Falschgeld-Prozess: Angeklagter gesteht vor Gericht

Blüten in Schwerte gelagert

In dem Prozess um Falschgeld aus Italien hat der Angeklagte am Dortmunder Landgericht letztendlich doch noch gestanden, das Gericht verhängte eine Haftstrafe. Der Mann hatte die Blüten zeitweise in einem Schwerter Geschäft zwischengelagert. Weitere Beteiligte sind bereits in der Vergangenheit verurteilt worden.

SCHWERTE/DORTMUND

23.11.2016, 14:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit einer Verurteilung zu zwei Jahren und neun Monaten Haft ist am Dortmunder Landgericht der Falschgeld-Prozess zu Ende gegangen. Der Angeklagte hatte zuletzt doch noch gestanden, in Geschäfte mit falschen Fünfzigern aus Italien verwickelt gewesen zu sein. Die Blüten im Nennwert von 300.000 Euro waren zeitweise im Weinkeller eines Lebensmittelgeschäfts in Schwerte gelagert worden.

Angeklagter brauchte Geld für falsche Papiere

Der Angeklagte, der zuletzt unter zahlreichen Alias-Namen aufgetreten war, gab zu, dem Besteller des Falschgeldes potenzielle Abnehmer zugeschanzt haben. Eigentlich habe er selbst bei dem Mann gefälschte Papiere erwerben wollen, um endlich eine Arbeitserlaubnis beantragen zu können. Weil er den geforderten Preis jedoch nicht bezahlen konnte, habe er sich darauf eingelassen, dem Kriminellen neue Kunden zuzuführen.

Sein Geständnis legte der Angeklagte nach Rücksprache mit seinem Verteidiger Jan-Henrik Heinz ab. „So wissen wir jetzt wenigstens, woran wir sind“, sagte der Rechtsanwalt. Die Richter hatten im Gegenzug eine Strafobergrenze festgelegt und außerdem in Aussicht gestellt, dass der Angeklagte zunächst von der weiteren Untersuchungshaft verschont werde. So kam es schließlich auch, das Gericht verhängte eine Haftstrafe von drei Jahren.

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