Ehepaar Tiemann für soziales Engagement ausgezeichnet

Karl-Willi-Demgen-Preis

Ob beim Erfinderclub, der Schwerter Tafel oder im Arbeitskreis Asyl: Heidrun und Horst-Günter Tiemann bringen sich ein, wo sie nur können. In der Rohrmeisterei wurde das Ehepaar am Donnerstag mit dem Karl-Willi-Demgen-Preis für soziales Engagement und Zivilcourage ausgezeichnet.

SCHWERTE

von Von Anne Petersohn

, 18.11.2011, 12:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Heidrun und Horst-Günter Tiemann (Mitte) engagieren sich seit Jahren in mehreren sozialen Projekten - u.a. als Gasteltern für Tschernobyl-Kinder, als Betreuer einer Asylanten-Familie und bei der Schwerter Tafel. Dafür wurden sie nun mit dem Karl-Willi-Demgen-Preis ausgezeichnet.

Heidrun und Horst-Günter Tiemann (Mitte) engagieren sich seit Jahren in mehreren sozialen Projekten - u.a. als Gasteltern für Tschernobyl-Kinder, als Betreuer einer Asylanten-Familie und bei der Schwerter Tafel. Dafür wurden sie nun mit dem Karl-Willi-Demgen-Preis ausgezeichnet.

Über Jahre nahm das Ehepaar Kinder in den Ferien bei sich auf, half zusätzlich beim Aufbau eines Umsiedlungsdorfes in nicht verstrahlten Gebieten Weißrusslands. In fünf aufeinander folgenden Jahren war Heidrun Tiemann für jeweils vier Wochen vor Ort, organisierte Ferienfreizeiten für Mütter und Kinder. „Wir haben gebastelt und uns mit gesunder Ernährung beschäftigt.“ Ihr Mann organisierte Maschinen für das kleine Dorf, schuf damit sieben Arbeitsplätze. Noch heute werden dort Schilfmatten, die als Isolationsmaterial für Häuser dienen, hergestellt.

Darüber hinaus engagieren sich die Hennener aber auch in Schwerte: Heidrun Tiemann betreut eine allein erziehende Asylbewerberin mit sechs Kindern. Und Horst-Günter Tiemann hilft den Kleinen bei den Hausaufgaben, ist Betreuer beim Erfinderclub des Friedrich-Bährens-Gymnasiums. Den Förderverein der Schwerter Tafel hat der 66-Jährige mitbegründet. Prof. Werner Tschuschke, ein langjähriger Freund der Geehrten, machte in seiner Laudatio noch einmal deutlich, wie viel „Herzblut“ das Ehepaar in seine Arbeit fließen lasse. Und auch , Namensgeber des Preises, lobte das Engagement: „Das Besondere ist, dass sie nicht nur auf kommunaler, sondern auch auf internationaler Ebene aktiv sind.“

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