Diese zehn Dinge wollen die Grünen in Schwerte ändern: Bürger stärker beteiligen

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Weniger CO2-Ausstoß, mehr Chancen für Radfahrer, mehr Naturschutz und nachhaltige Konzepte: Viele Punkte im Wahlprogramm stehen für die Partei. Aber die Rede ist auch von einer neuen B236.

Schwerte

, 20.07.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Im September findet die Kommunalwahl statt. Da aber durch den Rücktritt Heinrich Böckelührs und der Wahl von Dimitrios Axourgos vor zwei Jahren keine Bürgermeisterwahl stattfindet, rücken die Themen in den Vordergrund.

Wer will eigentlich was für die Stadt? Auch die Grünen stellen ihr Programm vor. Wir fragten nach zehn Dingen, die sie in Schwerte ändern wollen.

1. Verkehrswende aktiv gestalten

Menschen – besonders Kinder – brauchen Platz, sagen die Grünen. Platz, um sich in einer Stadt frei bewegen zu können, als Fußgänger, Radfahrer, oder mit dem Bus. Die derzeitigen Ausbaupläne der B236 innerorts würden dem Fuß- und Radverkehr noch mehr Raum nehmen, die Stadt zerschneiden und mehr Straßenlärm erzeugen. Die Partei will eine Neuplanung der B236, die den Anforderungen einer modernen Verkehrsnutzung und dem Klimawandel gerecht wird. Generell sollten zukünftige Verkehrsprojekte in der Stadt nutzbar für alle Verkehrsteilnehmer sein und nicht ausschließlich das Auto in den Mittelpunkt stellen.

2. Schwertes Zukunft ist klimaneutral

Der menschengemachte CO2-Ausstoß ist für die Klimakatastrophe hauptsächlich verantwortlich. Es darf nur noch regenerative Energie genutzt werden. Die Grünen wollen die Wind- und Solarenergie auch in Schwerte fördern. Das Ziel: Strom in Schwerte selbst produzieren und den Bürger an den Erlösen beteiligen. Niedrigstenergiehäuser (KfW 55) sind in der EU ab 2021 Standard, aber man wolle in Schwerte noch höhere Standards erreichen.

3. Schwerte für alle – bunt und tolerant

Wertschätzung, Teilhabe und Unterstützung, das soll für alle Menschen in Schwerte gelten. „Gleichgültig welche (kulturelle) Herkunft, welches Geschlecht, welche Sexualität, welches Alter oder ob sie eine Behinderung haben. Wir stehen entschlossen gegen Ausgrenzung!“, heißt es im Wahlprogramm.

4. Bürger und Bürgerinnen beteiligen

Bessere Mitbestimmung und Teilhabe muss möglich sein, um die MitMachStadt konsequent zu leben. Die Grünen wollen den Anregungen und Wünschen der Einwohner mehr Gehör verschaffen. „Es muss eine Transparenzsatzung her, die den Bürgern alle wichtigen Informationen aus der Verwaltung barrierefrei zugänglich macht. Ratssitzungen müssen in Zukunft öffentlich im Internet übertragen werden. Es darf kein Mindestalter für Informationsanfragen geben.“

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5. Schwerte ergrünen lassen

Schwerte hat ein sogenanntes „schmales grünes Band“ in der Innenstadt, welches von den Ruhrwiesen über den Nordwall bis zum Rathaus reicht. „Dieses Band muss ausgebaut werden“, fordern die Grünen. Die Bebauung von Pferdekämpers Wiesen lehne man deutlich ab, da dadurch das grüne Band zerschnitten wird. Dieses Gelände sollte stattdessen allen Einwohnern zugänglich gemacht werden. Schwerte brauche neue Grünflächen in der Innenstadt, mehr Bäume und mehr Anpflanzungen.

6. Ruhrauen und Wälder schützen und stärken

Die alten Laubwälder von Schwerte seien die wichtigsten Helfer gegen das Waldsterben. Deshalb wolle man die Ruhrauen auch von jeglicher Bebauung freihalten. Die Nutzung soll so gesteuert werden, dass die Bedürfnisse von Mensch und Natur gleichermaßen erfüllt werden. Das Wildnisentwicklungs-gebiet müsse vergrößert werden.

7. Schulen zukunftsfähig aufstellen

Einige Grundschulen und die Theodor-Fleitmann-Gesamtschule sind marode, heißt es. Hier wollen auch die Grünen anpacken und den Schülern und Lehrern angemessene Gebäude schaffen. „Es braucht eine Digitalstrategie für unsere Schulen. Wir wollen, dass die Stadt hier die Initiative ergreift und eine moderne und angemessene Ausstattung für die Bildung bereitstellt.“

8. Jugend braucht Raum

Jugendliche dürfen nicht als Störfaktoren wahrgenommen werden, sagen die Grünen. „Sie stehen für unsere Zukunft und haben neue richtungsweisende Ideen für Schwerte. Wir brauchen neue Räume in der Innenstadt für Jugendliche, Indoor und Outdoor. Jugendliche verdienen ihren eigenen Raum für sich, für Veranstaltungen und Treffen“, fordern sie.

9. Lebendige Kultur in Schwerte fördern

Die Förderung der vielen Schwerter Kulturschaffenden müsse auf neue Beine gestellt werden. Der KuWeBe müsse finanziell und organisatorisch zukunftsfähig werden. Man möchte Veranstalter egal welcher Art unterstützen. Die Schwerter Kulturveranstaltungen ziehen nicht nur Schwerter an, sondern seien auch Aushängeschild weit über die Stadt hinaus.

10. Digitalisierung vorantreiben

Den Glasfaserausbau wollen die Grünen im gesamten Stadtgebiet zügig vorantreiben. Im Rathaus müssten mehr Dienstleistungen digital angeboten werden. Man wolle den Glasfaserausbau stärker unterstützen und die Digitalisierung des Rathauses mitgestalten. Unternehmen und Bürger könnten durch eine digitale Verwaltung Zeit und Kosten sparen. Durch die Digitalisierung werde Schulen, Bürgern und Unternehmen ein attraktives, zukunftssicheres Umfeld in Schwerte geboten.

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