Ex-Freundin beinahe zu Tode gewürgt: Urteil gegen Schwerter (22) ist „rechtskräftig“

Landgericht Hagen

Vom Vorwurf der Vergewaltigung wurde der Schwerter freigesprochen - jedoch als brutaler Frauenwürger verurteilt. Dagegen wollte er vorgehen. Weswegen es nun doch keine Revision gibt.

Hagen/Schwerte

, 14.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Ex-Freundin beinahe zu Tode gewürgt: Urteil gegen Schwerter (22) ist „rechtskräftig“

Der Angeklagte zwischen seinen zwei Verteidigern Hans-Peter Maas (li.) und André Hohberg im Prozess vor dem Hagener Landgericht. © Jörn Hartwich

Der 22-jährige Schwerter, der nach einem Würgeangriff auf seine Ex-Freundin (17) vom Hagener Landgericht zu drei Jahren Haft verurteilt worden ist, hat keine Revision eingelegt. „Das Urteil ist rechtskräftig“, bestätigte am Freitag eine Gerichtssprecherin.

Der Schwerter war am 5. Juni wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Den zusätzlichen Vorwurf einer Vergewaltigung hatten die Richter am Ende nicht mehr aufrechterhalten. Der Angeklagte hatte zugegeben, seine Ex-Freundin am 17. Oktober 2018 am Rande einer „Aussprache“ in einem Mietauto in Lichtendorf attackiert zu haben - eine Vergewaltigung bestritten. Weil die Richter die Aussage der 17-jährigen Belastungszeugin in punkto Vergewaltigung nicht zuletzt wegen zweimaligen Lügens nicht als glaubhaft eingestuft hatten, war der Angeklagte in diesem Punkt freigesprochen worden. Keine Zweifel hatten am Ende daran bestanden, dass die 17-Jährige von dem Angeklagten geschlagen, lebensberohlich gewürgt und gedemütigt worden ist.

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Die Verteidiger hatten angesichts von inzwischen mehr als sieben Monaten verbüßter U-Haft und obendrein gezahlten 300 Euro Schadenwiedergutmachung auf eine deutlich niedrigere Strafe, bestenfalls eine Bewährungschance spekuliert. Insoweit hätte eine Überprüfung des Urteils durch den Bundesgerichtshof per Revision kaum verwundert.

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