebnisse der Untersuchung Beweise für die Schilderung des Mannes liefern, handelt es sich lediglich um eine Ordnungswidrigkeit.

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