Ein Ehrenring für den Chef des Schwerter Sports

Heiner Kockelke

Acht Jahre lang hat Schwerte keinen Ehrenring verliehen. Am Mittwoch wurde die höchste Auszeichnung der Stadt wieder vergeben - und zwar an den Vorsitzenden des Stadtsportverbandes, Heiner Kockelke. Aus diesem Anlass fand eine ganz besondere Ratssitzung statt.

SCHWERTE

, 08.03.2017, 16:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Ehrenring für den Chef des Schwerter Sports

Bürgermeister Heinrich Böckelühr (l.) überreichte Heiner Kockelke den Ring und die zugehörige Urkunde.

Statt des Plenums hatte man Stuhlreihen aufgebaut. Denn der einzige Tageordnungspunkt war die Verleihung des Rings. Seit 2004 steht Heiner Kockelke an der Spitze des Stadtsportverbandes. Insgesamt hat er mehr als sein halbes Leben in der Dachorganisation des Schwerter Sportes ehrenamtlich mitgearbeitet. 

Ruhrstadtlauf war liebstes Projekt

Unter Kockelkes Führung hat sich im Schwerter Sport eine Menge getan. Eines seine liebsten Projekte ist der Ruhrstadtlauf, der im vergangenen Jahr zum zehnten Mal stattfand. Aber auch die Vielseitigkeitsprüfung für Viertklässler und die Sportabzeichentage an den Grundschulen gehören zu den Projekten, die Kockelke besonders am Herzen liegen.

Laudatio von Michael Grüll

Die Laudatio auf Schwertes ersten Sportfunktionär hielt Michael Grüll. Als Chef der Stadtwerke ist er auch einer der größten Sponsoren und Partner des Stadtsportverbandes. Von der Sportlerehrung der Stadt über die Stadtmeisterschaften im Fußball bis zum Ruhrstadtlauf reicht das Engagement des städtischen Energieversorgers beim Stadtsportverband. 

Grüll, der selbst keine sportlichen Ambitionen hat, würdigte vor allem Kockelkes Engagement für Schwerte. Seine Rede schloss er mit dem Satz: „Heiner, du bist ein Geschenk für die Stadt.“ Und Bürgermeister Heinrich Böckelühr, der den Ring überreichte, nannte den Geehrten „einen Macher“.

Kanuweltmeister Detlef Lewe war erster Ringträger

Einmal pro Ratsperiode wird die Auszeichnung verliehen. 2014 war es im Rat um einen Streit über die Kosten dieser Auszeichnung gekommen. Der massiv-goldene Ring mit dem handgeschliffenen rot-weißen Karneolachat ist mehre Tausend Euro wert. Angaben über die Kosten machte die Stadt nicht.

Jetzt lesen

Der Träger und seine Erben dürfen den Ring übrigens nicht verändern oder veräußern. Der erste Ehrenring der Stadt ging im November 1968 an den Kanuweltmeister Detlef Lewe.

Die lebenden Ehrenringträger
Kurt Ehrke (Industrieller), Ernst D. Schmerbeck (Stadtdirektor a. D.), Schwester Marlies Andreae (Diakonisse), Walter Weiher (Ratspolitiker), Bernhard Vickermann (Kommunalpolitiker), Lothar Meißgeier (Heimatforscher), Diethild Dudeck (ehemalige Oberschichtmeisterin), Rudolf Pohl (Kommunalpolitiker), Hans-Wilhelm Kremer, Dagmar Berg (Volleyballtrainerin), Karl-Wilhelm Demgen (Unternehmer), Hans Schneider (Kommunalpolitiker)

Lesen Sie jetzt