Frühere Backfiliale wird Bistro: Der Betreiber ist kein Unbekannter

rnBahnhofstraße Schwerte

Nachdem sich die Bäckerei Sondermann von der Bahnhofstraße zurückgezogen hat, bleibt das Ladenlokal nicht lange leer. Es wird zu einem Bistro mit einem besonderen, regionalen Konzept.

Schwerte

, 17.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von der Sondermann-Reklame waren schon Anfang der Woche nur noch ein paar Kleberspuren an der Fassade geblieben. Jetzt sind auch die schon hinter einem neuen Schriftzug verschwunden. Die Räume der früheren Bäckerei-Filiale an der Bahnhofstraße bleiben nicht lange leer. Und die neuen Mieter sind in Schwerte weiß Gott keine Unbekannten. „Ich bin super glücklich, dass ich sie begeistern konnte“, sagt Hausbesitzer Bernhard Druffel nach dem Vertragsabschluss mit Sascha und Sarah Ruhnke, den Betreibern der Bäckerei Becker: „Ich glaube, dass wir richtig Qualität auf die Bahnhofstraße bekommen.“

Keine weitere Filiale, sondern ein Bistrokonzept

Denn die Familie Ruhnke hat sich für das Objekt, auf das sie schon längere Zeit ein Auge geworfen hatte, ein besonderes Konzept ausgedacht. „Das Beckers“ - wie es heißt - soll keinesfalls ihren traditionsreichen Stammbetrieb am anderen Ende der Bahnhofstraße, wo sich auch die Backstube befindet, eins zu eins kopieren. „Es wird keine Backwarenverkaufsstelle“, sagt Sascha Ruhnke. Also nicht eine weitere Filiale mit Brot- und Brötchenregalen. Vielmehr möchte der Bäckermeister mit einem ausgefeilten Bistrokonzept einen Treffpunkt zum Wohlfühlen schaffen: „Einen Ort, wo wir nicht Dienstleister sind, sondern Gastgeber.“

Die neue Firmenwerbung ist über den Schaufenstern schon angebracht - natürlich ebenfalls von einer Schwerter Firma gefertigt.

Die neue Firmenwerbung ist über den Schaufenstern schon angebracht - natürlich ebenfalls regional von einer Schwerter Firma gefertigt. © Reinhard Schmitz

Groß über den Plänen steht - genauso wie über den Schaufenstern - das Motto: „Regional, traditionell, anders“. Dazu passend, wird auch die Speisekarte gestaltet. „Keine Schnitzel“, sagt Sascha Ruhnke, der in seiner Backstube schon einiges ausprobiert hat. Die Restwärme des Backofens wurde so beispielsweise ausgenutzt, um Pulled Pork zuzubereiten: „Das war mega lecker.“ Krautsalat wurde selbst hergestellt. Bei Suppentagen könnte man aus einer Terrine speisen, die aus Brotteig gebacken wird. Und auch über den Tellerrand hinausgeschaut hat der Bäckermeister. Bei einem Kollegen in Südtirol entdeckte er belegte Baguettes, die auch den Schwertern schmecken werden.

Die Eröffnung ist für den 1. November angepeilt

Bei allem baut Sascha Ruhnke auf Produkte aus der Region, die auch bei seiner Familie vorrangig auf den Tisch kommen. Getränke bezieht er etwa von Althoff, der eine Hermann-Brause aus Hamm im Programm hat. Das Fleisch stammt aus Schwerte, der Honig von einem Imker aus Sölderholz.

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Alle Gerichte wird es übrigens auch zum Mitnehmen geben. Die Eröffnung ist für den 1. November angepeilt. Die hochwertige Ladeneinrichtung, damals noch von Bäcker Feldkamp konzipiert, hat Vermieter Bernhard Druffel von Sondermann übernehmen können. Spül- und Kaffeemaschine sind schon geliefert. Die soll übrigens jeweils schon ab 6.30 Uhr laufen. Für die ersten Hungrigen, die sich auf den Weg zum Bahnhof machen.

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