Erst gekifft, dann gedealt: Prozess gegen Schwerter Drogendealer (27) hat begonnen

Landgericht Hagen

Seit Jahren raucht der 27-jähriger Schwerter regelmäßig Marihuana. Als er sich von seinem Dealer überreden ließ, selbst Drogen zu verkaufen, begann der Abstieg. Jetzt steht er vor Gericht.

Schwerte

, 21.10.2019, 16:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erst gekifft, dann gedealt: Prozess gegen Schwerter Drogendealer (27) hat begonnen

Am Hagener Landgericht wird gegen den Mann aus Schwerte verhandelt. © Martin von Braunschweig

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor dem Hagener Landgericht vor, fast zwei Kilo Marihuana angekauft und mit Gewinn weitergegeben zu haben. Bei seiner Festnahme im März 2018 waren neben der letzten Marihuana-Lieferung auch knapp 750 Euro Bargeld und eine kleinere Menge Kokain sichergestellt worden. Und dann fanden die Beamten noch etwas anderes, das dem Schwerter nun große Probleme bereiten könnte.

In einer Tasche, die direkt neben den Drogen lag, steckten ein Klappmesser und ein Tierabwehrgerät. Beides könnte vor dem Gesetz als „Waffe“. Und bewaffneter Drogenhandel wird besonders hart bestraft. Dass er die Gegenstände bei der Festnahme bewusst bei sich hatte, räumte der Angeklagte gleich zu Prozessbeginn ein. Er sagte jedoch: „Ich hatte niemals vor, die Dinge wirklich einzusetzen. Die hatte ich nur aus Angest eingesteckt, weil man ja nie weiß, was passiert.“

„Irgendwann wurde es größer und größer“

Begonnen hat die kriminelle Karriere des Schwerters als Kiffer. Als ihm sein langjähriger Dealer dann das Angebot machte, doch selbst einmal Rauschgift zu verkaufen, witterte der heute 27-Jährige ein gutes Geschäft. „Erst habe ich nur im Bekanntenkreis was abgegeben“, sagte er den Richtern am Montag. „Irgendwann wurde es aber größer und größer.“

Auch die Drogenmenge aus der Anklage will der Mann nicht bestreiten.

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