Durch Aufstockung des Parkdecks am Marienkrankenhaus entstehen 109 neue Stellflächen

rnParken in Schwerte

Das vor zehn Jahren gebaute Parkhaus reicht nicht mehr aus. Deshalb soll eine dritte Ebene aufgesetzt werden. Aus besonderen Gründen allerdings nur auf einem Teil der Fläche.

Schwerte

, 08.03.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Besucher, Patienten, Klinik-Personal - alle kämpfen in der Nähe des Marienkrankenhauses um Abstellmöglichkeiten für ihre Autos. Dazu kommen die Besucher und Mitarbeiter des angrenzenden Ärztehauses „Medical Center“. Die Kapazität des vor zehn Jahren errichteten zweistöckigen Parkdecks entlang der Béthunestraße reicht für den Bedarf nicht mehr aus - erst recht, wenn die Klinik auch noch durch den geplanten Anbau eines neuen Trakts im Bereich der jetzigen Kapelle vergrößert wird. Durch eine teilweise Aufstockung soll deshalb möglichst noch in diesem Jahr die Zahl der Stellflächen von 330 auf 439 erweitert werden. Mit einem einstimmigen Beschluss gab der städtische Planungsausschuss bereits grünes Licht für die Aufstellung des nötigen Bebauungsplans „In der Mülmke“ im beschleunigten Verfahren, wie Stadt-Pressesprecher Ingo Rous bestätigt.

Parksuchverkehr an der Klinik vermeiden

„In den Spitzenstunden ist bereits heute eine Vollauslastung beziehungsweise Überlastung des Parkhauses erkennbar“, erfuhren die Politiker aus der Beschlussvorlage aus dem Bereich Stadtplanung des Rathauses: „Mit der Aufstockung des Parkdecks um eine Ebene kann der Stellplatznachfrage entsprochen werden.“ Damit würde gleichzeitig unnötiger Parksuchverkehr im Umfeld des Krankenhauses vermieden.

Eine komplette neue Etage wird aber nicht auf das Parkdeck aufgesetzt. Aufgestockt wird nur die Hälfte zur Béthunestraße hin. „Aus Rücksicht auf die Anwohner in der Schillerstraße“, sagt Marc Schulte-Drüfel, Geschäftsführer des Parkhaus-Eigentümers MPS GmbH. Zu der Wohnbebauung im Süden wird - so die städtische Vorlage - ein „gebührender Abstand“ gehalten. Außerdem ist vorgesehen, dass die beiden obersten Parkdecks in der Nachtzeit zwischen 22 und 6 Uhr nicht benutzt werden dürfen. Ein entsprechendes Einfahrtverbot für diese Bereiche solle durch einen städtebaulichen Vertrag mit dem Betreiber sichergestellt werden. Unter diesen Voraussetzungen ergaben Berechnungen, dass die Immissionswerte der Technischen Anleitung Lärm für allgemeine Wohngebiete bei Tag und Nacht unterschritten werden.

Wunsch ist ein Baubeginn in den Sommerferien

Zu erreichen ist das Parkdeck weiterhin über die vorhandene Einfahrt an der Privatstraße, die von der Béthunestraße auf das Krankenhausgelände führt. Über eine neue Rampe geht es dann weiter auf die neue Ebene, die aus einer Beton-Stahlkonstruktion entstehen wird, wie Marc Schulte-Drüfel berichtet. Er möchte so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen, aber das sei abhängig von der Schaffung des Planungsrechts: „Unsere Wunschvorstellung wäre in den Sommerferien. Dann würde es am wenigsten den Ablauf stören.“ In der ruhigen Zeit fällt es nicht so ins Gewicht, wenn durch die Bauphase vorübergehend Parkplätze nicht genutzt werden können. Mit der Fertigstellung rechnet Schulte-Drüfel dann nach vier bis fünf Monaten.

Größeres Kontingent für Krankenhaus-Mitarbeiter

Im Marienkrankenhaus zeigt man sich begeistert von den Plänen. „Es wäre eine feine Sache, wenn es mehr Parkplätze gäbe“, sagt Kliniksprecher Detlev Schnitker. Im Zuge des Bürgermeister-Wahlkampfs vor einem Jahr sei ihm das Vorhaben erstmals bei einer Veranstaltung des damaligen Kandidaten Adrian Mork zu Ohren gekommen. Es würde helfen, den Parkdruck beim Klinik-Personal zu lindern, für das man sich beim Bau des Parkdecks vor zehn Jahren ein Belegungs-Kontingent gesichert hatte. Bislang können 120 Plätze über den Arbeitgeber zu einem monatlichen Preis von 25 Euro gemietet werden. Aber mittlerweile beschäftigt das Haus an seinen beiden Standorten Goethe- und Schützenstraße zusammen knapp 1.000 Mitarbeiter. „Die Plätze sind begehrt“, weiß Schnitker: „Es gibt eine Warteliste.“ Da wird ihn das Entgegenkommen freuen, das Marc Schulte-Drüfel schon signalisiert: „Wenn Bedarf vom Krankenhaus da ist, können sie weitere Parkplätze bekommen.“

Lesen Sie jetzt