Der Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe im Ahrtal wird wohl noch einige Monate andauern. Der DRK-Ortsverein Schwerte und die Johanniter wollen den Betroffenen mit ihrer Spendenaktion Hoffnung geben. © picture alliance/dpa
„Spende Trost“

DRK Schwerte beteiligt sich an vorweihnachtlicher Aktion für das zerstörte Ahrtal

Das DRK Schwerte und die Johanniter möchten den vom Hochwasser Betroffenen im Ahrtal ein Weihnachtsgeschenk machen. Neben Geldspenden hoffen die Organisatoren auch auf andere Zuwendungen.

Im Juli erreichte eine Flutkatastrophe das Ahrtal – mindestens 133 Menschen verloren dabei ihr Leben, Tausende Häuser wurden zerstört oder beschädigt. Der Wiederaufbau wird dauern.

Im Anschluss halfen viele Haupt- und Ehrenamtler den Betroffenen im Überschwemmungsgebiet. Einer der Helfer im Ahrtal war Marc Glauer, der bei den Johannitern im Rettungsdienst tätig ist.

Symbolische Geste der Hoffnung

Glauer und seine Kollegen haben im September gemeinsam mit den Betroffenen Häuser entkernt und ausgeräumt. Dabei ist der 26-Jährige mit vielen Menschen, die ihr Hab und Gut verloren haben, ins Gespräch gekommen. Die Anwohner hätten Angst, in Vergessenheit zu geraten.

Die Ereignisse vor Ort brachten Glauer, der für die Johanniter-Unfall-Hilfe im östlichen Ruhrgebiet tätig ist, auf die Idee, den Betroffenen pünktlich zur Adventszeit eine symbolische Geste der Hoffnung mit auf den Weg zu geben.

„Wir wollen den Menschen im Ahrtal mit selbstgebastelten Weihnachtskarten, Plätzchen und einem symbolischen Licht zeigen, dass sie nicht vergessen werden“, erklärt Martin Vollmer, Pressesprecher der Johanniter im Regionalverband. „Die Übergabe soll dann am 5. Dezember, dem Tag des Ehrenamts, vor Ort stattfinden.“

Spenden noch bis Ende November möglich

Mit an der Aktion der Johanniter ist auch der DRK-Ortsverein Schwerte beteiligt. Der Kontakt sei über dienstliche und private Freundschaften der beiden Gruppen entstanden. Nun hoffen die Beteiligten auf viele Spenden und Zuschriften, um die Aktion so durchzuführen, wie geplant.

„Einen Fixbetrag für finanzielle Hilfe gibt es nicht. Wir gucken, wie viel es am Ende wird und den Rest legen wir selber drauf“, so Vollmer. „Wenn Geld übrig bleibt, wird es an die Organisationen weitergegeben, die vor Ort Hilfe leisten.“

Neben finanziellen Spenden hoffen die Johanniter auch auf weitere Zuschriften, die der Aktion weiterhelfen: „Kitas könnten zum Beispiel gemeinsam Weihnachtskarten für die Anwohner basteln oder Kekse backen. Bei uns vor Ort haben sich schon einige Kindergärten gemeldet.“

Bis Ende November könne man noch etwas spenden, wobei es Glauer und seinen Kollegen zu Gute käme, wenn die Zuwendungen etwas früher eingeschickt werden. „In der letzte Novemberwoche müssen wir uns schon um die Logistik kümmern“, so Vollmer. „Bis dahin müssen wir eingekauft haben und auch die Tüten zusammenstellen.“

Finanzielle Spenden für die Aktion können an das Spendenkonto der Johanniter-Unfall-Hilfe gesendet werden:

  • Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., RV östl. Ruhrgebiet
  • IBAN: DE41 3702 0500 0004 3151 18
  • BIC: BFSWDE33XXX
  • Verwendungszweck: Spende Trost
Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer