Solidarische Landwirtschaft

Fair, regional und ohne Chemie: Die „SoLaWi Eigenkraut“ stellt sich vor

„SoLaWi Eigenkraut“ steht für solidarische Landwirtschaft. Ziel ist der Anbau von regionalem Gemüse zu fairen Preisen. Bei einer Info-Veranstaltung möchte sich der junge Verein jetzt vorstellen.
Der junge Verein „SoLaWi Eigenkraut“ lädt zur Informationsveranstaltung ins Martin-Luther-Haus ein. © Ursula Doeren

Der im Sommer in Schwerte gegründete Verein „SoLaWi Eigenkraut“ (Solidarische Landwirtschaft) hat sich zum Ziel gesetzt, dass Gemüse regional und ohne Chemie angebaut wird und zu fairen Preisen bei den Verbrauchern landet.

Mittlerweile hat der Verein nach eigenen Angaben mehr als 50 Mitglieder und lädt zu einer Vorstellungsrunde ins Martin-Luther-Haus nach Hennen ein – ganz in der nähe des vereinseigenen Ackers.

Solidarische Landwirtschaft zum Mitmachen

Die Informationsveranstaltung findet am Samstag, 30. Oktober, von 11 bis 13 Uhr unter der Beachtung der 3G-Regel im Evangelischen Gemeindehaus Auf der Palmisse 5 statt. Der Verein möchte erläutern, was solidarische Landwirtschaft im Allgemeinen bedeutet und wer die „SoLaWi Eigenkraut“ im Speziellen ist.

Auf diesem Feld in Hennen will der Verein künftig Gemüse anbauen. © Heiko Mühlbauer © Heiko Mühlbauer

Ernteteiler berichten von Erfahrungen, beantworten Fragen und bieten einen Spaziergang über den eigenen Acker an.

Schon im nächsten Frühjahr möchte der junge Verein auf einem ein Hektar großen Feld direkt am Ruhrtal-Radweg in Zusammenarbeit mit zwei örtlichen Landwirten und fest und zu fairem Lohn angestellten Gärtnern sein „Eigenkraut“ anbauen. Die Verbraucher sollen mit einem festen, monatlichen Anteil nicht das einzelne Gemüse, sondern die gesamte Landwirtschaft finanzieren.

Im Gegenzug wird die Ernte gemeinsam geteilt. Solidarisch geteilt werde aber auch das Risiko: Mindern Schädlinge und Frost zur falschen Zeit den Ertrag, tragen alle Beteiligten auch den Verlust gemeinsam.

Mitmachen kann jeder – ob beim Unkrautjäten, anderen Aktionen auf dem Acker oder mit „Spezialwissen“, wie zum Beispiel als Steuerberater. „Und wenn man dann am Ende – Supermärkte und Discounter weit hinter sich lassend – über den Ruhrtal-Radweg nach Hennen radelt, um seinen wöchentlichen Gemüsekorb abzuholen, dann haben Gesundheit, Klima, Umwelt und Fairness schon von vornherein kräftigen Rückenwind genossen“, heißt es abschließend in einer Pressemitteilung des Vereins.

Anfang September haben wir den Verein an seinem Acker in Hennen besucht: