Corona in Schwerte

Es geht wieder rund: Herbstkirmes beim Neustart noch ein wenig kleiner

Zwei Jahre lang mussten die Schwerter auf diesen Moment warten: Endlich gibt es nach Corona wieder Kirmestrubel in der Stadt. Beim Neustart ist das Spektakel noch ein wenig anders als sonst.
Absperrschilder weisen rund ums Rathaus auf die bevorstehende Herbstkirmes hin. © Reinhard Schmitz

Die Absperrbaken und -schilder rund um das Rathaus stehen bereit. Die dicken Stromkabel sind von Platane zu Platane über die Fahrbahn gespannt. Auch einige Buden stehen schon auf den Wiesen der Grünanlage als Vorboten der Herbstkirmes.

Nach zweijähriger Corona-Zwangspause drehen sich von Freitag (22.10.) bis Montag (25.10.) endlich wieder Karussells im Herzen der Stadt. Und der sehnsüchtig vermisste Duft von gebrannten Mandeln beglückt die Nasen der Schwerter.

Diesmal nur auf der Rathausstraße und Hastingsallee

„Wir freuen uns, dass wir nach langer Abstinenz wieder am Start sind“, sagt Frank Foulon vom geschäftsführenden Vorstand des Schaustellervereins Iserlohn-Schwerte, der die Traditionsveranstaltung organisiert. Weil das Land NRW die Corona-Regeln erst sehr kurzfristig gelockert und damit viele Kollegen überrascht habe, fällt sie diesmal etwas kleiner aus.

Manche Karussells seien noch in den Werkstätten, für andere fehle des Personal zum Aufbau. Wie beispielsweise dem Betreiber des Breakdance, den man eigentlich gern noch mit im Unterhaltungsprogramm gehabt hätte. Doch wie in anderen von der Pandemie besonders betroffenen Branchen habe sich auch Mitarbeiter der Schaustellerbetriebe teilweise beruflich anders orientiert.

Als einer der ersten Vorboten der Herbstkirmes stand dieser Container auf Stelzen am Dienstagnachmittag schon vor dem „Kreuz der Kreuze
Als einer der ersten Vorboten der Herbstkirmes stand dieser Container auf Stelzen am Dienstagnachmittag schon vor dem „Kreuz der Kreuze“ hinter dem Rathaus. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Die Festmeile beschränkt sich deshalb zunächst auf die Rathausstraße und Hastingsallee; hinter dem Rathaus wird noch nicht wieder aufgebaut. Trotzdem dürfen sich die Schwerter auf drei große Fahrgeschäfte freuen: Den unverzichtbaren Autoscooter, den Musikexpress und einen „Scheibenwischer“, der vor allem von der Jugend umlagert ist. Dazu locken drei verschiedene Kinderkarussells, Pfeil- und Ballwurfbuden die Familien zum Besuch sowie natürlich die Stände mit allerlei Imbiss-Spezialitäten, Schokofrüchten und Mandeln.

Zum Abschluss wird auch wieder ein Feuerwerk geboten

„Wir hätten gerne mehr angeboten, aber in der Kürze der Zeit war das leider nicht möglich“, sagt Frank Foulon mit Bedauern. Auch auf die gewohnte Losbude müssen die Schwerter noch einmal verzichten. Der Betreiber hätte Sicherheit haben müssen, viele Kirmesplätze hintereinander ansteuern zu können, damit sich die Investition in die Gewinne lohnt. Denn um den Wagen mit prall gefüllten Regalen schön aussehen zu lassen, müsse man rund 20.000 bis 25.000 Euro vorstrecken, erläutert Frank Foulon.

Doch nach so langer Pause können sich eigentlich alle nur freuen, dass überhaupt wieder Karussells und Unterhaltung in der Innenstadt geboten werden. Los geht es an allen vier Tagen um 14 Uhr, am Sonntag auch schon etwas früher. Schluss ist jeweils gegen 22 Uhr – am Montag sogar mit einem Bodenfeuerwerk wie immer.