Ferien enden mit einem Literatur-Camp

VILLIGST In einer Woche beginnt wieder die Schule. Für rund 100 Kinder und Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen endete die Urlaubszeit bereits am Sonntag. Sie folgten der Einladung des Westfälischen Literaturbüros, sieben Tage lang mit anderen Texte zu schreiben, zu bearbeiten, vorzutragen.

von Von Moritz Riesewick

, 30.07.2007, 11:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ferien enden mit einem Literatur-Camp

Anuschka, Ju, Julia, Katinka und Lisa (v.l.).

Kristin (18) von der Gesamtschule im Gänsewinkel „opfert“ schon zum fünften Mal die letzte Ferienwoche für das „Literatur-Camp“ mit Gleichgesinnten. Zusammen mit Inga (14) und Julia (16) bildet sie die Schwerter Minderheit unter den Jugendlichen, von denen die Mehrzahl weite Wege zurückgelegt hat.

Resonanz wird immer größer

 „Seit der ersten Workshopreihe vor elf Jahren verzeichnen wir immer mehr junge Leute, die sich in der Katholischen Akademie oder dem Haus Villigst ‚kasernieren' lassen wollen“, berichtet Initiator Dr. Herbert Knorr. Lia (19) und Silas (20) kommen aus Köln. Sie in knallroter Ringelstrumpfhose, er mit feiner, schwarzer Weste könnten optisch nicht unterschiedlicher sein. Literarisch sind sie sich dann aber völlig einig: Beide schreiben, seit sie zwölf sind, beide lieben Kurzgeschichten und Gedichte. Sie mag seine Erzählung vom Streit der Schachfiguren. Vom schwarzen König, der viel lieber Mensch-ärgere-dich-nicht spielen würde, statt sich mit dem trunksüchtigen weißen Monarchen herumzuärgern.

Es gibt nichts Vergleichbares

„Über ein Drittel der Teilnehmer ist schon öfter dabeigewesen“, sagt der Vorstandsvorsitzende des Westfälischen Literaturbüros Wolfram Kuschke und fügt stolz hinzu: „Es gibt nichts Vergleichbares“.

Lesen Sie jetzt