„Falsche Polizisten“ aus Schwerte: Seniorin lockte Trickbetrüger in die Falle

rnLandgericht Hagen

Im Prozess gegen vier mutmaßliche „falsche Polizisten“ aus Schwerte ist am Montag bekannt geworden, dass die Spur zu den Betrügern über ein besonders pfiffiges Opfer zustande gekommen ist.

Hagen/Schwerte

, 03.12.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Betrugs-Prozess gegen vier mutmaßliche Mitglieder einer Bande von „falschen Polizisten“ aus Schwerte ist auf die Zielgerade eingebogen. Am 9. Dezember sollen voraussichtlich die Urteile verkündet werden.

Am Montag wurde am Hagener Landgericht unter anderem bekannt, wie die Ermittler nach und nach auf die Spur der vier Angeklagten aus Schwerte gekommen sind. Eine Seniorin aus Bornheim, die den „Polizisten-Trick“ am Telefon offenbar schnell durchschaut hatte, hatte den Tätern im April 2018 selbst eine Falle gestellt und nur so getan, als ob sie ihnen auf den Leim geht. „Die Dame hat Verdauungsprobleme vorgegeben, den Hörer zur Seite gelegt und dann parallel über Handy die Polizei alarmiert“, berichtete ein Kriminalbeamter.

Täter haben die Tat bereits gestanden

Über die anschließende Festnahme eines der Geldabholer konnten danach auch Informationen zu den jetzt Angeklagten hergeleitet werden.

Die Schwerter haben bereits gestanden, sich bis Dezember 2018 in wechselnder Zweier-Besetzung bundesweit immer wieder vor Senioren als falsche Polizisten ausgegeben, Ersparnisse von 260.000 Euro erbeutet und ins Ausland transferiert zu haben. Der in die Irre führende Telefonanruf bei den Senioren war zuvor von den Köpfen der Bande aus der Türkei erfolgt.

Jetzt lesen

Zu Prozessbeginn hatten die Richter allenfalls zwei der vier Angeklagten eine Bewährungsstrafe in Aussicht gestellt.

Lesen Sie jetzt