Ein schwerer Abschied

Kleingarten

SCHWERTE Als Ausgleich zu seiner Arbeit hat Rolf Mucke viele Stunden in seinem Kleingarten verbracht – wie schon sein Vater. Ein schwerer Gang war für den 85-Jährigen die Übergabe am Samstag. Nach über 80 Jahren ging die Muckesche Parzelle in neue Hände über.

von Von Sophie Bissingen

, 22.11.2009, 15:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rolf Mucke im Gespräch mit dem Vereinsvorsitzenden Jürgen Parschedag.

Rolf Mucke im Gespräch mit dem Vereinsvorsitzenden Jürgen Parschedag.

Neben Rolf Mucke steht seine Frau Hildegard. Auch ihr fällt die Übergabe sichtlich schwer. Schon in der Kindheit hat Rolf Mucke im Kleingarten seines Vaters gespielt, 1968 übernahm er den Garten. Stolz erzählt seine Frau, was ihr Mann alles angebaut hatte. „Ich habe immer Marmelade aus eigenen Beeren gekocht. Aber auch Kartoffeln, Karotten, Beeren und Gemüse haben wir angebaut“, sagt sie.

In einem alten Pass wurde seit Bestehen der Parzelle alles eingetragen. „Hier steht es: Mein Vater hat 1954 noch sechs Mark Pacht und 3,60 DM Vereinsbeitrag bezahlt“, liest Rolf Mucke vor. Ungläubig vergleicht der Vereinsvorsitzende Jürgen Parschedag: 2009 kostet die Pacht 72,09 Euro und der Beitrag 23 Euro. Parschedag ist mit Urkunde samt Foto gekommen. „Das machen wir sonst nie, aber in so einem speziellen Fall machen wir eine Ausnahme." 

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