Raub

Falscher „Messerschleifer“ beraubt Schwerterin (82) in der eigenen Wohnung

Eine Frau aus Schwerte lässt einen unbekannten Mann in ihre Wohnung. Angeblich will er ihre Messer schleifen. Doch dann eskaliert die Situation.
Nachdem sie von einem Unbekannten beraubt worden war, verständigte eine 82-jährige Seniorin die Polizei. © dpa

Am Donnerstagmorgen (13.1.) ist es in der Friedhofstraße zu einem Raub auf eine Seniorin gekommen. Die 82-Jährige ließ den unbekannten Täter zuvor in ihre Wohnung.

Der Mann hatte der 82-Jährigen gegen 10.50 Uhr an ihrer Haustür angeboten, Messer und Scheren zu schleifen. Die Geschädigte ließ den Täter herein und übergab ihm mehrere Messer.

Täter raubte Geld und eine Halskette

Anschließend verließ er die Wohnung und kam kurz danach mit den Messern wieder. Er verlangte daraufhin einen Wucherpreis. Als die Seniorin diesen nicht bezahlen wollte und ihm einen niedrigeren Betrag anbot, nahm er das Geld an sich, riss der Frau eine Kette vom Hals und flüchtete in unbekannte Richtung.

Die 82-Jährige wählte daraufhin den Notruf. Einsatzkräfte führten eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung durch. Sie konnten den Täter aber nicht mehr finden.

Die Seniorin beschrieb den Mann wie folgt: Er war ca. 50 Jahre alt und 1,65 m groß. Er hatte kurze Harre, trug eine dunkelblaue Jacke und eine graue Hose. Er sprach akzentfrei Deutsch. Zeugen, die den Täter gesehen bzw. bei denen er ebenfalls versucht hat, diese Masche anzuwenden, werden gebeten, sich an die Polizeiwache Schwerte unter Tel. (02304) 921 33 20 zu wenden.

Sicherheitshinweise der Polizei:

Aufgrund dieses Vorfalls gibt die Polizei an dieser Stelle außerdem Präventionshinweise zu fremden Personen an der Haustür:

  • Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.
  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe.
  • Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig Beistand zu leisten.
  • Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an. Suchen Sie deren Telefonnummer selbst heraus.
  • Denken Sie daran: Banken, Sparkassen, Polizei oder andere Behörden schicken Ihnen nie „Geldwechsler“ oder „Falschgeld-Prüfer“ ins Haus. Verständigen Sie über das Auftauchen derartiger Personen umgehend die Polizei.
  • Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke.
  • Nehmen Sie für Nachbarn nichts ohne deren ausdrückliche Ankündigung entgegen, zum Beispiel Nachnahmesendungen oder Lieferungen gegen Zahlung.
  • Geben Sie keine Unterschrift für angebliche Geschenke oder Besuchsbestätigungen.
  • Wechseln Sie niemals Geld an der Haustür. Sie könnten – beispielsweise durch Falschgeld – betrogen werden.

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