Feuerwehr fängt blutenden Schwan an der Ruhr ein und bringt ihn in eine Tierarztpraxis

Tierrettung in Schwerte

Da ist ein verletzter Schwan am Ufer der Ruhr. Als die Schwerter Feuerwehr das am Dienstag hörte, rückte sie aus nach Geisecke. Auch ein Arzt bemühte sich, das Tier zu retten - vergeblich.

Geisecke

, 06.03.2019, 12:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Ruhrwiesen bei Schwerte sind die Heimat vieler Schwäne.

Die Ruhrwiesen bei Schwerte sind die Heimat vieler Schwäne. © Bernd Paulitschke (A)

Einen verletzten Schwan rettete die Schwerter Feuerwehr am späten Dienstagsnachmittag an der Ruhr in Geisecke. Ein Spaziergänger, der in der Nähe des Restaurants Wellenbad auf dem Ruhrwanderweg unterwegs war, habe um 17.24 Uhr die Wache alarmiert, berichtet Feuerwehrleiter Wilhelm Müller.

Das Tier habe eine blutende Wunde im Bereich des Flügels gehabt. Die Einsatzkräfte, die für solche Zwecke auch über ein Schlauchboot und eine Transportbox verfügen, konnten es einfangen und in die Praxis von Tierarzt Dr. Stefan Wolf bringen. Dort stellte sich allerdings heraus, dass alle Hilfe vergeblich war.

Es blieb nur noch das Einschläfern

„Wir mussten den Schwan einschläfern“, sagt Dr. Wolf. Denn wegen einer schweren alten Verletzung am rechten Bein sei er bei der Einlieferung schon vollkommen blutarm gewesen. Mit kreidebleichen Schleimhäuten sei das Tier in seine Praxis gekommen: „Es ist ausgeblutet.“ Der Tierarzt stellte fest, dass das rechte Bein schon seit längerer Zeit bis zum Oberschenkel aufgerissen war.

Ob das auf einen Biss oder eine andere Ursache zurückzuführen war, war für Dr. Wolf schwer zu sagen. Er entdeckte auch viele Blutergüsse und unzählige Parasiten. Die sogenannten Federlinge hatten den geschwächten Schwan befallen und zusätzlich ausgesaugt.

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