Es gibt wieder ein Nachtleben in Schwerte: Die Keule kehrt zurück

rnCoronakrise in Schwerte

Die kultige Esskneipe an der Wilhelmstraße brauchte einen etwas längeren Vorlauf zur Wiedereröffnung. Die Zeit wurde für Verbesserungen genutzt, die den Gästen auch während Corona nutzen.

Schwerte

, 25.05.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gibt wieder ein richtiges Nachtleben in der Innenstadt von Schwerte. Die Esskneipe „Keule“ an der Wilhelmstraße 26 kommt nach der Zwangspause zurück. Am Montag (25. Mai) um 18 Uhr öffnen sich die Türen wieder für die Gäste. Das Telefon stand schon vorher nicht still, um Tische zu reservieren. Die Sehnsucht nach Keuleplatte, Keuletopf und den anderen Spezialitäten schien groß.

Die Speisekarte gibt es jetzt per QR-Code aufs Handy

Für die Bestellung hat sich Christopher Schulze-Bentrop aus der Inhaberfamilie etwas Neues ausgedacht: „Wir haben jetzt eine digitale Speisekarte.“ Auf den Tischen stehen laminierte Blätter mit einem QR-Code, der mit dem Handy eingescannt wird - und schon kann man Gerichte und Getränke auf dem Display auswählen. Die Bestellung nimmt aber anschließend ein richtiger Kellner auf. Der bringt auch eine normale Speisekarte, wenn ein Gast kein Handy zur Hand hat.

Schon am Fenster weist die Keule auf die derzeit nötigen Hygieneregeln wegen der Coronakrise hin.

Schon am Fenster weist die Keule auf die derzeit nötigen Hygieneregeln wegen der Coronakrise hin. © Reinhard Schmitz

Während andere Restaurants der Stadt nach der Lockerungen der Corona-Regeln schon vor 14 Tagen wieder eröffneten, hat die Keule sich eine etwas längere Vorlauf-Pause gegönnt. Hinter der Kulissen liefen aber schon die Vorbereitungen. Es waren nicht nur frische Waren zu bestellen. Die Zeit wurde auch für eine Umstrukturierung in der Küche sowie kleinere Reparaturen genutzt.

In der Zwangspause wurde eine Klimaanlage installiert

Am deutlichsten sichtbar ist die neue Klimananlage unter der Decke. „Sie ist zurzeit geschaltet für eine erhöhte Frischluftzufuhr“, erklärt Christopher Schulze-Bentrop. Das ist gut in Corona-Zeiten: „Wir haben uns an den Hygiene-Richtlinien orientiert.“ Wie überall, müssen sich die Gäste derzeit auf Veränderungen einstellen. Ein Schild an der Tür weist auf die Maskenpflicht hin, nur an den Tischen darf der Schutz abgenommen werden. Am Eingang markieren blauen Bodenlinien eine Wartezone, wo Ankommende von einem Kellner abgeholt und zu einem freien (oder reservierten) Tisch geführt werden.

Plexiglaswände sind noch in Planung

Weil die Gaststuben sehr geräumig und auch die Abstände zwischen den Sitzgruppen groß sind, brauchte nur auf etwa jeden dritten Tisch verzichtet zu werden. Sobald Plexiglas-Wände eingebaut sind, können auch diese zum Großteil wieder benutzt werden. Ebenso möchte Christopher Schulze-Bentrop die gesperrten Hocker am Tresen bald wieder freigeben: „Wir müssen uns dafür ein Konzept überlegen.“

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Auch wenn die Speisekarte jetzt digital ist und die Gäste einfach den QR-Code mit ihrem Handy einscannen, die Bestellung nehmen dann aber richtige Kellner an.

Seit dem 16. März war die Keule geschlossen. Am Wochenende davor war es noch rappel voll gewesen, berichtet Christopher Schulze-Bentrop: „Wir würden uns freuen, wenn wir jetzt wieder daran anknüpfen könnten, wie es vorher war.“ Bei den Öffnungszeiten ist schon alles wieder normal: ohne Ruhetag unter der Woche von 18 bis 1 Uhr, samstags und sonntags von 18 bis 5 Uhr.

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