Dragi und Eberhard wüteten in Schwerte ohne Verletzte

rnSturm in Schwerte

Erst Dragi, dann Eberhard: Zwei Unwetter hatten am Wochenende die Ruhrstadt fest im Griff. Wir haben die Einsätze von Polizei und Feuerwehr sowie Ausfälle bei Bus und Bahn zusammengefasst.

Schwerte

, 11.03.2019, 12:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gestrandete Bahnreisende, umgestürzte Bäume, beschädigte Häuser: Sturm Dragi und Sturmtief Eberhard haben in NRW am Wochenende nicht nur den Bahnverkehr lahmgelegt, sondern auch große Schäden verursacht.

Am frühen Montagmorgen sorgte kurzzeitiger Schneeregen für Überraschungen bei Pendlern und zusätzliches Verkehrschaos auf Straßen und Schienen.

Nachdem die Deutsche Bahn den Zugverkehr am Sonntag vollständig eingestellt hatte, fuhren die meisten Züge am Montag zwar wieder. Bahnreisende mussten aber weiterhin mit Einschränkungen, Ausfällen und verspäteten Zügen rechnen. Darüber informierte die Deutsche Bahn. „Pendler sollten sich in den Informationssystemen auf dem Laufenden halten“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Montagmorgen.

Baum kippte auf die Bahngleise

Am Samstag legte ein umgestürzter Baum die Ardeybahn still. Gegen 18 Uhr stieß die Regionalbahn 53 zwischen Schwerte und Hennen mit dem Hindernis zusammen, Verletzte oder größere Schäden habe es aber nicht gegeben, berichtete ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage der Redaktion. Nur wenige Minuten später, um 18.53 Uhr, konnte der Zug die Fahrt fortsetzen.

Am Montagmittag war auf der Bahnstrecke zwischen Dortmund und Iserlohn aber nicht mehr mit witterungsbedingten Verspätungen bei der RB 53 zu rechnen.

Aber nicht nur auf den Gleisen wüteten Dragi und Eberhard. Auch auf den Straßen zersägte die Feuerwehr mehrere Bäume. Bis 18 Uhr am Sonntag habe es 23 Einsätze wegen des Sturmtiefs gegeben. Am Montag habe es für die Feuerwehr dann gar keine Sturmeinsätze gegeben, wie Feuerwehrchef Wilhelm Müller berichtete.

Am Schälk zwischen Ergste und Letmathe war ein Baum auf die Straße gestürzt.

Am Schälk zwischen Ergste und Letmathe war ein Baum auf die Straße gestürzt. © Foto: Manuela Schwerte

Verletzte habe es aber am Sturm-Wochenende nicht gegeben, bestätigte am Montag Thomas Röwekamp von der Kreispolizeibehörde Unna. Im gesamten Kreisgebiet habe es von Samstagmittag bis Montagmorgen 95 Polizeieinsätze gegeben, davon 20 in Schwerte. „Es hat sich aber hauptsächlich um Gefahrenstellen durch umgestürzte Bäume oder Straßenschilder gehandelt“, so Röwekamp. In Schwerte sei es verhältnismäßig ruhig geblieben.

Dem Kletterwald am Freischütz konnte Sturm Eberhard nichts anhaben - ganz im Gegenteil zu Sturm „Friederike“, der am 18. Januar 2018 über Schwerte hinwegfegte und reihenweise Bäume im Kletterwald umriss.

Auch am Montag noch Warnstufe Orange

Sind das normale Auswirkungen? Und wie stark war der Sturm überhaupt? „Es hat schon heftig gestürmt. Ganz ohne war das nicht“, sagt Thomas Röwekamp. Auch am Montag ruft der Deutsche Wetterdienst noch die Warnstufe Orange für weite Teile des Ruhrgebiets aus - auch für Schwerte. Vor allem vor herabstürzenden Ästen solle man sich in Acht nehmen, sich möglichst wenig im Freien aufhalten.

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