Familie Ahlers hat gegen den Abriss ihres Hauses Klage eingereicht

Untere Meischede

Kann die Familie Ahlers den Abriss ihres Hauses an der Unteren Meischede noch verhindern? Mittlerweile steht fest: Darüber entscheidet bald ein Gericht. Es läuft eine Klage.

Schwerte

, 24.09.2018, 15:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Familie Ahlers hat gegen den Abriss ihres Hauses Klage eingereicht

Die Familie Ahlers hat in der Unteren Meischede in einer Bungalowsiedlung ihr Haus aufgestockt, ein Nachbar hatte dagegen erfolgreich geklagt. © Bernd Paulitschke

Im Juli hatte die Stadt Schwerte der Familie eine Abrissverfügung geschickt: Innerhalb von neun Monaten müsse das Haus komplett abgerissen sein, da eine Baugenehmigung von vor einigen Jahren nicht rechtmäßig gewesen sei. Das hatte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschieden. Der Grund dafür wiederum war gewesen: Ein Nachbar hatte gegen den Ausbau geklagt, den die Stadt Schwerte genehmigt hatte.

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“

Hat die Familie also mittlerweile schon Abrissbagger und Umzugswagen bestellt? Hat sie eine neue Wohnung gefunden? Immerhin würden von den neun Monaten nur noch weniger als sieben bleiben. Die Mieterin, die im Obergeschoss wohnt, müsste sogar schon in zwei Monaten raus – ihr hatte die Stadt noch weniger Zeit gelassen.

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Markus Ahlers erklärte am Montag dazu: „Auch für uns gilt: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir haben Klage eingereicht.“ Dazu habe ihnen der Anwalt geraten. In den nächsten Monaten werde das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen erneut über den Fall entscheiden.

Prozess vor dem Verwaltungsgericht

Das bestätigt auch die Stadt Schwerte. Ja, es gebe eine Klage gegen die Abrissverfügung. Ja, man treffe sich vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Mehr allerdings wolle man nicht sagen, so Sprecher und Rechtsrat Carsten Morgenthal. Es handele sich ja um ein laufendes Verfahren.

Ähnlich knapp äußert sich auch Markus Ahlers. Man sei ja immer noch an einer Einigung interessiert – am liebsten weiter an einer Einigung im Guten. Deshalb würden er und seine Frau hoffen, dass sich die Wogen weiter glätten würden.

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