Eltern stellen Forderungskatalog zu Unterricht in Corona-Zeiten vor

Elternverbände

Die Elternverbände in NRW sind sauer. Für sie sind die Corona-Schutzmaßnahmen an Schule lückenhaft. Steffi Krüger Peter fürchtet, dass vor allem eine Gruppe von Schülern abgehängt wird.

Schwerte

, 29.08.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Steffi Krüger-Peter, hat der Landesregierung zusammen mit der  Landeselternkonferenz einen Forderungskatalog vorgestellt.

Steffi Krüger-Peter, hat der Landesregierung zusammen mit der Landeselternkonferenz einen Forderungskatalog vorgestellt. © Holger Bergmann

Nach den ersten Wochen Schulunterricht unter Corona-Bedingungen gibt es erste Erfahrungen, die Schwächen der Hygiene-Maßnahmen aufzeigen. Vor allem eine Schülergruppe scheint benachteiligt.

„Die Förder-Schüler werden mal wieder komplett abgehängt“, sagt Steffi Krüger-Peter, Schwerter Mitglied in der Landeselternkonferenz. Viele Förderschüler haben Schwierigkeiten damit, ihren Mundschutz aufzusetzen und werden daher oft nicht im Bus mitgenommen.

„Da bleiben wieder mal nur die Eltern als Taxifahrer übrig“, so Steffi Krüger-Peter. Und das ist nicht allen Eltern möglich. „Darunter leiden die Kinder“, so Steffi Krüger-Peter.

Ab September keine Maskenpflicht mehr

Weil es auch in anderen Bereichen der „Beschulung unter Corona-Bedingungen“ hakt, hat die Landeselternkonferenz eine Liste mit Forderungen aufgestellt.

Die Eltern fordern darin weitere Infektionsschutzmaßnahmen, die sollen die Maskenpflicht überflüssig machen.

Die Schüler sollen täglich in die Schule gehen, wenn nötig mit stundenreduziertem Unterrichtsumfang. Neben dem Präsenz-Unterricht soll Unterricht auch digital angeboten werden.

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Weiter fordern die Eltern, dass Schüler, die in festen Gruppen lernen, wöchentlich getestet werden. Außerdem lehnen die Eltern die Bewertung ihrer Kinder nach bisherigen Standards ab. Leistungsbewertungen sollen flexibler gestaltet werden.

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