Zeljko Sarcevic, Inhaber von Das Lokal, sagt: „Nichts ist auffallend teurer geworden.“ © Irina Höfken (A)
Gastro-Preise

Erhöhung der Gastro-Preise: Schwerter Wirte ziehen nur bedingt mit

Im Umkreis erhöhen Restaurants und Kneipen seit der Wiedereröffnung ihre Preise. Die Schwerter Wirte ziehen da nur bedingt mit und nennen Gründe für die leichten Erhöhungen.

Die Gastronomie ist schon seit einer Weile wieder geöffnet. In Restaurants und Kneipen im Umkreis, wie zum Beispiel in Dortmund, müssen sich die Gäste nun auf höhere Preise einstellen. Die Schwerter Wirte ziehen bei der Erhöhung der Preise nur bedingt mit. Der Grund für die teureren Speisen und Getränke in der Gastronomie liegt aber nicht an den Nachwirkungen der Corona-Pandemie.

Leichte Erhöhungen liegen nicht an Corona

„Wir haben die Preise nicht wirklich auffallend angezogen.“, berichtet Zeljko Sarcevic, Inhaber von Das Lokal. „Wir haben alle Gerichte um etwa zwei Prozent erhöht, was aber alle paar Jahre ganz normal und auch nötig ist.“ Der Grund dafür liege allerdings nicht an Corona, sondern an der allgemeinen Erhöhung der Lebensmittelpreise und der Inflation. „Ein Gericht, das vorher 17 Euro gekostet hat, kostet jetzt 17,50. Es ist also nichts auffallend teurer geworden. Die Preise wären mit oder ohne Corona etwas gestiegen.“

Auch von einigen Gastro-Kollegen in Schwerte habe Sarcevic gehört, dass auf die Gäste weitestgehend keine Erhöhungen zukommen. Für die Zukunft stellt der Wirt in Aussicht, dass sich die Preise mit einer Erhöhung des Mindestlohns noch einmal erhöhen könnten. „Kommt der neue Mindestlohn wird natürlich auch das Personal teuer und damit auch die Gerichte und Getränke. Ich finde diese Lohnerhöhung aber völlig berechtigt.“

Im Lo‘Canta noch alles beim Alten

Auch in der Traditionskneipe Zur Waage am Postplatz müssen sich die Gäste nicht auf einen Preisanzug einstellen, der sich im Geldbeutel bemerkbar macht. „Das Bier und alles Weitere kostet nun 10 Cent mehr.“, erklärt Wirtin Sylvia Schülke. „Das liegt aber ganz einfach daran, dass die Brauereien etwas angezogen haben.“ Trotz der sehr geringen Erhöhung gebe es dennoch Gäste, die sich bei Schülke über die neuen Preise beschweren: „Manche sagen, da könnten sie sich auch gleichen einen Kasten holen und das Bier stattdessen zuhause trinken. Die meckern zwar, aber am Ende kommen sie trotzdem wieder zu uns.“

Im spanischen Restaurant Lo‘Canta am Markt gab es bisher noch keine Änderungen der Preise für Speisen und Getränke, wie eine Mitarbeiterin erklärt: „Noch ist alles beim Alten, aber eine leichte Erhöhung ist in Planung – wahrscheinlich aber erst zum Ende diesen oder zu Beginn des nächsten Jahres.“ Auch hier liegen die Gründe in den allgemein teureren Kosten im Einzelhandel. Ziehe man da nicht etwas an, bliebe irgendwann nicht mehr genug übrig für Personal und andere Kosten.

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Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer