Dortmunder dürfen doch auf Schwerter Gymnasium

Weitere Klasse am FBG

Eine zusätzliche Klasse für das Friedrich-Bährens-Gymnasium in Schwerte (FBG), die Dortmunder Schüler werden aber an das Ruhrtal-Gymnasium verwiesen. So sieht die Lösung im Schulstreit aus. Die ist zwar einstimmig beschlossen. Eine weitere Instanz muss allerdings noch zustimmen.

SCHWERTE

, 24.03.2017 / Lesedauer: 3 min
Dortmunder dürfen doch auf Schwerter Gymnasium

Einige der betroffenen Eltern waren gestern in den Ratssaal gekommen, um die Sondersitzung mit dem einzigen Tagesordnungspunkt mitzuerleben.

Mit einer Sondersitzung des Rates und einer vorhergehenden Sitzung des Schulausschusses sollte am Donnerstag das vorletzte Kapitel im aktuellen Schulstreit um Dortmunder Schüler an Schwerter Gymnasien geschrieben werden. Jetzt muss nur noch die Bezirksregierung Arnsberg wie versprochen zügig zustimmen.

Beide Schulen haben dann Eingangsklassen von rund 28 Schülern. Somit hätte der Schulkompromiss auch für Schwerter Schüler Vorteile, denn ohne die zusätzliche Klasse hätte es zumindest am FBG auch ohne Dortmunder Schüler deutlich größere Klassen gegeben.

Jetzt lesen

Fast zwei Stunden hatten zunächst der Schulausschuss und dann der Rat das Thema diskutiert. Dabei ging es neben vielen Grundsätzlichkeiten zur Schulpolitik vor allem um die Zukunft der Gymnasien. Denn die zusätzliche Eingangsklasse sei laut Bezirksregierung eine einmalige Sache, erklärte Sabine Reetz von der Stadtverwaltung.

CDU, Grüne und FDP hatte einen Antrag formuliert, der die Verwaltung beauftragte, erneut die Verhandlungen mit Dortmund über eine Beschulungsvereinbarung aufzunehmen. Das hatte zwar schon der Petitionsausschuss so gefordert, im Antrag ging es aber den Parteien auch darum, Dortmund für die pendelnden Schüler zur Kasse zu bitten. Ein Mandat, das die SPD als zu eng gefasst betrachtete. Am Ende wurde die Passage mit den Kosten zwar gestrichen, die SPD enthielt sich aber der Stimme. Der Antrag wurde von den restlichen Fraktionen angenommen.

Als sehr gute Unterstützung und Initiative, alle Beteiligten kurzfristig an einen Tisch zu holen, lobten die Eltern die Arbeit des Petitionsausschusses rund um Sprecherin Claudia Middendorf. Für die drei Mütter als Initiatorinnen war es die erste Petition und ein absolut guter Schritt. „Wir bedanken uns, dass in doch kurzer Zeit so viel in Bewegung gebracht wurde“, erklärte Nicole Feist, eine der Sprecherinnen.

Auch der Schulpflegschaftsvorsitzende des FBG, Sascha Kudella, zeigte sich mit der Lösung zufrieden und verwies darauf, dass ein Schulfrieden nur durch eine dauerhafte Vierzügigkeit des FBG gewährleistet sei.

Weil Schwerte eine neue Gesamtschule gegründet hatte, ordnete die Bezirksregierung an, die Plätze auf den Gymnasien zu beschränken. Das sorgte dafür, dass Dortmunder Kinder in diesem Jahr zunächst nicht an den Schwerter Schulen aufgenommen werden sollten.

Jetzt lesen

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt