Die „Elternhaltestelle" ist wie auf diesem Foto oft einfach zugeparkt. Die Probleme sind dadurch hausgemacht. © Stadt Schwerte
Meinung

Elterntaxis sind für Kinder gefährlicher als ein Schulweg zu Fuß

An der Reichshofschule gab es schon zum zweiten Mal eine Elterntaxi-Aktion. Unsere Autorin findet das zwar richtig, meint aber: Eigentlich würde gesunder Menschenverstand reichen.

Schon zum zweiten Mal hatten sie vor den Toren der Reichshofschule in Westhofen mobil gemacht: die Schulleitung, die Polizei und die Stadt. Und die Aktion, die auf das Thema Elterntaxis und die dortige Elternhaltestelle aufmerksam machen sollte, die häufig zugeparkt wird, halte ich auch für gut und richtig. Aber man fragt sich doch, warum so etwas überhaupt nötig ist.

Jeder, der Kinder hat, hat diese sicher aktuell oder früher, als sie noch klein waren, schon einmal mit dem Auto zur Schule gefahren. Aber wieso muss das immer gefühlt bis vor das Klassenzimmer sein? Obwohl doch jeder, der sein Kind dorthin bringt, weiß, was dann passiert.

Ein Schulweg zu Fuß wäre ungefährlicher

Und dass das viel gefährlicher ist als das, was sonst passieren würde: Statt vieler Mädchen und Jungen, die in Gruppen quatschend zur Schule gehen, drubbeln sich Autos, stehen sich im Weg, drängen sich aneinander und an Kindern vorbei. Alle, die hineinfahren, nehmen das Chaos und seine Gefahren in Kauf – und fahren meist fluchend oder zumindest schlecht gelaunt angesichts des Gedränges, das sie selbst mit verursachen, wieder ab.

Es ist ja nicht so, als wäre das nur an der Reichshofschule so. Hier hat man sogar ein Stückchen entfernt eine Elternhaltestelle eingerichtet, damit die Kinder problemlos ein- und aussteigen können. Das aber funktioniert nicht, weil die Fläche als Parkzone genutzt wird. Es könnte alles so viel einfacher sein.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Leben erleben, mit allem was dazugehört, das ist die Arbeit in einer Lokalredaktion, und das wird auch nach mehr als 30 Jahren niemals langweilig, in der Heimatstadt Dortmund sowieso nicht. Seriöse Recherche für verlässliche Informationen ist dabei immer das oberste Gebot.
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Britta Linnhoff